Kulturelle und wirtschaftliche Kontakte werden intensiviert

Erfurt  Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Erfurt und dem Konfuzius-Institut unterzeichnet

Professor Michael Wagner vom Konfuzius-Institut

Professor Michael Wagner vom Konfuzius-Institut

Foto: Dirk Urban

Seit 2011 gibt es das Konfuzius-Institut in Erfurt, nun soll die Zusammenarbeit zwischen der Einrichtung und der Stadt intensiviert werden. Die Basis dafür wurde gestern geschaffen, Vertreter beider Seiten unterschrieben eine Kooperationsvereinbarung. Ziel ist die engere Zusammenarbeit bei Kontakten zu China, vor allem mit Erfurts Partnerstadt Xuzhou.

„Wir möchten gern Veranstaltungen gemeinsam anbieten“, sagte Prof. Michael Wagner, Deutscher Direktor des Konfuzius-Institutes und Professor an der hiesigen Fachhochschule. Von den mehr als 15 Konfuzius-Instituten in Deutschland ist das Konfuzius-Institut Erfurt das einzige, das in eine Fachhochschule integriert ist. Ein umfangreicher Studentenaustausch wird von dem Professor betrieben. Doch der Kontakt soll noch mehr zum Erfurter Bürger hinreichen. Das funktioniert teils bereits gut, etwa über Kurse. „Vor allem Tai Chi und Kalligraphie werden gern angenommen“, so Michael Wagner. Das Konfuzius-Institut an der Fachhochschule sei für viele Thüringer Bürger und Erfurter Studenten ein Ort des ersten Kennenlernens und der Beschäftigung mit der chinesischen Sprache und Kultur. Die neue Kooperationsvereinbarung soll auch dazu dienen, interkulturelle Schulungen für den Umgang mit chinesischen Handelspartnern zu intensivieren. „Wir haben einige Unternehmer, die in China tätig werden wollen. Dabei können sie fortan unterstützt werden“, sagt Erfurts Kulturdirektor Tobias Knoblich. „Es ist dort eben anders, wie man miteinander spricht.“ Das beginne schon damit, wie man seinem Geschäftspartner eine Visitenkarte überreiche. Doch auch Sprachkurse werden am Konfuzius-Institut angeboten, die nicht nur von Unternehmern gern in Anspruch genommen werden. „Wir leisten auch Übersetzungsangebote bei beispielsweise kulturellen Veranstaltungen“, sagte Michael Wagner.

Kulturbeigeordnete Kathrin Hoyer sieht in der Vereinbarung durchaus einen gesellschaftlichen Auftrag – aus kultureller Sicht, aber auch mit Blick auf den Umweltschutz. „Wir haben diese eine Welt, und die gilt es gemeinsam zu schützen. Viele Menschen fragen mittlerweile nach, wie ein Produkt entstanden ist und auch für die chinesischen Unternehmer ist Umweltschutz ein wichtiger Punkt. Ich denke, wir können noch gegenseitig lernen.“ Der gestern abgeschlossene Vertrag sei die Grundlage dafür, dass Verwaltung und Konfuzius-Institut nun regelmäßiger Kontakt haben.

Die Städtepartnerschaft mit Xuzhou besteht seit 2005, 2011 reiste Oberbürgermeister Andreas Bausewein nach Xuzhou. Während der Reise wurde zwischen der Industrie- und Handelskammer Xuzhou und der IHK Erfurt eine Partnerschaft besiegelt. Zudem wurden verschiedene Kooperationen unter anderem zwischen der pädagogischen Universität und den beiden Hochschulen erörtert.

Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.