Noch nichts vor am Wochenende? Sie würden gern irgendwohin, aber die Auswahl ist zu groß? Dann lassen Sie sich inspirieren von der Auswahl an Wochenend-Tipps von unseren Kulturreporterinnen und -reportern.
Konzerte im Weimarhallenpark: Auf Asaf Avidan folgt Alphaville

Zwischen zwei Konzerten in Frankreich, erst in Carcasonne, dann in Crozon, kommt der israelischer Folk-Rock-Musiker Asaf Avidan mit seiner markanten hohen Stimme sowie mit Band in den Weimarhallenpark. Sein Auftritt dort, an diesem Freitag, 31. Juli, wird von der Reihe „Schallkultur“ veranstaltet und präsentiert. Die New York Times beschrieb ihn einmal als Künstler, „der schreibt wie Leonard Cohen, singt wie Robert Plant und das Charisma eines Cabaret-Performers hat“. So wird man ihn ab 20 Uhr erleben können.

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Für den Abend darauf (Samstag, 1. August) hat die „Schallkultur“ die deutsche Synthiepop-Formation Alphaville um ihren Sänger Marian Gold eingeladen. Die Anfang der 1980 in Münster entstandene Band wurde mit Titeln wie „Big in Japan“ oder „Forever Young“ weltweit erfolgreich. Das Weimarer Konzert stand nach einem Rippenbruch, den sich Gold zuzog, kurz infrage, soll aber wie gepant stattfinden, ebenfalls ab 20 Uhr. Zuvor ist, als Support, ab 18.30 die Thüringer Band Mamoré zu erleben, deren Sound auf den Spuren der Neuen Deutschen Welle zwischen Planet Punk und Retro-Pop angesiedelt ist.
Für beide Abende gibt es noch Karten im Ticketshop Thüringen.
Brot und Spiele im Sherwood Forest: „Robin Hood“ im Erfurter Sommertheater

„Die 110 Spielminuten, dazwischen eine Pause, ereignen sich sozusagen zwischen Pane und Panne. Irgendwas geht ständig schief oder sieht einfach herrlich albern aus.“ So hieß es in unserer Rezension, als die Theaterfirma Erfurt kürzlich ihr neues Sommertheater-Stück „Robin Hood“ im Hof des Angermuseums herausbrachte. Susanne Peschel und Klaus Tkacz spielen darin, in der Rahmenhandlung, die Betreiber eines Backwarenstandes auf Mittelaltermärkten, die dort nebenbei als Statisten in „Robin Hood“ auftreten.
Diesmal ist aber der Rest der Theatertruppe samt Ausstattung und Requisiten abhanden gekommen, weshalb sie das Stück zu zweit mit dem zusammenimprovisieren müssen, was ihr Stand so hergibt: Brot und Brotkörbe zum Beispiel. Was daraus zum Vergnügen des Publikums so wird, ist wieder an diesem Donnerstag, Freitag und Samstag jeweils ab 20.30 zu erleben. Infos und Karten gibt es online unter www.theaterfirma.de.
Doppelkonzerte in Eisenach und Weimar: Ein Festival zieht neue Saiten auf

„Neue jiddische Saiten“ zieht, dem Titel nach, ein Doppelkonzert beim Festival „Yiddish Summer“ auf, das an diesem Wochenende zweimal in Thüringen stattfinden wird. „New Yiddish Strings“ vereint am 31. Juli im Bachhaus Eisenach und am 1. August im Mon Ami Weimar zwei Londoner Projekte: das experimentelle Folk-Duo Fran & Flora alias Francesca Ter-Berg (Cello, Gesang) und Flora Curzon (Violine, Gesang) sowie das Streichquartett Through the Walls um Anna Lowenstein, eine der führenden Klezmer-Violinistinnen im Vereinigten Königreich.
Fran & Flora interpreteren traditionelle jiddische Musik zeitgenössisch neu. Über ihr Album „Precious Collection“ von 2024 hieß es in The Guardian, es reise „auf brillante Weise zwischen tief verwurzelten Folk-Ursprüngen und avantgardistischem Spiel durch die Zeit.“ Beide Musikerinnen gehören auch zum Streichquartett von Anna Lowenstein, das Meg Hamilton an der Viola vervollständigt. Es greift die Melodien osteuropäisch-jüdischer Volksmusik auf und erkundet zugleich die klanglichen Möglichkeiten der klassischen Streichquartett-Besetzung.
Beide Konzerte beginnen 20 Uhr, der Eintritt kostet 22 Euro, ermäßigt 10. Mehr unter www.yiddishsummer.eu.
Day-Rave in Jena: Kollektiv b:wired bringt neues House-Open-Air ins Paradies

House statt Hype, musikalische Tiefe statt Dauer-Eskalation: Mit b:wired kommt am 2. August ein neues Kollektiv und Format an den Start, das elektronische Musikkultur abseits von TikTok und Techno-Edits auf den Plan bringen möchte. Deshalb zieht am Wochenende ein neues Open Air ins Jenaer Paradies Café ein, das dabei nicht gegen Hardtekk und Co. antreten, sondern an etwas erinnern will, das im Clubbetrieb manchmal zwischen Bass und TikTok-Clip verloren geht: gute Musik. Mehr zum Day-Rave in Jena erfahren Sie hier.
Kulturarena Jena mit Max Herre und Nils Landgren

Auf dem Theatervorplatz in Jena können die Besucher der Kulturarena am Donnerstag um 20 Uhr den französisch-italienischen Singer-Songwriter Charles Pasi, der mit seiner Band eine schwungvolle Mischung aus Blues, Soul, Rock, Pop, Jazz und Weltmusik im Gepäck hat. Am Freitag folgen dort um 19.30 Uhr Max Herre und Joy Denalane mit ihrem gemeinsamen Album „Alles Liebe“ – das Konzert ist bereits ausverkauft. Am Samstag feiert schließlich der schwedische Posaunist Nils Landgren gemeinsam mit der Jenaer Philharmonie ab 20 Uhr unter dem Motto „Love of my life“ seinen 70. Geburtstag und 50 Bühnenjahre mit orchestralen Neuarrangements von Vince Mendoza – eine einzigartige Verbindung aus Jazz, Soul und sinfonischem Klang. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.
„feste feiern“ im Dix-Haus Gera

Im Otto-Dix-Haus am Mohrenplatz 4 lädt Gera zur neuen Sonderausstellung „Feste feiern“ ein, die von Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 17 Uhr besichtigt werden kann. Die Kunstsammlung Gera hat dafür Gemälde, Zeichnungen und Radierungen aus dem eigenen Depot neu zusammengestellt und nach Jahreszeiten und Epochen sortiert – von Jahrmarkt, Karneval und Rummel über nächtliche Laternenumzüge bis zur Hochzeit. Auch Otto Dix ist mit einem überraschend ausgelassenen Plakat aus seiner Dresdner Zeit vertreten. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro. Mehr Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.




