Sensoren sollen selbst denken

Ilmenau  Universität Ilmenau und Fraunhofer Institut erweitern ihre Kooperation mit der Forschergruppe SigMaSense

Florian Römer leitet die neue Forschergruppe SigMaSense.

Florian Römer leitet die neue Forschergruppe SigMaSense.

Foto: Christoph Gorke

Eine Ehe muss ab und zu weh tun, um Mehrwert zu generieren. Mit diesen Worten kommentierte Bernd Ebersold vom Thüringer Wissenschaftsministerium die Zusammenarbeit. Denn „man wird nur gemeinsam stark“, ergänzt er seinen Vergleich.

Die feierliche Auftaktveranstaltung der Forschungskooperation zwischen dem Fraunhofer Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP) und der Technischen Universität Ilmenau fand am Donnerstag im Meitnerbau auf dem Campusgelände statt.

Eine nachhaltige Kooperation sei nur mit wirklichen Synergien zwischen den Partnern möglich, betont Peter Scharff, der Rektor der Technischen Universität, bei seinem Grußwort. „Mit dem Fraunhofer Institut ist dies in vielseitiger Weise gelungen und wir können auf Jahrzehnte der erfolgreichen Zusammenarbeit zurückblicken.“ Während das Institut seine Stärken in der Anwendungsorientierung einbringt, ergänzt die TU Ilmenau dies mit ihrer Grundlagenforschung.

Die zerstörungsfreie Prüfung gewinnt immer mehr an Bedeutung, da die Anzahl der erhobenen Messwerte zunimmt. Die angestrebte Lösung sind Sensoren, die entscheiden können, welche Daten gespeichert werden.

Die Forschungsgruppe SigMaSense, unter der Leitung von Florian Römer, steht für „Signalverarbeitung für die Materialdatengewinnung mit intelligenter Sensorik“. Sie verfolgt das Ziel, selbstdenkende Sensoren zu entwickeln. Mittels neuartiger Methoden und ihrer ergänzenden Kompetenzen stellt sich das Team der Verantwortung. Über fünf Jahre wird die Forschergruppe mit 2,5 Millionen Euro gefördert.

Mit einem symbolischen Akt in Form einer Unterzeichnung des Kooperationsdokuments, besiegelten Peter Scharff und Randolf Hanke, Institutsleiter des Fraunhofer IZFP, den nächsten Schritt ihrer Zusammenarbeit.

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