Noch nichts vor am Wochenende? Sie würden gern irgendwohin, aber die Auswahl ist zu groß? Lassen Sie sich inspirieren von der Auswahl an Wochenend-Tipps von unseren Kulturreporterinnen und -reportern.
„Güldener Herbst“ – Alte-Musik-Festival in Gotha

„Heimatklänge“ verspricht das Festival „Güldener Herbst“ mit einer geballten Ladung von zehn Veranstaltungen am bevorstehenden Wochenende (25.-27. September) in Gotha. Da kommen Fans der Barockmusik voll auf ihre Kosten, und der Festivaltitel spielt natürlich auf den hiesigen, wirklich eminenten Beitrag zur Musikgeschichte an.

Sonntag
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Das Eröffnungskonzert am Freitag, 25. September, 19.30 Uhr im Augustinerkloster gotha spielt die Akademie für Alte Musik Berlin, eines der besten Originalklang-Ensembles in Mitteleuropa, mit Werken der Bach-Familie. Bei weiteren Konzerten tritt u.a. Festivalchefin Alice Lackner als namhafte Sopranistin selbst auf; im weiteren gilt es, das Ensemble Diderot und das Zafraan Ensemble zu entdecken oder den Gothaer Komponisten Wolfgang Carl Briegel mit der Gothaer Kantorei zum 400. Geburtstag zu feiern.
Nur das Abschlusskonzert im Ekhoftheater ist bereits ausverkauft, sonst gibt‘s noch wenige Restkarten. Zum Programm und zur Ticketbuchung geht‘s hier.
Auftakt des Klenke-Quartetts in Weimar

Jugendfrische Quartett-Literatur hat das Klenke-Quartett zum Start in die neue Saison programmiert: Diesen Sonntag, 27. September, spielen die vier Frauen ab 18 Uhr im Weimarer Musikgymnasium Schloss Belvedere das erste und einzige Streichquartett von Richard Strauss, das er bereits als 16-Jähriger komponierte, sowie drei Divertimenti des Briten Benjamin Britten, in denen er seine Studienfreunde porträtierte. Dazu gesellt sich eines der späteren Quartette von Mozart (B-Dur, KV 589). – Tickets bucht man hier.
„Keimzeit“ in Erfurt mit musikalischem Seufzer über die Menschen

Die Gruppe „Keimzeit“ behauptet bis heute eine stille Sonderstellung im deutschen Musikgeschäft, nicht durch Lautstärke, sondern mittels einer bemerkenswerten Kontinuität, die in der gegenwärtigen Poplandschaft selten geworden ist.
Mit dem nunmehr 14. Album mit dem treffenden Titel „Ach, die Menschen“ setzt Keimzeit diesen höchst individuellen Kurs fort. Mit unaufgeregter musikalischer Souveränität und kunstvoll verschränkten Texte, die Norbert Leisegang seit Jahrzehnten auszeichnen.
Neben alten Hits zu hören und zu erleben am Samstag, 26. September, ab 20 Uhr im HsD Erfurt. Karten an der Abendkasse.
Vater und Tochter als Folk-Duo in Reichartsdorf bei Gera

Der Thüringer Liedermacher und Folksänger Wilfried Mengs und seine Tochter Laura verbindet nicht nur die Familie, sondern auch die Musik, vor allem irische und amerikanische Folklore.
Mit lustiger Lyrik, witzigen Reimen und eingängigen, groovigen Melodien begeistern sie ihre Zuhörer, bringen sie mit Liedern über die Natur aber auch zum Nachdenken. So etwa am Sonntag, 27. September, ab 17 Uhr in der Projektkirche Reichartsdorf bei Gera. Karten an der Abendkasse.
Thomas Anders singt alte Hits ganz anders in Jena

Thomas Anders, die Stimme von „Modern Talking“, hat die Hits der ersten sechs MT-Alben neu aufgenommen, als Hommage an die gemeinsame Zeit mit Dieter Bohlen.
Die Neuaufnahmen haben Thomas Anders zu dieser Tournee inspiriert, da sie nicht nur die Nostalgie der Fans ansprechen, sondern auch die Möglichkeit bieten, die Musik in einem modernen Kontext zu präsentieren und neue sowie alte Fans zu begeistern.
Zu erleben (und zum Erinnern an früher) am Samstag, dem 26. September, ab 20 Uhr im Fair Resort Jena. Restkarten an der Abendkasse.
Dieter „Maschine“ Birr zieht in Pößneck andere Saiten auf

