Das Team vom Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal freut sich, die Veröffentlichung seines ersten eigenen Kinderbuchs „Gregor, die kleine Geburtshelferkröte“ bekannt zu geben. „Dieses liebevoll illustrierte Buch wurde in diesem Sommer vorgestellt und bietet jungen Leserinnen und Lesern viel Wissenswertes über die stark gefährdete Geburtshelferkröte“, heißt es aus Fürstenhagen.

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Das Buch entstand in enger Zusammenarbeit von Sibylle Wagner und Arne Willenberg aus der Naturparkverwaltung mit der Autorin Gudrun Opladen und der Illustratorin Lisa Apfelbacher.
Das Eichsfeld ist ein Refugium für die bedrohte Art
„Ich begrüße sehr die Entscheidung, ein Buch über die Geburtshelferkröte zu erstellen. Der Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal trägt eine besondere Verantwortung für den Schutz dieser Art. Geburtshelferkröten, die wissenschaftliche Bezeichnung lautet Alytes obstetricans, sind ausschließlich in West- und Südwesteuropa verbreitet“, erklärt Arne Willenberg, Mitarbeiter im Sachgebiet Arten- und Biotopschutz. „Der nördliche Bereich des Naturparks sowie das übrige Eichsfeld bilden die nordöstlich verlaufenden Arealgrenzen. Das Eichsfeld zählt zum Hauptverbreitungsgebiet der stark gefährdeten Art. Besondere Bedeutung kommt den Kalksteinbrüchen mit kleinen Gewässern zu, da dies ideale Lebensräume für die Geburtshelferkröten sind.“
Der Naturpark unterstütze aktiv Projekte zum Schutz der Geburtshelferkröte und deren Lebensräume. „Unbenutzte Steinbrüche sollen erhalten, Kleingewässer geschaffen und frei von Fischbesatz gehalten werden, um den Fortbestand dieser Art zu sichern“, zählt er auf.
Die Geschichte von Gregor, der kleinen Geburtshelferkröte, zeigt beim Lesen auf kindgerechte Weise die Besonderheiten dieser seltenen Art auf und enthält darüber hinaus viel Wissenswertes über die anderen Bewohner des Steinbruchs wie die Erdkröte oder den Sandlaufkäfer.
Daher kommt der Name „Geburtshelferkröte“
Die Geburtshelferkröte, auch als „Glockenfrosch“ bekannt, verdankt ihren Namen den Männchen, die nach der Paarung die Laichschnüre um die Fersengelenke tragen und die Brutpflege übernehmen. Dies und viele weitere interessante Fakten über das Leben und die Herausforderungen der Geburtshelferkröte werden in dem Buch spannend erzählt.

„Für mich war die Arbeit an ‚Gregor, die kleine Geburtshelferkröte‘, eine wunderbare Gelegenheit, mich neu in das Ökosystem Kalksteinbruch einzuarbeiten und dabei mit der Geburtshelferkröte eine Art kennenzulernen, die aufgrund ihrer spezialisierten Lebensweise ausgesprochen schutzbedürftig ist“, sagt Autorin Gudrun Opladen. „Besonders viel Freude hat es mir bereitet, neben ‚Gregor‘ auch viele andere bekannte und unbekannte Amphibien und Insekten in die Geschichte miteinzubinden. Es ist mir persönlich wichtig, zu zeigen, dass viele unserer heimischen Arten durch die Eingriffe des Menschen inzwischen massiv bedroht sind – die Klimaerwärmung spielt hierbei vor allem für Amphibien wie der Geburtshelferkröte eine immer ernstere Rolle“, so die Schriftstellerin, die bereits viel Erfahrung mit Publikationen für geschützte Arten in ganz Deutschland hat.
Das Buch „Gregor, die kleine Geburtshelferkröte“ ist vor Ort in der Naturparkverwaltung kostenfrei erhältlich und kann alternativ für 2,50 Euro direkt bei der Autorin Gudrun Opladen bestellt werden, ab drei Exemplaren sind sie versandkostenfrei. Interessierte werden auf der Website www.gudrun-opladen.de fündig.
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