Die Gefahr besteht nicht nur im Netz, sie ist real: Am Montagfrüh gegen 8.20 Uhr wurden Freiwillige Feuerwehren aus Oberweißbach, Mellenbach-Glasbach und Melselbach-Schwarzmühle zu einem Vegetationsbrand zwischen Mellenbach und Lichtenhain alarmiert. „Es brannte eine Fläche von ca. 100 Quadratmetern und das Feuer drohte, sich über den Weg weiter auszubreiten. Durch das schnelle Eingreifen konnte die Ausbreitung gestoppt und das Feuer gelöscht werden“, berichtete die Meuselbacher Wehr im Anschluss. Auch die Polizei und die Sanitätsbereitschaft Unterweißbach waren vorsorglich alarmiert worden.

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Wie aus der Waldbrand-Gefahrenstufenkarte der ThüringenForst hervorgeht, galt auch Montagfrüh noch für Teile des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt die Waldbrandgefahrenstufe 4. Betroffen sind breite Areale nördlich von Saalfeld, Teile des Rudolstädter Stadtterritoriums und große Gebiete von Uhlstädt-Kirchhasel und insbesondere der Uhlstädter Heide. Ferner galt auch Waldbrandwarnstufe 4 im Bereich um Bad Blankenburg. Im Laufe des Vormittags wurde die Gefahrenlage für das gesamte Gebiet nördlich von Saalfeld auf die Warnstufe 3 herabgestuft.
Hoffnung auf Besserung verspricht der Blick zum Himmel. „Unter zunehmendem Tiefdruckeinfluss gestaltet sich das Wetter in den kommenden Tagen unbeständiger mit Schauern und Gewittern“, so die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes mit ihrer Voraussage für Thüringen. Dabei fließe kühlere Luft ein. Am Montag soll es wechselnd bewölkt sein, mit noch geringer Schauer- und Gewitterneigung. In der Nacht zum Dienstag ist gebietsweise schauerartiger Regen angekündigt.
Der Streifen zieht sich entlang der B 88
Deutlich erkennbar ist auf diese Karte der ThüringenForst, dass der nun ausgerufene Korridor mit der Stufe vier aus der Gesamtsituation des Freistaates Thüringen herausragt. Der Streifen beginnt östlich von Ilmenau und geht bis an die Kreisgrenze von Gera. Ferner ist von der Stufe 4 noch der Kreis Altenburg und ein Areal südöstlich von Meiningen um Heldburg betroffen.
Im Rest des Landes Thüringen gilt Waldbrandwarn-Stufe 3, mit Ausnahme der Kammlagen des Thüringer Waldes und des Westerwaldes ganz im nordwestlichen Landesteil, wo noch Stufe 2 gilt, also geringe Gefahr.
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Waldbrandwarn-Stufe 4 ist der zweithöchste Wert auf einer Skala von 1 bis 5. Er bedeutet sehr hohe Waldbrandgefahr. Laut dem Deutschen Wetterdienst können bereits kleinste Funken einen Waldbrand auslösen. Bei Stufe 4 gilt im Wald und in Waldnähe absolutes Rauchverbot. Offenes Feuer, Lagerfeuer und Grillen – auch auf ausgewiesenen Grillplätzen – sind im Wald und am Waldrand verboten.
Waldwege beim Spaziergang nicht verlassen
Ferner müssen Fahrzeuge so abgestellt werden, dass ihre heißen Auspuff-Systeme kein trockenes Gras entzünden können. Beim Spazieren im Wald dürfen die Waldwege nicht verlassen werden. Und auch wichtig: Selbst kleinste Feuer sofort melden, denn bei dieser Trockenheit kann aus einer kleinen Flamme schnell ein Inferno werden. Siehe Gösselsdorf.
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Nahe dieses Saalfelder Ortsteils war im Sommer vergangenen Jahres der größte Waldbrand im Land Thüringen in den zurückliegenden 30 Jahren ausgebrochen. Hunderte Feuerwehr-Kameraden und Helfer waren tagelang im Einsatz. Die Landes- und die Bundespolizei half mit Lösch-Hubschraubern, auch aus dem Nachbar-Freistaat Bayern kam dringend benötigte Hilfe. Das Löschen des Feuers von Gösselsdorf gilt heute als Beispiel für die hohe Leistungsfähigkeit einer solidarischen Gesamtgesellschaft.





