Wer die Heiligenstädter Floriansjünger sieht, der dürfte jetzt einen zweiten Blick auf sie richten. Denn seit Kurzem tragen die Feuerwehrfrauen und -männer Einsatzkleidung, die sich farblich verändert hat. Die Farben seien jetzt heller, sagt Thomas Müller, der stellvertretende Wehrführer. Und er erklärt, dass die Abkehr von der dunkelblauen Einsatzkleidung mit der Erneuerung der persönlichen Schutzausrüstung einhergeht.

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Die Hosen und Jacken der Feuerwehrleute waren in die Jahre gekommen. Eine Neubeschaffung war daher unumgänglich. Und so stellten verschiedene Hersteller ihre Produkte der Heiligenstädter Wehr vor. „Die Wahl fiel schließlich auf das aktuelle Modell“, berichtet Thomas Müller. Statt modischer Aspekte habe allerdings der Schutz der Einsatzkräfte den Ausschlag für die Entscheidung gegeben, lässt er nicht unerwähnt.
Der Farbwechsel erhöht die Sichtbarkeit der Feuerwehrfrauen und -männer bei Einsätzen auf der Straße. Außerdem helfen die helleren Farbtöne dabei, Verschmutzungen schneller zu erkennen. Das, so Thomas Müller, diene dem Gesundheitsschutz der Feuerwehrleute. „Bei Bränden entstehen giftige Substanzen, die an der Einsatzkleidung haften
bleiben“, erklärt seinerseits Stadtbrandmeister Stefan Lenk.
Ein weiteres Detail der neuen Einsatzkleidung soll derweil zur Sicherheit der Einsatzkräfte beitragen. In den Hosen und Jacken sind Gurtschlaufen integriert. Damit können verunfallte Feuerwehrleute schnell aus dem Gefahrenbereich gebracht werden.
„Dank des Tragekomforts ist die neue Einsatzkleidung nicht nur für die Brandbekämpfung geeignet, sondern kann auch bei Verkehrsunfällen und anderen Einsätzen getragen werden“, so der stellvertretende Heiligenstädter Wehrführer.
Bereits fünfundzwanzig Frauen und Männer haben die neue Einsatzkleidung erhalten. Rund 22.000 Euro wandte die Stadt Heiligenstadt hierfür auf. 40 weitere Garnituren würden allerdings noch gebraucht, um auch die übrigen Feuerwehrleute entsprechend ausstatten zu können. „Das sorgt für ein einheitliches Erscheinungsbild“, meint Stadtbrandmeister Stefan Lenk. Mit der Beschaffung der noch fehlenden Einsatzkleidung soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Bei der Finanzierung greife die Stadt Heiligenstadt auf die Feuerwehrpauschale zurück, mit der der Freistaat Thüringen die Attraktivität des ehrenamtlichen Feuerwehrdienstes stärken möchte, erklärt Thomas Müller abschließend.
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red




