Noch nichts vor am Wochenende? Sie würden gern irgendwohin, aber die Auswahl ist zu groß? Lassen Sie sich inspirieren von der Auswahl an Wochenend-Tipps von unseren Kulturreporterinnen und -reportern.
„Romeo und Julia“ tanzen und lieben einander in Erfurt

Mit einer klassischen Ballettpremiere eröffnet das Theater Erfurt den Premierenreigen der neuen Saison am Samstag, 19. September, 19 Uhr im Großen Haus. Zu Gast ist das Thüringer Staatsballett aus Gera mit einer ungewöhnlichen Choreografie Emanuele Babicis von Prokofieffs „Romeo und Julia“. Die Produktion hatte schon im Mai in Gera Premiere, unsere Rezensentin war schier entzückt. In Erfurt spielen natürlich die örtlichen Philharmoniker im Graben; Tickets bucht man hier.
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Händels „Messias“ in Szene gesetzt

Georg Friedrich Händels bekanntestes Oratorium, den „Messias“, hat das DNT Weimar jetzt szenisch auf die Bühne gebracht. Regie führt Professor Jochen Biganzoli, der an der Franz-Liszt-Hochschule lehrt und zumindest in den ersten beiden Teilen eine wahrhafte Bilderflut entfacht, indem er Bezüge zur Gegenwart sucht. Bei dem integrativen Projekt, das Musikdirektor Daniel Carter dirigiert, macht auch ein aus der Stadtgesellschaft gebildeter Chor mit. Unser Rezensent protokollierte starken Beifall, Tickets für die nächste Vorstellung am Freitag, 18. September, um 19.30 Uhr gibt es hier.
Auftakt in Nordhausen

Unter dem Motto „Oper à la carte“ lässt das Theater Nordhausen sich diesen Freitag, 18. September, 19.30 Uhr im Nordhäuser Theater im Anbau sowie Sonntag, 20. September, 18 Uhr, im Achteckhaus auf Schloss Sonderhausen nicht etwa in die Karten der beginnenden Spielzeit schauen, sondern liefert eine Gala aus Werken, die man in Thüringens kleinstem Opernhaus sicher gern einmal erleben würde: etwa aus Bellinis „Norma“ und Catalanis „La Wally“. Das könnte ein großer Belcanto-Abend mit Julia Ermakova werden; Tickets gibt‘s hier.
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Filmmusik-Hits im Konzert

„A tribute to John Williams“, einem der erfolgreichsten Filmkomponisten unserer Zeit, leistet das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera im ersten Sinfoniekonzert der Saison. GMD Ruben Gazarian entführt in die zu imaginierenden Welten solcher Blockbuster wie „Der weiße Hai“ oder „Jurassic Park“. Ob Moderator Kay Kuntze sich auch mit so großen Biestern gut auskennt? – Herausfinden mag man das am Donnerstag, 17. September, 19.30 Uhr, im Konzertsaal Gera oder Freitag, 18. September, 19.30 Uhr, im Theaterzelt Altenburg. Einige Restkarten sind noch verfügbar.
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Landpartie nach Reinhardsbrunn

Drei Cellisten und ein Bassist laden zur Landpartie, um ein abgelegenes Kleinod in der hiesigen Residenzenlandschaft zu erkunden: Claudia Schwarze, Michael Hochreither und Eugen Mantu sowie Alberto Travagli musizieren diesen Sonntag, 20. September, 17 Uhr in der Schlosskapelle Reinhardsbrunn in Friedrichroda. Auf dem Programm stehen im Rahmen der Thüringer Schlosskonzerte unterhaltsame Arrangements von Stücken Leonard Bernsteins, Andrew Lloyd Webbers, aber auch Freddie Mercurys und Robbie Williams‘. Karten hält der Ticketshop Thüringen parat.
Wandern, Lesungen im Wald, Kuchenbuffet: das 3. Poesiefestival Vollradisroda

In und um den Gasthof „Zu den vier Linden“ ist am Samstag, dem 19. September, ab 14 Uhr, erneut das Poesiefestival Vollradisroda „Lyrik über Land“ zu Gast. Nach dem Thüringer Kuchenbuffet um 14.45 Uhr können die Gäste um 15.30 Uhr zwischen zwei poetischen Spaziergängen wählen. Beide führen zu Wüstungen im Wald um Vollradisroda (zwischen Jena und Weimar) und bieten Gespräche, Ortskunde und kurze Lesungen mit Jan Volker Röhnert beziehungsweise Simone Scharbert.

