„Sich den Luxus erlauben, zu dem man steht“

Gotha  Zeichenworkshop mit Elena Timtschenko zum Thema „Kontraste“ im Gothaer Kunstforum

Die russische Malerin und Grafikerin Elena Timtschenko bot im Kunstforum einen Workshop im Zeichnen an.

Die russische Malerin und Grafikerin Elena Timtschenko bot im Kunstforum einen Workshop im Zeichnen an.

Foto: Conny Möller

Sie bevorzugt klassische Techniken, die sie detailgetreu und äußerst filigran auf das Zeichenpapier bringt. Im Gothaer Kunstforum bot die 48-jährige russische Malerin und Grafikerin Elena Timtschenko kürzlich einen Workshop im grafischen Zeichnen an. Die in Erfurt lebende Künstlerin präsentiert noch bis Ende Oktober ihre Werke in Rastenberg.

Zwischendurch findet sie aber immer wieder Zeit Hobbymalern Tipps zu geben. Dazu bot sich natürlich auch die gegenwärtig im Kunstforum zu sehende Ausstellung über Kunst in Thesen und Antithesen, in Gegensätzen und Gegenüberstellungen an. Hier werden nämlich auch Grafiken gezeigt, die das Aufeinandertreffen von Kontrasten und Gegenpolen darstellen. Aus diesem Grund hat Elena Timtschenko ihren dreistündigen Workshop auch „Kontraste“ genannt.

Die beiden Jugendlichen Mathilda und Martin aus Gotha nahmen das Angebot dankend an. Beide zeichnen gerne und durften der Künstlerin mal über die Schulter sehen. Die hatte zahlreiche Arbeiten in einer Zeichenmappe dabei und verriet den Beiden, was es mit ihren Bildern auf sich hat. „Man sollte sich den Luxus erlauben, zu dem man steht“, sagt Timtschenko.

Denn die unterscheiden sich von den üblichen Grafiken, die sie bisher gesehen haben. So waren Muscheln und Schnecken zu sehen, die die Künstlerin auf ihren Reisen nach Rhodos malte. Des Weiteren Blüten und Baumfrüchte, die wie eine Raumkapsel auf dem weißen Blatt Papier auf den Betrachter wirkten. Besonders sehenswert sind ihre Kugelschreiber-Zeichnungen. Das seien Spielereien mit der Technik. Seit dem Jahre 2003 benutzt die Künstlerin, die seit 1996 in Deutschland lebt, Kugelschreiber in unterschiedlichen Farben. Manche Objekte, die sie vorwiegend aus der Natur nimmt, sind futuristisch angehaucht. Timtschenko: Ich liebe Science Fiction.

Mathilda und Martin gab die Künstlerin am Ende den Rat: genau hinsehen beim Zeichnen, den Gedanken formulieren und dann kommunizieren.

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