In der Stadt Leinefelde-Worbis stehen in der kommenden Schnitt- und Fällperiode, also vom 1. Oktober bis zum 28. Februar 2025, umfangreiche Pflegemaßnahmen an, bei denen mehrere Bäume im Stadtgebiet gefällt oder zurückgeschnitten werden müssen, teilt René Weißbach, Pressesprecher der Stadt mit. Diese Maßnahmen sind laut Stadt notwendig, um die Sicherheit im öffentlichen Raum zu gewährleisten und den Baumbestand zu erhalten.

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Laut Mathias Walz, Sachbearbeiter für Baumpflege im städtischen Bauamt, wurden im Rahmen der Erstellung eines Baumkatasters in Leinefelde-Worbis insgesamt 1600 Bäume erfasst und von Sachverständigen begutachtet. Bei dieser Ersterfassung stellten die Experten fest, dass etwa 50 Bäume so stark geschädigt sind, dass sie als sogenannte Fällbäume eingestuft werden mussten. „Die betroffenen Bäume weisen zum Teil gravierende Schäden wie Pilzbefall, Stamm- und Wurzelfäule sowie absterbende Kronenteile auf, die eine akute Gefahr darstellen“, erklärt Mathias Walz.

Kranke Bäume in Leinefelde-Worbis
Im Leinefelder Lunapark bleibt ein abgestorbener Baum als sogenannter Habitatbaum stehen.© Stadt Leinefelde-Worbis | René Weißbach

Gefahrenbeseitigung und biologische Vielfalt im Einklang

Neben den Fällungen sind in den kommenden fünf Monaten rund 500 weitere Pflegemaßnahmen im gesamten Stadtgebiet geplant, berichtet René Weißbach. Diese umfassen die Entnahme von Totholz, die Pflege des Lichtraumprofils sowie die Entfernung von Stamm- und Stockaustrieben. Außerdem werden Erziehungsschnitte an Jungbäumen durchgeführt und Kronensicherungen angebracht, um die Vitalität und Stabilität des Baumbestandes zu fördern, heißt es weiter. Vorrangig werden diese Maßnahmen laut Walz auf Spielplätzen und Friedhöfen durchgeführt.

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Eine weitere wichtige Maßnahme ist die Pflege sogenannter Habitatbäume. Diese Bäume, die nach dem Absterben durch ihre besonderen Strukturen wie Höhlen, abgestorbene Äste oder Rindenspalten vielen Tierarten Lebensraum bieten und damit eine wichtige ökologische Funktion erfüllen, werden besonders schonend behandelt. Gerade in urbanen oder intensiv genutzten Gebieten spielen diese Gehölze eine entscheidende Rolle für die Biodiversität, erklärt die Stadt Leinefelde-Worbis.

Kranke Bäume in Leinefelde-Worbis
Im Leinefelder Lunapark ist ein Baum durch Brandschäden nicht mehr zu retten.© Stadt Leinefelde-Worbis | René Weißbach

„Gemäß der Baumschutzsatzung der Stadt Leinefelde-Worbis ist für jeden gefällten Baum eine Ersatzpflanzung vorgesehen. Diese Ersatzpflanzungen erfolgen nach Möglichkeit direkt in den jeweiligen Ortsteilen, um das ökologische Gleichgewicht im Stadtgebiet zu erhalten. Die geplanten Maßnahmen sind entscheidend, um die langfristige Gesundheit und Sicherheit der Bäume in Leinefelde-Worbis zu gewährleisten“, erklärt Mathias Walz abschließend.

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red