Noch nichts vor am Wochenende? Sie würden gern irgendwohin, aber die Auswahl ist zu groß? Lassen Sie sich inspirieren von der Auswahl an Wochenend-Tipps von unseren Kulturreporterinnen und -reportern.
Gera: Verdis „La Traviata“ feiert Premiere

Verdis Opernklassiker „La Traviata“ feiert am Freitag, 30. Oktober, um 19.30 Uhr Premiere im Großen Haus in Gera. Die Inszenierung von Elena Maria Artisi erzählt vom Schicksal der Kurtisane Violetta Valéry zwischen Glamourwelt, später Liebe und unheilbarer Krankheit. Es singen Julia Gromball, Jongwoo Kim und Johannes Beck, die musikalische Leitung hat GMD Ruben Gazarian. Gesungen wird italienisch mit deutschen Übertiteln, die Aufführung dauert 2 Stunden 20 Minuten, mit einer Pause.
Restkarten gibt es an der Theaterkasse in der Bühne am Park, Telefon 0365 8279105.
Weimar: Lars Eidinger liest und singt Wasserleichenpoesie von Bertolt Brecht

Lars Eidinger, einer der bekanntesten und beliebtesten deutschen Theater- und Filmschauspieler, hat noch nie in einem Stück von Bertolt Brecht gespielt. Aber er hat im Kino schon den Bertolt Brecht gespielt: 2018 in „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“. Seit zwei Jahren nun tourt er regelmäßig mit dessen inzwischen 100 Jahre alter „Hauspostille“ durch die Lande. Begleitet vom Musiker und Komponisten Hans Jörn Brandenburg am Klavier, Cembalo und Harmonium, singt und liest Eidinger aus dieser Gedichtsammlung.
Eidinger und Brandenburg, heißt es über das Programm, nehmen einen tiefen Atemzug vom wilden Brecht und bringen dessen Lyrik und „Wasserleichenpoesie“ als schillerndes Gesamtkunstwerk auf die Bühne. Zu erleben ist das am Samstag, 31. Oktober, ab 20 Uhr in der Weimarhalle. Es gibt dafür noch Karten unter www.weimar.de.
Erfurt: Chorkonzert im Dom St. Marien beschließt die Kirchenmusiktage 2026

Zeitgenössische Vertonungen alter Gebetstexte erklingen im Finale der Kirchenmusiktage. In diesem sind am Samstag, 31. Oktober, der Mädchenchor am Erfurter Dom und der Erfurter Domchor zu erleben. Unter anderem kommt das Magnificat des norwegischen Komponisten Kim André Arnesen in der Urfassung für Frauenchor, Orchester, Klavier und Orgel zur Aufführung. Das siebenteilige chorsinfonische Werk gehört zu den weltweit am häufigsten aufgeführten zeitgenössischen Vertonungen des biblischen Lobgesangs Marias.

Sonntag
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Pēteris Vasks ist einer der bedeutendsten und meistaufgeführten Komponisten Lettlands. Die von ihm vertonten Gebete – das „Vater unser“, das Schutzengelgebet „Angele Dei“ und „The Fruit of Silence“ nach Worten von Mutter Teresa – sind ebenfalls Teil des Konzertabends, den das Orchester am Erfurter Dom begleitet.
Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende gebeten.
Jena: Theaterhaus feiert 35. Geburtstag mit Festwoche

