31 Jahre nach dem Ende der Grube Bischofferode und dem einzigartigen Arbeitskampf der einstigen Kumpel ist das Bergbau-Museum gegenüber vom ehemaligen Schacht noch immer ein wichtiger Anlaufpunkt und Erinnerungsort. „Menschen aus ganz Deutschland kommen in die vormalige Poliklinik des Kaliwerks, um sich über die Arbeit unter Tage, aber vor allem die letzten Tage des einstigen Werks zu informieren“, weiß Paul-Philipp Braun, der bei Südharz Kali für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

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Zahlreiche Exponate, vor allem Papier- und Fotomaterial, geben in dem Museum direkt am alten Bergwerkstandort einen Eindruck, wie der Einsatz gegen die Schließung der Grube im Jahr 1993 vonstattenging. „Ausstellungsstücke, die mit viel Liebe zum Detail gesammelt und aufbewahrt wurden und dennoch seit Jahren schon der Sonneneinstrahlung und den Temperaturschwankungen im Gebäude ausgesetzt waren“, erklärt Braun. Die Südharz Kali GmbH habe deshalb UV-Schutzfolien beschafft, und in einer gemeinsamen Aktion mit dem örtlichen Kaliverein „Thomas-Müntzer” wurden sie in der vorigen Woche angebracht.

UV-Schutz fuer Bergbaumuseum
Gerhard Jüttemann vom Bergbau-Verein fasste beim Folienkleben an den Fenstern tatkräftig mit zu. © Südharz Kali | Paul-Philipp Braun

Beratung im Vorfeld durch Thüringer Institution

Für Babette Winter, Geschäftsführerin von Südharz Kali, gehört dies zum regionalen Engagement des Unternehmens: „Auch wenn wir als derzeit noch kleines Unternehmen mit beschränkten Mitteln kein großes Sponsoring bieten können – die Bewahrung historischer Dokumente der Bergbauregion im Südharz ist wichtig. Als ehemalige Kulturstaatssekretärin weiß ich, wie herausfordernd gerade für ehrenamtlich getragene Museen diese historisch wichtige Aufgabe des Bewahrens von Papier, Fotos, Materialien ist.“ UV-Licht zerstöre nach und nach die Dokumente, weiß sie. „Die Schutzfolie auf den Fenstern stoppt diesen Prozess.“

Der Folienbeschaffung und dem anschließenden Arbeitseinsatz durch den Verein war ein Vor-Ort-Termin mit Juliane Stückrad von der Volkskundlichen Beratungs- und Dokumentationsstelle Thüringen vorausgegangen. Dabei hatte Stückrad neben der Digitalisierung der Ausstellungsstücke auch Schutzmaßnahmen gegen Sonneneinstrahlung als Sicherungsmethoden vorgeschlagen. Südharz Kali hat seit Dezember 2022 sein Eichsfeld-Büro im Erdgeschoss des Kali-Museums Bischofferode beziehungsweise Holungen. Man sei dem Verein und seiner Arbeit freundschaftlich verbunden.

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