Was der Anrufer im World Wide Web versprach, klang wohl verheißungsvoll und zauberte möglicherweise Dollarzeichen in die Augen. Vielleicht stand dort zu lesen: „Ihr Geld ist bei mir gut angelegt. Besser als anderswo.“ Jedenfalls brachte der Unbekannte einen 57-jährigen Mann aus dem Saale-Holzland-Kreis dazu, in regelmäßigen Abständen Geld auf ein Konto außerhalb Deutschlands zu überweisen. Erst als niemand mehr reagierte und wohl auch die Rendite ausblieb, beschlich den „Investor“ das Gefühl, dass hier möglicherweise etwas nicht stimmt. Doch da war der finanzielle Schaden bereits beträchtlich.
Auch interessant
Jetzt beschäftigt sich die Polizei mit der Angelegenheit und ermittelt wegen Betruges. Dass ein 57-Jähriger aus dem Saale-Holzland-Kreis im Januar Geld im Internet investieren wollte und dabei offenbar an einen Betrüger geriet, der sich als Finanzexperte ausgab, ist Inhalt einer Meldung der Landespolizeiinspektion (LPI) Jena vom 4. März. Der „Finanzexperte“ habe dafür gesorgt, dass sein Opfer über mindestens zwei Monate immer wieder Überweisungen auf ein Konto im Ausland ausführte. Über die Wochen summierten sich die Beträge auf etwa 100.000 Euro. Zu spät habe der 57-Jährige die betrügerische Absicht erkannt.
Weitere Polizeimeldungen aus Thüringen
Der kostenlose Blaulicht-Newsletter: Täglich die wichtigsten Meldungen automatisch ins Postfach bekommen. Jetzt anmelden.
„Früher klingelten Vertreter an der Haustür, um finanzielle Dienstleistungen anzubieten, heute geht das bedeutend einfacher. Vielleicht erinnerte sich der 57-Jährige an diese Zeit“, stellt eine Sprecherin der LPI Jena auf Anfrage Mutmaßungen an. Um welche Art Betrug es sich konkret handelt, vermochte sie bis dato nicht zu sagen. Nur soviel: „Der Geschädigte kann von Glück reden, dass er es relativ schnell bemerkt hat.“






