Die Kirmes in Geisleden war in diesem Jahr eine besondere, denn genau ein Jahrhundert zuvor stand der Bau der Kirche im Ort kurz vor seiner Fertigstellung. Ihre feierliche Einweihung habe am 1. September 1924 stattgefunden, so steht es in der Ortschronik.
100 Jahre nach der Einweihung der Kirche feiert Geisleden Kirmes
Heute, 100 Jahre später, feierten die Mitglieder der Männer- und Burschengemeinschaft zusammen mit den Einwohnern ihres Dorfes sowie allen Gästen von nah und fern ihr Kirchweihfest an vier tollen Tagen. „Aufgrund von fehlenden Jungburschen legten sich auch in diesem Jahr wieder einige Mitglieder des Vereins die Kirmesschärpen um, die sie bereits vor 34 Jahren schon einmal trugen“, berichtet Melanie Janitzki.

Als Platzmeister fungierten Thomas Kaiser und Franko Kutzler. Gestartet wurde zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte mit dem Ausgraben der Kirmes auf dem Heidelberg. Unweit des dortigen Hagelkreuzes wurde durch die Platzmeister eine Flasche Enzian aus dem Erdreich geborgen.

Am Samstag ging es dann gemeinsam mit der Geisleder Blaskapelle auf Sponsoren-Rundgang durch den Ort. Am Abend wurde zum Tanz in den Saal des Gasthofes „Zur Linde“ eingeladen, während der Sonntag mit einem gemeinsamen Frühstück bei den Platzmeistern begann.

Anschließend begab sich die Kirmesgesellschaft zum Hochamt in die Kirche St. Cosmas und Damian. Pfarrer Ludger Dräger hielt die Predigt, in der er großen Wert auf das „Wie immer“ und die damit verbundene Tradition legte. Ihm und Bürgermeister Markus Janitzki (parteilos) spielten die Bläser nach der Messe ein Kirmesständchen.

Nach dem Frühschoppen am Sonntagvormittag öffnete am Nachmittag der Schützenverein seine Tore und gewährte einen Einblick in das Vereinsleben. Zum Tanz wurde erneut am Abend eingeladen. Am Montagmorgen gab es einen Gottesdienst für die Verstorbenen und Gefallenen der Gemeinde.

Im Anschluss zogen alle Anwesenden auf den Friedhof zum Totengedenken. Im Zuge dessen erfolgte die Kranzniederlegung durch den Platzmeister Thomas Kaiser und den Vereinsvorsitzenden Christian Hartung vor dem Kriegerdenkmal. Für die musikalische Umrahmung sorgte auch hier die Geisleder Blaskapelle.

Die letzte Veranstaltung des diesjährigen Kirchweihfestes war der große Frühschoppen mit „Thanas“ sowie das Schlachtessen im Gasthof „Zur Linde“. Den Ausklang fanden die Feierlichkeiten dann beim Grillen mit den Platzmeistern. „Der Vereinsvorsitzende Christian Hartung freute sich sehr über das gelungene und gut besuchte Kirmeswochenende“, erklärt Melanie Janitzki. „Er bedankt sich bei allen Helfern, die zum Gelingen der Kirmes in diesem Jahr beigetragen haben.“
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red


