Am ersten Schultag sind an mehreren Thüringer Schulen E-Mails mit Bombendrohungen eingegangen. Sprecher Patrick Martin von der Landespolizeidirektion (LPD) bestätigte Vorkommnisse in den LPI-Bereichen Erfurt, Gotha, Jena und Gera. Einsätze und Ermittlungen würden laufen.

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Im LPI-Bereich Gotha sind nach Angaben der dortigen Polizei Schulen in Friedrichroda (Perthes-Gymnasium), Stadtilm, Ilmenau und Eisenach betroffen. Polizeikräfte sind an verschiedenen Orten im Einsatz. In Ilmenau kam es am Goethe-Gymnasium und im Gymnasium Am Lindenberg zu Polizeieinsätzen, die Schulen wurden evakuiert, inzwischen laufe der Schulbetrieb aber wieder. In Stadtilm wurden Suchhunde eingesetzt. Anders ist die Situation in Friedrichroda. Dort wurden die Schüler von den Eltern abgeholt. Der reguläre Schulbetrieb startet somit erst am Freitag. Am ersten Tag im neuen Schuljahr fällt der Unterricht auch für mehrere hundert Schüler des Elisabeth-Gymnasiums Eisenach komplett aus. Die Polizei sucht am Vormittag mit einem Spürhund das Schulhaus im Norden der Wartburgstadt ab.

In allen bislang bekannten Fällen soll es sich um eine wortgleiche E-Mail mit derselben Absenderadresse handeln, die am Donnerstagmorgen in insgesamt 12 Schulen eingegangen waren. Darin werde mit einer Bombenexplosion gedroht, hieß es. Die Polizei arbeitete auf Hochtouren, um die betroffenen Schulen zu evakuieren und Durchsuchungen vorzubereiten.

In Erfurt habe es Bombendrohungen am Heinrich-Mann-Gymnasium und an der Otto-Lilienthal-Gemeinschaftsschule (Real- und Grundschule) gegeben. Allein hier sind einer Polizeisprecherin zufolge mindestens mehrere hundert Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte betroffen, die die Schulen verlassen mussten. Die Mails seien dort von Mitarbeiterinnen im Sekretariat am Donnerstagmorgen entdeckt worden. Betroffen sind auch die Gemeinschaftschulen 2 am Roten Berg und 3 am Nordpark.

Im Bereich der LPI Jena war das Goethe-Gymnasium in Weimar betroffen. Die Mitteilung über eine E-Mail mit Drohinhalt sei gegen 8 Uhr morgens bei der Polizei eingegangen, sagte Sprecher Daniel Müller. Angekündigt wurde ein schädigendes Ereignis um 11 Uhr. Polizeikräfte hätten daraufhin umgehend mit Schulverantwortlichen beide Gebäude des Gymnasiums durchsucht. Verdächtige Gegenstände seien dabei nicht gefunden worden. In Absprache mit der Schulleitung wurde der Schulbetrieb wieder aufgenommen. Polizisten seien aber weiterhin vor Ort.

Im Bereich der Polizeiinspektion Gera kam es zu einem Einsatz am Roman-Herzog-Gymnasium in Schmölln. Polizeikräfte durchsuchten am Morgen das Gebäude.

Auch am Gymnasium in Bad Lobenstein gab es am Vormittag eine Bombendrohung. Die Schüler wurden ins Kulturhaus gebracht und die Schule mit einem Sprengstoffspürhund durchsucht.

Alle Schulen wurden geräumt und von der Polizei abgesucht. In keiner der Einrichtungen seien gefährliche oder verdächtige Gegenstände aufgefunden worden, hieß es am Abend in einer Mitteilung der Polizei.

Hinweise zu den Verfassern der E-Mails liegen gegenwärtig nicht vor. Die weiteren Ermittlungen wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten werden durch die Kriminalpolizei Jena im Zusammenwirken mit der Staatsanwaltschaft Gera geführt.

Auch im Herbst vergangenen Jahres gab es eine Serie von Drohungen gegen Schulen via E-Mail. Damals konnte die Polizei Entwarnung geben. 

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