Früher wurde hier Ton aus der Erde geholt, heute holen Musiker Applaus aus dem Publikum. Die TonGrube in Gera-Aga ist der Beweis, dass aus einem ehemaligen Industrieareal nicht zwangsläufig ein Gewerbepark werden muss – manchmal wird daraus eben eine Open-Air-Bühne. Und Anfang August treffen dort Freddie Mercury und Opernarien aufeinander. Zumindest fast.
Gera-Aga macht aus der TonGrube eine Bühne
Die Kulisse könnte ungewöhnlicher kaum sein. Wo seit 1876 Ton für Millionen Ziegel abgebaut wurde und bis 2023 noch gebaggert wurde, stehen heute Konzertbesucher zwischen steilen Erdwänden unter freiem Himmel. Die ehemalige Tongrube hat sich in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt zur Eventlocation entwickelt. Die amphitheaterähnliche Form sorgt nicht nur für eine markante Optik, sondern auch für eine natürliche Akustik.
Mehr zum TonGruben-Open-Air:
- 1. August | God save the Queen | ab 19.30 Uhr
- 2. August | Klassik-Open-Air | ab 17 Uhr
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- Tickets für das Klassik-Open-Air
Das erste Augustwochenende zeigt ziemlich eindrucksvoll, wie vielseitig das Gelände inzwischen genutzt wird. Am Samstag, 1. August, übernimmt zunächst der Rock die Regie. Ab 19.30 Uhr stimmt Antenne-Thüringen-Moderator Jens May das Publikum musikalisch ein, bevor um 21 Uhr die argentinische Queen-Tribute-Band „God save the Queen“ auf die Bühne kommt.
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Die Gruppe tourt seit Jahren international und gilt als eine der bekanntesten Queen-Tribute-Formationen. Vor allem Frontmann Pablo Padin wird regelmäßig für seine stimmliche Nähe zu Freddie Mercury und seine Bühnenpräsenz hervorgehoben. Auf der Setlist stehen Klassiker wie Bohemian Rhapsody, We Will Rock You, Radio Ga Ga oder We Are The Champions. Songs, die vermutlich auch ohne Textblatt funktionieren.
Das Sonntags-Open-Air bietet drei Queens der Klassik
Keine 24 Stunden später wechselt die TonGrube dann das musikalische Genre. Beim Klassik Open Air am Sonntag präsentieren das italienische Sopran-Trio Appassionantea und der spanische Tenor Enrique Parra klassische Werke ebenso wie moderne Crossover-Arrangements. Begleitet wird Parra am Klavier von Vinzenz Heinze. Das Trio verbindet Operngesang mit bekannten Pop- und Rocktiteln, während Parra mit seinem lyrischen Tenor ein Repertoire zwischen Oper und populären Melodien mitbringt.
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Wer also an einem Wochenende erst Rockhymnen und am nächsten Abend Opernarien hören möchte, muss diesmal nicht einmal den Veranstaltungsort wechseln. Lediglich der Shuttlebus fährt erst am Sonntag: Zum Klassik Open Air bringt ein Bus Besucher vom Parkplatz direkt auf das Gelände.
Industriestandort wird Kulturkulisse
Die TonGrube zeigt damit, wie aus einem ehemaligen Industriestandort eine Kulturkulisse werden kann. Wo einst Bagger arbeiteten und Ziegel ihren Anfang nahmen, stehen heute Mikrofone, Flügel und Gitarrenverstärker. Der Ton ist geblieben, nur die Bedeutung des Wortes hat sich verändert.





