Leipzig. Ausflugswetter und Kurzurlaub: Zum Start in das lange Pfingstwochenende werden die Straßen voll sein. Insbesondere am Freitag könnte es viele Staus geben.

Das Pfingstwochenende kann für viele Autofahrer zu einer Geduldsprobe werden. Laut ADAC muss bundesweit und auch im angrenzenden Ausland mit erheblichen Beeinträchtigungen gerechnet werden. Vor allem am Freitag und Samstag könnte es auf den Straßen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen eng werden, wie die jeweiligen Regionalstellen des ADAC auf Anfrage mitteilten. Im Vorjahr war der Freitag vor Pfingsten einer der staureichsten Tage des Jahres.

Viele Menschen nutzen das lange Pfingstwochenende für einen Kurzurlaub, Ausflüge an die Seen, die Küste oder andere Naherholungsgebiete, erläuterte eine Sprecherin des ADAC Niedersachsen/Sachsen. Zusätzlich beginnen die Pfingstferien in Sachsen-Anhalt und anderen Bundesländern, was eine erhöhte Staugefahr auf den Autobahnen bedeute. Engpässe erwartet der ADAC vor allem in Großräumen Magdeburg und Leipzig/Halle.

Hier werden vor allem Beeinträchtigungen erwartet:

Zudem würden die Reisenden vielerorts durch Baustellen ausgebremst, die insbesondere dann zu Engpässen werden, wenn eine Fahrspur wegfällt. Umso wichtiger sei daher das Reißverschlussverfahren: So lange wie möglich die vorhandenen Spuren nutzen und erst unmittelbar vor dem Wegfall der Spur einfädeln. Hier sei gegenseitige Rücksicht unerlässlich, betonte die Sprecherin. Beeinträchtigungen erwartet der ADAC insbesondere auf der A2 zwischen Braunschweig und Magdeburg, der A9 bei Naumburg und Dessau sowie der A36 bei Stapelburg und Ilsenburg.

In Sachsen sind nach Angaben des ADAC vor allem die A4 von Chemnitz nach Dresden und weiter nach Görlitz, die A14 von Leipzig nach Dresden und die A72 von Plauen nach Chemnitz stark belastete Strecken. Zudem gebe es im Freistaat derzeit eine hohe Baustellendichte. Daher sei mit Staus und Behinderungen zu rechnen.

Auch in Thüringen dürfte es vor allem am Freitag und Samstag, wenn der Ausflugsverkehr auf Berufspendler trifft, auf den Straßen etwas voller werden, erklärte Oliver Reidegeld vom ADAC Hessen-Thüringen. Er geht davon, dass der Verkehr in Thüringen am ehesten rund um Erfurt in Stocken geraten könnte. Aber auch auf der Autobahn 9, wenn sich Kurzurlauber aus dem Süden etwa Richtung Berlin oder Mecklenburgische Seenplatte aufmachten - oder umgekehrt einen Trip in Richtung Bayern planten. Generell sei Thüringen aber nicht so sehr von Stau betroffen wie andere Bundesländer.

Grundsätzlich sei der Zustand der Fahrbahnen und Bauwerke gut, sagte der Sprecher der Autobahn GmbH Ost, Tino Möhring. Dennoch gebe es einige große Erhaltungsmaßnahmen und Baustellen könnten mit Verkehrseinschränkungen einhergehen. Die Baustellenplanung sei aber darauf ausgelegt, unter laufendem Verkehr zu bauen und alle Verkehrsteilnehmenden auf der Autobahn zu halten.

Mehr zum Thema