Der Seniorenbeirat der Stadt Leinefelde-Worbis hat eine erste Bilanz seiner Arbeit gezogen. Mit der Kommunalwahl endete die Berufungszeit des Beirates. Nun hat der neue Stadtrat Aufgabe, Bürger für einen neuen Seniorenbeirat zu berufen.

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Die ersten Mitglieder des scheidenden Seniorenbeirats wurden am 28. September 2020 berufen. „Wir hatten unsere erste Beratung allerdings erst im Juli 2021“, blickt der Vorsitzende Helmut Funke zurück. „Corona hat den Start zunächst ausgebremst.“

Im Beirat war von jedem Ortsteil ein Bürger integriert. „Damit wollten wir erreichen, dass in den Seniorenclubs oder -treffs der Ortsteile die Beiräte die Informationen aus unseren Beratungen weitergeben konnten. Unsere Themen im kommunalen Beirat waren hauptsächlich Informationen aus dem Rathaus, aus Presseberichten sowie Informationen von unseren Beiräten aus den einzelnen Ortsteilen“, so Funke.

Großes Feld an relevanten Themen

Umsetzen konnte der Seniorenbeirat so manche Informationsveranstaltung zu relevanten Themen wie beispielsweise Gesundheitsvorsorge, rechtliche Belange in Sachen Vorsorgevollmacht, Ordnung und Sicherheit, Klimaschutz oder Betreuungsrecht. Zu allen Beratungen gab es kompetente Referenten, die umfangreich berichteten. Auch die Landesgartenschau war ein Aspekt, dem sich der Seniorenbeirat widmete. Dabei haben sich Seniorinnen und Senioren mit ihrem Wissen aus der Geschichte über Leinefelde einbringen können, berichtet Helmut Funke.

Zu einigen Beratungen war auch Bürgermeister Christian Zwingmann (parteilos) anwesend. „Er hat uns über Themen aus den Ausschüssen, die unsere Zielgruppe betreffen, informiert. Auch die Ortsteilbürgermeister hatten wir eingeladen und konkret befragt, welche Aufgaben der Beirat in den Ortsteilen erledigen sollte“, erläutert Funke. So sei auf Betreiben des Beirates die Brücke über die Leine nahe der Leinequelle erneuert worden.

Für dieses Jahr ist ein Informationstag mit Akteuren der Stadt, des Landkreises, der Caritas, des Gesundheitsamtes und Vertretern von Pflegediensten geplant. „Die Umsetzung liegt in der Verantwortung der nachfolgenden Beiräte“, erklärt Helmut Funke.

Auch das Thema Finanzen beschäftigte den Seniorenbeirat. „Er hat jährlich eine finanzielle Unterstützung erhalten. Diese Mittel haben wir in Abstimmung mit den Ortsteilbürgermeistern für Sitzbänke und Waldschänken an Wanderwegen im Stadtgebiet bereitgestellt. In diesem Jahr beteiligt sich der Seniorenbeirat an der Finanzierung einer Windrose mit Hinweisplatten beim Dünkreuz von Birkungen.“

Doch nicht nur graue Bürokratie beschäftigte den Beirat, auch gemeinsame Ausflüge wurden unternommen. So besuchte man im März das Bergbaumuseum auf dem Gelände des ehemaligen Kaliwerks in Bischofferode.

Auch im Alter noch informiert bleiben

Ein Aspekt, der die ältere Generation immer mehr beschäftigt, ist die Digitalisierung. „Nicht jede Seniorin, jeder Senior ist mit der Computertechnik vertraut und will sich auch nicht unbedingt damit auseinandersetzen, so unsere Erfahrung. In den Medien wird immer wieder das Thema ,Vereinsamung im Alter´ aufgegriffen. In diesem Monat ist auch das Ehrenamtsgesetz in Thüringen verabschiedet worden. Im Gesetz sind finanzielle Mittel für Ehrenamtsaufgaben vorgesehen“, weiß Funke.

Der Seniorenbeirat werde an die Seniorenbeauftragte des Landkreises die Anfrage richten, inwieweit finanzielle Mittel für alleinstehende Seniorinnen und Senioren zur Finanzierung der Tageszeitung zur Verfügung gestellt werden können. „Gerade hier im Eichsfeld im ländlichen Raum ist die Tageszeitung eine Informationsquelle, ermöglicht eine Teilhabe“, ist sich der Vorsitzende des Beirates sicher.

Die Tageszeitung sei für Alleinstehende inzwischen allerdings ein Kostenfaktor. „Nach unseren Informationen wird die Zeitung bereits untereinander weiter gegeben. Das zeigt, das Interesse am gedruckten Medium Zeitung ist gegeben. Ob finanzielle Mittel aus dem Ehrenamtsfond für das Medium Zeitung zur Verfügung verwendet werden können, ist eine Frage, eine Prüfung wert. Das geben wir an den kommenden Seniorenbeirat weiter.“

Dem neuen Seniorenbeirat wünscht Helmut Funke viel Erfolg und gibt ihm noch einen Rat mit auf den Weg. „Der Beirat sollte auf der einen Seite der Kommune Empfehlungen, Hinweise, auch Unterstützung geben und demgegenüber die Belange der Seniorinnen und Senioren gegenüber den Parlamentariern vertreten.“

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red