Nordhäuser Humboldtianer gewähren Einblicke in Schule

Nordhausen  Nordhäuser Gymnasium präsentiert sich kurz vor Anmeldungsphase der Öffentlichkeit. Großes Interesse an der Bildungseinrichtung.

Helena aus Steinbrücken ließ sich zum Tag der offenen Tür von Lasse aus der 11. Klasse die Elektronik-AG näherbringen. 

Helena aus Steinbrücken ließ sich zum Tag der offenen Tür von Lasse aus der 11. Klasse die Elektronik-AG näherbringen. 

Foto: Birgit Eckstein

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Es war ein ständiges Kommen und Gehen am Samstag im Nordhäuser Wilhelm-von-Humboldt-Gymnasium in der Domstraße. Sogar junge Römer, stilecht mit Toga gekleidet, wuselten durch die Flure. Es waren Latein-Schüler, die sich so den Besuchern präsentierten. Denn die Bildungseinrichtung hatte zum Tag der offenen Tür eingeladen.

Seit die Schule 1991 ihre Wiedergeburt als Gymnasium erlebte, gibt es einmal jährlich kurz vor der Anmeldungswoche diese Veranstaltung. Dass diese sich großer Beliebtheit erfreut, beweist nicht nur die hohe Zahl an potenziellen zukünftigen Gymnasiasten, sondern dass auch immer wieder zahlreiche Ehemalige ihrer alten Schule einen Besuch abstatten.

„Unser Tag der offenen Tür ist davon geprägt, dass die Schüler selbst ihre Einrichtung und verschiedene Projekte vorstellen. Es gibt keinen Schauunterricht“, berichtet der stellvertretende Schulleiter Volker Vogt.

Nach Bauarbeiten soll Schülerzahl steigen

„Die Mädchen und Jungen melden sich dafür freiwillig. Wir können gar nicht alle Anfragen berücksichtigen, sonst wären mehr Schüler als Gäste im Haus.“ Neben den Gymnasiasten waren auch Lehrer, Elternvertreter sowie Mitglieder des Fördervereins vor Ort, um Rede und Antwort zu stehen. „Wir haben den größten Förderverein in Thüringen“, sagt Volker Vogt nicht ohne Stolz.

Zurzeit lernen 659 Schüler am Humboldt-Gymnasium. Ziel ist es, nach Abschluss der Bauarbeiten für das neue Schulhaus 800 Schüler zu erreichen. Die Einrichtung ist anerkannte Medienschule und bewegungsfreundliche Schule. Bei den Fächern werden keine Schwerpunkte gesetzt, es geht vielmehr darum, ein breites Angebot personell abzusichern.

„Zahlenmäßig sind wir zwar komplett besetzt, aber wir haben keine Reserven und Vertretungslehrer. Langzeitkranke und Lehrerinnen, die schwanger sind oder sich in Elternzeit befinden, gelten als vorhandene Lehrkräfte“, erzählt Vogt. „Der Bedarf an befristeten Stellen ist auch bei uns hoch.“ Zwar liege der Unterrichtsausfall nur bei vier Prozent, aber diese Zahl verändere sich ständig. „Im Sinne der Unterrichtsabsicherung mussten wir leider auch die Teilnahme unserer Schüler an Wettbewerben reduzieren“, bedauert Volker Vogt. Dabei erzielen die Humboldtianer immer sehr gute Ergebnisse bei Wettbewerben in allen Bereichen. „Unsere Schüler sind sehr motiviert. Selbst Landes- und Bundeswettbewerbe wurden schon erreicht“, berichtet der engagierte Lehrer.

Anmeldungen für das Gymnasium sind vom 4. bis 9. März im Sekretariat zu folgenden Zeiten möglich: Montag bis Freitag von 8 bis 15 Uhr (Donnerstag bis 18 Uhr) und Samstag von 10 bis 12 Uhr. Bitte das Halbjahreszeugnis im Original und bei Bedarf die Empfehlung mitbringen.

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