Dieter „Maschine“ Birr war von 1969 bis 2016 Kopf und Herz der Puhdys. Auch die Auflösung der Kultband konnte seiner Popularität nichts anhaben, nach wie vor sind seine Konzerte ausverkauft und seine Soloalben begehrt.
Seit Herbst 2025 tourt Maschine mit einem Streicherquintett. Denn viele seiner Songs – ob kommerzielle Hits oder persönliche Lieblingslieder – eignen sich hervorragend für ein Klassikgewand, entfalten dabei einen ganz besonderen Zauber. Hochprofessionelle Musiker der Berliner Klassikszene unterstützen ihn dabei.
Am Samstag, 26. September, zieht Maschine ab 20 Uhr im Schützenhaus Pößneck klassische Saiten auf. Karten an der Abendkasse.
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Neue Spielzeit in Jena: Premiere und Tag der offenen Tür

Mit einer Premiere und einem Tag der offenen Tür startet das Theaterhaus Jena in die neue Spielzeit 2026/27. Den Anfang macht am Freitag, dem 25. September, 20 Uhr das neue Stück „Tecklenburger Weg, 33442 Herzebrock-Clarholz“. Der künstlerische Leiter Josef Bäcker spricht darin über die Lebenswege seiner Mutter, aber auch über den eigenen biografischen Scheideweg.
Am Samstag, dem 26. September, öffnet dann das Theaterhaus die Türen. „Die künstlerische Leitung stellt von 14 bis 16 Uhr die Spielzeit 2026/27 im Speed-Dating-Format vor“, teilt die Bühne mit. Dazu kommen Führungen, Lesungen und kleine Theatervorführungen.
Den ganzen Tag über gibt es außerdem Glücksrad, Bastelecke, Hüpfburg, Torwandschießen und Kinderschminken. Requisiten und Kostüme können entdeckt und anprobiert werden. Auch das Stück „Tecklenburger Weg, 33442 Herzebrock-Clarholz“ wird um 18 Uhr erneut aufgeführt.
Zum Abschluss spielt ab 19.30 Uhr die Theaterhaus-Band. Tickets und mehr Infos unter: theaterhaus-jena.de
Die Geschwister Scholl in ihrer Todesstunde

Es ist nur eine kleine Produktion für die Studiobox, aber Musiktheater, das an Eindringlichkeit kaum zu überbieten ist: Das Theater Erfurt hat die Kammeroper „Weiße Rose“ von Udo Zimmermann wiederaufgenommen.
Die Oper nach einem Libretto von Wolfgang Willaschek handelt vom Widerstand gegen das NS-Regime und bringt die Geschwister Scholl als Protagonisten auf die Bühne. Unser Rezensent war, wie selten, voll des Lobes; Tickets für die Vorstellung am Sonnabend, 26. September, 20 Uhr, gibt‘s hier.
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Knutschen frei nach Shakespeare

Cole Porters berühmtes Broadway-Musical „Kiss me, Kate“ steht am DNT Weimar wieder auf dem Spielplan. Die Koproduktion von Schauspiel- und Opernensemble sorgt intelligent für Turbulenzen, schließlich steckt da auch etwas von Shakespeare drin.
Die Produktion, in der selbstverständlich nicht nur geknutscht wird, hat recht veritable Kritiken eingeheimst. Aber jetzt knutschen sie wieder am Freitag, 25. September, ab 19.30 Uhr im DNT.
Ausstellung zum Meininger Theaterherzog

Den 200. Geburtstag des legendären Theaterherzogs Georg II. feiern die Meininger mit einer Ausstellung in Schloss Elisabethenburg und laden außerdem für diesen Sonntag, 27. September, ab 11.15 Uhr zum Familientag ein: „Eine Zeitreise mit Prinz Anton Ullrich“ lautet der verheißungsvolle Titel der Veranstaltung, die vor allem jüngere Museumsbesucher interessieren wird. Über den Theaterherzog gibt‘s hier mehr zu erfahren, zur Museums-Website geht‘s hier.







