Am letzten Tag des vergangenen und ersten Tag des neuen Jahres haben Beamte der Polizeiinspektion Saale-Orla bei zielgerichteten Kontrollen rund 300 illegale Böller aus dem Verkehr gezogen. Nebenbei seien weitere Straftaten festgestellt worden. Das teilte die Landespolizeiinspektion Saalfeld am frühen Freitagmorgen mit.

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So seien bei drei jungen Männern in Moßbach Schreckschusswaffen festgestellt worden. Keiner der 21- und 22-Jährigen habe eine entsprechende Berechtigung vorweisen können, so dass sie mit Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz ins neue Jahr gerutscht seien. Die Schreckschusswaffen seien eingezogen worden.
Versuchte gefährliche Körperverletzungen durch Böllerwurf
Mit illegalen Böllern seien nicht nur die drei jungen Männer, sondern auch welche im Alter zwischen 17 bis 39 Jahren in Neustadt an der Orla und in Bad Lobenstein erwischt worden. In diesen Fällen werde wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt. Bei dem 39-Jährigen in Neustadt an der Orla seien zudem einen Schlagring und Crystal aufgefunden worden, so dass er zusätzlich mit Anzeigen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und das Waffengesetz belegt worden sei.
Im Zusammenhang mit dem Jahreswechsel stehen im Saale-Orla-Kreis außerdem zwei versuchte gefährliche Körperverletzungen durch Böllerwurf und vier Fälle der Sachbeschädigung durch Feuerwerk. So seien unter anderem ein Müllkübel auf dem Spielplatz am Gallenberg in Bad Lobenstein und ein Briefkasten in Pößneck-Schlettwein mit Böllern gesprengt worden. Insgesamt drei Mülltonnenbrände in Bad Lobenstein, Schleiz und Wurzbach werden auf die unsachgemäße Entsorgung heißer Reste von Pyrotechnik zurückgeführt.
Für den Jahreswechsel bestätigt die Landespolizeiinspektion Saalfeld die erste Einschätzung vom Neujahrsmorgen, wonach es im Saale-Orla-Kreis aus polizeilicher Sicht einen „verhältnismäßig friedlichen“ Silvester gegeben habe.
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