Mit einer Festwoche feiert das Theaterhaus in Jena im Schillergäßchen 1 sein 35-jähriges Bestehen. Den Auftakt macht am Freitag, 30. Oktober, um 20 Uhr auf der Hauptbühne das Raumpoem „Wenn das Haus atmet“ von Rainer Frank und Angela Hausheer, im Anschluss werden die Gesellschafter Türk Damer und Matias Mieth verabschiedet. Am Samstag, 31. Oktober, ist das Stück um 19 Uhr erneut zu sehen, um 21 Uhr folgt im Malsaal das Solo „Braveheart“ von und mit Bernhard Dechant. Karten gibt es unter www.theaterhaus-jena.de. Mehr zur 35-jährigen Geschichte des Theaterhauses lesen Sie hier.
Weitere Termine in der Festwoche: Montag, 2. November, 18.30 Uhr Podiumsdiskussion „Es könnte auch anders sein“ mit Hartmut Rosa, 21 Uhr „Braveheart“ im Kassablanca; Dienstag und Mittwoch, 3. und 4. November, jeweils 20 Uhr „Die Hundekot-Attacke“; Donnerstag, 5. November, 18 Uhr „Traum und Alltag“ und 20.30 Uhr „Braveheart“; Freitag, 6. November, ab 19 Uhr Festakt, um 21 Uhr „Das blaue Haus“.
Weimar: „Bach >> Forward“ beginnt im Residenzschloss elektroakustisch

Alte Musik, aber neu formatiert – nach diesem Motto veranstalten die Thüringer Bachwochen jetzt zum fünften Mal in Weimar und Erfurt ihre experimentelle Konzertreihe „Bach >> Forward“. Der Auftakt dazu findet an diesem Freitag, 30. Oktober, im soeben erst neu eröffneten Veranstaltungssaal des Residenzschlosses Weimar statt.
Dort ist ab 20 Uhr der aus Australien stammende Pianist Anthony Romaniuk in einem elektroakustischen Konzert zu erleben. Darin verbindet er alte, neue und improvisierte Musik auch mit Jazz, Rock, Neoklassik, Ambient und Weltmusik. Der Abend reicht von Bach selbst über John Adams bis zu Improvisationen über Musik von Radiohead und Björk sowie Eigenkompositionen.
Der Eintritt zu „Bach >> Forward“ funktioniert nach dem Prinzip „Pay what you can!“ Man entscheidet also selbst, was einem das Konzert wert ist und was man dafür bezahlen will. Mehr unter www.thueringer-bachwochen.de.
Eisenach: Turbulente Komödie dreht sich am Landestheater um zwei Millionen Pfund

Das Stück ist zwar etwas altbacken, die Aufführung aber doch bemerkenswert So fasste unser Kritiker die britische Komödie „Funny Money“ von Ray Cooney zusammen, nachdem sie vor einem Jahr am Landestheater Eisenach Premiere feierte. Das Ensemble warf sich einigermaßen befreit, mit Lust und Laune, in ein an solchen Bühnen oft verachtetes und verlachtes Genre hinein.
Die Inszenierung der Komödie, in der alle Beteiligten mehr oder weniger einem dubiosen Geldkoffer mit zwei Millionen Pfund hinterherjagen, steht immer noch beziehungsweise wieder auf dem Eisenacher Spielplan: so auch an diesem Samstag, 31. Oktober, ab 19.30 Uhr. Mehr dazu unter www.landestheater-eisenach.de.
Greiz: Vogtland Philharmonie lädt zur Operettengala

Schwungvolles aus der Welt der Operette bringt die Vogtland Philharmonie am Sonntag, 1. November, um 15 Uhr in die Vogtlandhalle in Greiz. Unter Leitung von Chefdirigent Florian Ludwig erklingen beim Galakonzert „Operette sich wer kann!“ Klassiker aus Lortzings „Wildschütz“, Strauß’ „Fledermaus“, Offenbachs „Pariser Leben“ und Lehárs „Lustiger Witwe“. Als Solisten treten Andrea Chudak (Sopran) und Tobias Oliver Hagge (Bariton) auf.
Karten gibt es in der Vogtlandhalle, in vielen Vorverkaufsstellen sowie online bei Reservix und Eventim, Infos unter www.v-ph.de.
Gera: Puppen aus vier Jahrzehnten im Stadtmuseum

