Gotha. Ob gestürzt oder angefahren: Auf dem Weg zur Schule verunglücken jährlich Hunderte junge Radfahrer. Zuletzt gab es einen Rückgang bei den Zahlen. Das hat einen Grund.

Auf dem Weg zur Schule sind zuletzt weniger Kinder mit ihrem Fahrrad verunglückt. Im Jahr 2023 verzeichnete die Unfallkasse Thüringen 385 solcher Unfälle, im Jahr 2019 waren es noch 548. Niedriger hatte die Zahl mit 310 nur im Jahr 2021 gelegen, als der Unterricht wegen Corona oft ausfiel. Hintergrund könnte laut einer Sprecherin der Unfallkasse sein, dass während Corona auch die Radfahrausbildung an den Schulen ins Wasser fiel. Es könnten also auch insgesamt weniger Kinder auf dem Rad unterwegs sein.

Insgesamt verzeichnete die Unfallkasse mit Sitz in Gotha im vergangenen Jahr 2405 Schulwegunfälle - 2019 waren es noch 2727. Etwa die Hälfte davon passiert zu Fuß. „Meistens stolpern die Schüler über ihre eigenen Füße“, so die Sprecherin.

Schulbus sicherstes Verkehrsmittel

Als sicherstes Verkehrsmittel stuft die Kasse den Schulbus ein. Hier wurden im vergangenen Jahr nur 70 Unfälle verzeichnet. Meistens seien diese auf Schubsen, Drängeln oder Raufen zurückzuführen. Die Kinder verletzten sich dabei häufig am Kopf.

Am Donnerstag sind zu einem „Tag der Verkehrssicherheit“ auf dem Erfurter Domplatz laut Veranstaltern etwa 1200 Kinder aus Kitas und Schulen angemeldet. Die Unfallkasse Thüringen ist die gesetzliche Unfallversicherung für etwa 250 000 Schülerinnen und Schüler im Freistaat.

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