Sonntag
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Ab 17.30 Uhr können die Besucher selbst kreativ werden – und mit Naturmaterialien zeichnen, stempeln, collagieren. Nach dem Thüringer Buffet zum Abend um 18.30 Uhr folgt um 19.30 Uhr der Höhepunkt: „Lyrik und Musik“ mit zwei Meistern ihres Fachs: dem Dichter José Oliver und dem Akkordeonspieler Tobias Morgenstern.
Einzeltickets kosten 10 Euro, Tageskarten 15 Euro. Sie sind unter anderem unter www.ticketshop-thueringen.de erhältlich. Kuchen- (7 Euro) und Abendbuffet (20 Euro) des Gasthofs in Vollradisroda werden extra gezahlt.
Theater Gera setzt Science-Fiction-Serie fort

Das Theater Altenburg Gera schickt seine Science-Fiction-Serie über die Stadt Mytopia, eine künftige Version von Gera, in die vierte Runde: Am Freitag, dem 18. September, um 19.30 Uhr erlebt das Stück „Mytopia: Auferstanden aus Ruinen“ seine Uraufführung. Das Prequel setze vor der Althandlung ein – also kurz nach dem Weltuntergang, kündigt Chefdramaturgin und Autorin Sophie Oldenstein an. „Der dritte Weltkrieg ist vorbei. Die Überlebenden rotten sich im Raum Gera zusammen, da man hier noch überleben kann.“ Auch diesmal werde das Publikum eingebunden.
Während die vier Schauspieler die Hauptakteure des Wiederaufbaus darstellen, mimen die Zuschauer die weiteren Überlebenden. In einer großen Sitzung entscheiden sie per Abstimmgerät, wie die neue, bessere Gesellschaft aussehen soll.
Für die Premiere am Freitag in der Bühne am Park in Gera gibt es nur noch Restkarten. Eine weitere Vorstellung steht am Sonntag, 20. September, 18 Uhr auf dem Spielplan. Tickets
Selten gespielte Faust-Oper kommt am Meininger Staatstheater neu heraus

Ein seltenes Musiktheater-Erlebnis beschert uns Meiningen ab diesem Wochenende: Im Staatstheater feiert am Freitag, 18. September, 19.30 Uhr Alfred Schnittkes „Historia von D. Johann Fausten“ Premiere. Es ist die erste Neuinszenierung des Werkes seit der Hamburger Uraufführung 1995. Regie führt Eva-Maria Höckmayr, die Musikalische Leitung liegt bei GMD Killian Farrell, für den damit die letzte Spielzeit in Meiningen anbricht.
Die Oper zeigt Stationen aus Fausts Leben: seine frühreife Jugend, seinen Wissensdurst bis hin zur Aushandlung eines Teufelspaktes, den er mit seinem eigenen Blut besiegelt. An seinem letzten Abend gewährt er seinen Schülern Audienz und bereut seine Verfehlungen. – Barocke Passionsarien stehen neben Choral und Cluster-Effekten, Kirchenorgel neben Synthesizer, Cembalo neben E-Bass. Kommentare vom Chor und einem Erzähler greifen auf Bach-Oratorien zurück und schlagen Bögen zum epischen Theater à la Brecht.
Bereits am Sonntag, 20. September, findet ab 15 Uhr die zweite Vorstellung statt. Karten und Infos über www.staatstheater-meiningen.de.
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80 Künstler in Thüringen öffnen am Wochenende ihre Ateliers

Am Wochenende, 19. und 20. September, öffnen Thüringer Künstler erneut ihre Ateliers. Bei der landesweiten Aktion „Offene Ateliers“ können die Arbeitsräume von insgesamt 80 Künstlern besichtigt werden, wie der Verband Bildender Künstler Thüringen informiert. Die Mehrzahl kommt aus den Städten Weimar, Erfurt, Gotha, Jena, Gera und Mühlhausen. So laden etwa Barbara Toch und Wolfgang Schwarzentrub in Gera am Samstag und Sonntag von 15 bis 18 Uhr in die Ateliergalerie „Uferlos“ ein. In der Geizer Straße 18 zeigen sie Malerei, Grafik und Collagen.
Parallel zu den „Offenen Ateliers“ finden wieder das Festival „Kultur flaniert“ in Erfurt sowie der Ateliertag in Weimar (nur am 19. September) statt.
Mehr unter: www.kuenstler-thueringen.de