Gera rückt die Figuren seines Puppentheaters ins Rampenlicht: Das Stadtmuseum zeigt der Sonderausstellung „Fantastische Welten. Das Puppentheater Gera“ Handpuppen, Marionetten, Tisch-, Flach-, Klappmaul- und Stabfiguren aus vier Jahrzehnten, die älteste stammt von 1983. Vorgestellt werden die Puppenbauer Jan Hofmann, Christian Werdin, Udo Schneeweiß und Beatrice Baumann, dazu ist das Bühnenbild zu „Jedermann“ zu sehen.
Eine reine Kinderschau ist das nicht – für die Jüngeren gibt es aber eine Kasperbude und eine Schattenspielwand. Die Ausstellung läuft bis zum 29. März 2029. Mehr zur Ausstellung gibt es hier.
Geöffnet: Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr. Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei.
„Luther und die Liturgie“ auf Schloss Friedenstein

Die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt lädt anlässlich des Reformationstages zu einer Sonderführung ein. Im Jahr 1526 erschien Martin Luthers „Deudsche Messe und ordnung Gottis diensts“. Diesen 500. Jahrestag nimmt die Forschungsbibliothek Gotha der Universität zum Anlass für die diesjährige Sonderführung am Reformationstag. Im Mittelpunkt stehen Luthers Bemühungen, den Gottesdienst für die Kirchgänger verständlicher zu gestalten. Es werden Bücher und Handschriften aus der Reformationszeit zu sehen sein, die dieses Unternehmen illustrieren, darunter auch der Erstdruck der „Deutschen Messe“.
Samstag, 31. Oktober, 10 Uhr, Gotha, Schloss Friedenstein. Treffpunkt ist der Eingang der Forschungsbibliothek im 1. Obergeschoss des Ostflügels von Schloss Friedenstein in Gotha. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter Tel. 0361/737-5530 oder E-Mail veranstaltungen.fb@uni-erfurt.de wird gebeten.
Klassische Musik trifft in Jena auf Künstliche Intelligenz

Nicht nur die Pop-Welt, auch die klassische Musik steht vor der Herausforderung Künstlicher Intelligenz. In der Reihe „Black Box“ der Jenaer Philharmonie treten am Dienstag, 3. November um 20 Uhr im Kassablanca vier Orchestermusiker mit ihren Instrumenten in einen Dialog mit dem „Musik-Automaten“ – einer KI, entwickelt an der Musikhochschule Weimar. Traditionell komponierte Werke begegnen algorithmisch erzeugten Klängen – ein musikalischer Wettstreit zwischen jahrhundertealter Formkunst und digitaler Kreativität.
Tickets sind in der Jena Tourist-Information, online unter www.jenaer-philharmonie.de sowie ab 45 Minuten vor Konzertbeginn an der Abendkasse (keine Barzahlung möglich) erhältlich.
Musik von Haydn und Dvořák beim Stadtteilkonzert Winzerla

In der Reihe „Planet Dvořák“ widmet sich das Kammermusikprogramm, das am Sonntag, 1. November, um 15 Uhr in der Aula der Gemeinschaftsschule Galileo im Stadtteilkonzert Winzerla von Musikern der Jenaer Philharmonie aufgeführt wird, Antonín Dvořáks Streichquartett Nr. 13 G-Dur. Dazu stellen die Musiker Joseph Haydns D-Dur-Quartett op. 20 („Sonnenquartette“) Nr. 4.
Für Haydn wie für Dvořák war das Streichquartett eine Gattung besonderer kompositorischer Freiheit: ein Raum, in dem sich neue Ideen erproben und verdichten ließen. Haydns Werk entstand 1772 in einer Schaffensphase, in der er die Möglichkeiten des Quartetts neu auslotete. Dvořák schrieb sein Quartett 1895 nach seiner Rückkehr aus den USA: Erfahrungen aus der Neuen Welt treffen auf seine böhmischen Heimat. So laden die vier Musiker ein, das Experimentierfeld Streichquartett zu erkunden.
Tickets sind im Stadtteilbüro Winzerla sowie an der Tageskasse vor Ort erhältlich. Es ist nur Barzahlung möglich.




