Noch nichts vor am Wochenende? Sie würden gern irgendwohin, aber die Auswahl ist zu groß? Dann lassen Sie sich inspirieren von der Auswahl an Wochenend-Tipps von unseren Kulturreporterinnen und -reportern.

Berauschendes Programm: Yiddish Summer präsentiert Doppelkonzert auf Weimars Markt

Caravan Orchestra
Das Caravan Orchestra samt Chor beim einem Auftritt in Weimar 2021.© Shendl Copitman | Shendl Copitman

„Caravan Orchestra & Choir“ sind zurück beim Yiddish Summer in Weimar. Schon seit 2017 kommen beim Festival 45 bis 50 junge arabische und jüdische Musiker aus Israel sowie solche us Deutschland zusammen, um drei Wochen lang ein berauschendes Konzertprogramm zu erarbeiten. Jenes, das am Samstag, 8. August, auf Weimars Marktplatz zu erleben sein wird, heißt „Vayter!“ und bringt jiddische mit nahöstlicher Musik in Dialog.

Sonntag

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Das ist der zweite Teil eines Doppelkonzerts, das um 19.30 Uhr beginnt und zunächst das Festivalprojekt „Her:Kol–Yiddish Women’s Song Cultures“ präsentiert. Acht führende Künstlerinnen aus der Welt der jiddischen Musik kommen darin zusammen, um der Poesie jiddischsprachiger Frauen eine Stimme zu geben. Im Auftrag des Yiddish Summer Weimar vertonen sie bemerkenswerte Texte zu Musik des 21. Jahrhunderts: vom lyrischen Lied bis zum Techno, von klezmer-inspirierten Traditionen bis zum Pop. Der Eintritt kostet 22 Euro, ermäßigt 10.

Tanzen mit SonneMondSterne

SonneMondSterne 2025
Party beim SonneMondSterne-Festivalgelände am Thüringer Meer in Saalburg.© Funke Medien Thüringen | Peter Cissek

Wer das „SonneMondSterne“-Festival (SMS) in diesem Jahr von 7. bis 9. August noch erleben will, sollte sich beeilen. Wie Festivalsprecher Phillip Helmers mitteilt, ist Thüringens größtes Techno-Festival fast ausverkauft. Seit den 90er-Jahren pilgern Zehntausende an die Bleilochtalsperre bei Saalburg-Ebersdorf. Zwischen Sandstrand, bewaldeten Hügeln und einem der größten Stauseen Deutschlands hat sich das SMS längst zu einem kulturellen Aushängeschild Thüringens entwickelt.

In einem Bundesland, das kulturpolitisch oft stark von Klassik (Goethe, Schiller, Bach) und Hochkultur dominiert wird, setzt das SonneMondSterne seit drei Jahrzehnten ein unüberhörbares Zeichen für die Akzeptanz und Relevanz von Techno- und Jugendkultur. Kaum ein anderes Festival verbindet internationale Dance-Musik, Urlaubsgefühl und Natur so selbstverständlich miteinander. Weitere Infos finden sie hier.

Kulturarena in Jena: Mine holt geplantes Konzert von 2023 nach

Kulturarena
Mine steht am 8. August auf der Bühne der Kulturarena Jena. © Bastian Bochinski | Bastian Bochinski

Die Kulturarena auf dem Theatervorplatz verwandelt sich am in eine Bühne für musikalische Vielfalt: Zwar ist das Konzert von Singer-Songwriter Bosse am Freitag, 7. August, bereits ausverkauft. Karten gibt es aber noch für Samstag, 8. August, wenn zum Wochenendabschluss um 20 Uhr die Sängerin Mine einen Auftritt nachholt. Sie will dem Publikum nach ihrer krankheitsbedingten Absage 2023 nun mit ihrem bunten Genre-Mix aus Pop, Jazz und Elektronik einheizen. Weitere Informationen und Tickets unter www.kulturarena.de

Zohar Fraimann in Kunstsammlung Jena

Kunstsammlung
Blick in die neue Ausstellung „Players in Paradies“ in der Kunstsammlung Jena (bis 20. September) mit Bildern und Installationen von Zohar Fraiman (*1987 in Jerusalem geboren und seit 2009 in Berlin zu Hause) vor ihrer Arbeit „Girl you can't post that“, (2026). © Ulrike Kern | Ulrike Kern

Noch bis zum 20. September ist in der Kunstsammlung Jena die Ausstellung „Players in Paradise“ der israelischen Malerin Zohar Fraiman zu sehen. Die 1987 in Jerusalem geborene und in Berlin lebende Künstlerin verbindet in großformatigen Ölgemälden, Zeichnungen und Installationen Alte Meister mit Smartphone-Ästhetik: Caravaggio trifft auf Selfie, Botticelli auf Filter, Kim Kardashian auf Disneys Stiefmutter. Frauen, Essen und Spiegel werden zu Bühnen einer schillernden Inszenierung zwischen Pop, Mythos und digitaler Selbstinszenierung.

Die Kunstsammlung Jena am Markt 7 ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet, montags ist geschlossen. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Brot und Spiele im Sherwood Forest: „Robin Hood“ im Erfurter Sommertheater

THEATER - OPEN AIR  - „ROBIN HOOD“ - GENERALPROBE  IM INNENHOF ANGERMUSEUM ERFURT
Susanne Peschel und Klaus Tkacz in ihrem Sommertheater „Robin Hood“ im Innenhof des erfurter Angermuseums.© FUNKE Foto Services | Sascha Fromm

„Die 110 Spielminuten, dazwischen eine Pause, ereignen sich sozusagen zwischen Pane und Panne. Irgendwas geht ständig schief oder sieht einfach herrlich albern aus.“ So hieß es in unserer Rezension, als die Theaterfirma Erfurt kürzlich ihr neues Sommertheater-Stück „Robin Hood“ im Hof des Angermuseums herausbrachte. Susanne Peschel und Klaus Tkacz spielen darin, in der Rahmenhandlung, die Betreiber eines Backwarenstandes auf Mittelaltermärkten, die dort nebenbei als Statisten in „Robin Hood“ auftreten.

Diesmal ist aber der Rest der Theatertruppe samt Ausstattung und Requisiten abhanden gekommen, weshalb sie das Stück zu zweit mit dem zusammenimprovisieren müssen, was ihr Stand so hergibt: Brot und Brotkörbe zum Beispiel. Was daraus zum Vergnügen des Publikums so wird, ist wieder an diesem Freitag und Samstag jeweils ab 20 Uhr zu erleben. Infos und Karten gibt es online unter www.theaterfirma.de.

Führung durchs Dix-Haus Gera

Dix-Haus Gera
Blick in die Ausstellung "feste feiern! Eine bunte Werkauswahl aus der Kunstsammlung Gera" im Otto-Dix-Haus Gera. Eine Galante Szene aus dem 18. Jahrhundert, Öl auf Leinwand. © Ulrike Kern | Ulrike Kern

Zu einer Sonntagsführung durch die Sonderausstellung „feste feiern. Eine bunte Werkauswahl aus der Kunstsammlung Gera“ lädt das Otto-Dix-Haus am Geraer Mohrenplatz 4 am Sonntag um 15 Uhr ein. Gezeigt wird eine bunte Auswahl von Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken, die individuelle wie gesellschaftliche Facetten des „homo celebrans“ widerspiegeln – von höfischer Pracht bis zu unbeschwerter Lebenslust.

Der Eintritt kostet 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, für die öffentliche Führung wird ein Aufschlag von 1,50 Euro pro Person erhoben.