Das Auerhuhn soll im Ilm-Kreis heimisch werden

Ilm-Kreis. Mit jährlich 25 Auswilderungen im Thüringer Schiefergebirge will man das Aussterben des Vogels verhindern.

Ein Auswilderungsgebiet für Auerhühner liegt im Forstrevier Gehren im Ilm-Kreis. Foto: Horst Sproßmann Thüringenforst

Ein Auswilderungsgebiet für Auerhühner liegt im Forstrevier Gehren im Ilm-Kreis. Foto: Horst Sproßmann Thüringenforst

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Mit acht Hennen und drei Hähnen soll die etwa Ende März beginnende Balz- und Aufzuchtzeit in der 2012 neu errichteten Thüringenforst-Aufzuchtstation im Kreis Saalfeld-Rudolstadt abgesichert werden.

Ziel ist es, die Zahl der jährlichen Auswilderungen auf bis zu 25 Tiere zu erhöhen. Mittelfristig soll damit eine stabile Population von bis zu 100 Tieren in den Wäldern des Thüringer Schiefergebirges aufgebaut werden.

Das Auerhuhn, größtes Waldhuhn im Freistaat, ist nach einem dramatischen Rückgang der Artvorkommen ab 1970 seit Jahren akut vom Aussterben bedroht.

Die bis zu fünf Kilogramm schweren Vögel lieben lichte und krautschichtreiche Nadelmischwälder mit Huderplätzen, knorrigen Schlafbäumen und einem hohen Anteil alter Kiefern, Fichten und Lärchen. Diese Wälder werden deshalb in den Auswilderungsgebieten der Forstämter Gehren und Neuhaus auf mehreren 100 Hektar gezielt gestaltet. „Allerdings ist das nur mit angepassten Wildbeständen umsetzbar, die die natürliche Verjüngung und das Wachstum des Beerkrautes ermöglichen“, so Volker Gebhardt vom Thüringenforst.

Das mit Finanzmitteln des Freistaats Rettungskonzept beinhalte eine verstärkte Bejagung der Fressfeinde des Auerhuhns. Überhöhte Bestände an Wildschweinen zerstören die am Boden befindlichen Gelege, Fuchs und Waschbär fressen vorzugsweise Jungvögel.

  • Horst Sproßmann ist Leiter der Stabsstelle „Kommunikation, Medien“ bei Thüringenforst.
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