Es war ein Tag im März vergangenen Jahres, der das Leben der Familie Wolf aus Uder, vor allem aber das ihrer Tochter Celine, auf den Kopf stellte. „Celine war bei uns zu Besuch. Wir wollten wandern gehen“, erinnert sich ihre Mutter Ute. Doch schon nach wenigen Metern sei ihre Tochter erschöpft und völlig außer Atem gewesen. „Da merkten wir schon, dass etwas nicht stimmte“, sagt Ute Wolf.

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Die heute 26-jährige Celine Wolf arbeitet zu diesem Zeitpunkt in Kassel als Chemielaborantin, hat gerade ihre neue Wohnung bezogen. Kurz nach ihrem Besuch erreicht die Eltern ein Anruf ihrer Tochter. Sie hat Leukämie, liegt bereits in einem Krankenhaus in Kassel und bekommt ihre erste Chemotherapie. „Das war der totale Hammer für uns alle, der absolute Horror“, blickt Ute Wolf zurück.
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Da es schon sehr spät ist, fahren sie und ihr Mann René erst am nächsten Tag nach Kassel. „Celine war guter Dinge. Die Chemo hatte sie offenbar gut verkraftet“, so die Mutter. Doch als das Paar kurz darauf wieder ins Krankenhaus kommt, findet es das Zimmer ihrer Tochter leer vor. „Celine hatte gleich mehrere Schlaganfälle erlitten“, sagt ihr Vater. „Durch die Chemo hatten sich die Adern in ihrem Gehirn verkrampft. Sie war zunächst vollkommen gelähmt.“
Die Wolfs dürfen nicht zu ihrer Tochter, die Ärzte schicken das schockierte Paar nach Hause. „Ich weiß nicht mehr, wie wir von Kassel zurückgekommen sind“, sagt die Mutter. Eine halbseitige Lähmung bleibt zunächst bei Celine Wolf zurück. Doch die junge Frau kämpft sich mit Therapie und Reha zurück ins Leben. „Das zog sich über ein Jahr lang hin“, berichtet Vater René Wolf.
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Eichsfelder Leukämiepatientin: Eine Stammzellen-Therapie ist die letzte Hoffnung
Von Mitte August bis Mitte September dieses Jahres soll die gebürtige Eichsfelderin wieder ins Arbeitsleben integriert werden. Doch der nächste Nackenschlag kommt unmittelbar, nachdem sie ihre Tätigkeit wieder aufgenommen hat. „Sie hatte drei Tage gearbeitet, als sie den Anruf von der Ärztin bekam. Ihre Blutwerte hatten sich wieder verschlechtert“, erzählt Ute Wolf. In Kassel kann man nichts mehr für die junge Frau tun, sie wird an die Göttinger Uniklinik für eine Stammzellen-Therapie verwiesen.

Jetzt ist die Familie auf der Suche nach einem passenden Stammzellspender. Die komplette Verwandtschaft hat sich bereits bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registriert, in den sozialen Medien wird um Hilfe gebeten. Auch Kontakte ins Ausland wurden bereits geknüpft. „Celine liebt Online-Spiele und hat darüber Freunde in einigen europäischen Ländern gewonnen. Sie helfen ebenfalls“, sagt René Wolf.
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Die Eltern appellieren vor allem an junge Menschen, sich bei der DKMS registrieren und typisieren zu lassen. „Vielen jungen Leuten ist es nicht bewusst, dass es auch sie treffen kann. Celine war bis zur Diagnose auch kerngesund. Sie raucht nicht, trinkt nicht, ernährt sich gesund. Wir können es nicht verstehen“, sagen die Eltern. Dennoch dürfe man die Hoffnung nicht aufgeben, betont Celines Vater.
Nun soll so schnell wie möglich eine Typisierungsaktion auf die Beine gestellt werden. Wer bereits vorher helfen möchte, kann sich unter www.dkms.de/aktiv-werden/online-aktionen/hilf-celine registrieren und kostenlos ein Set zur Typisierung bestellen.
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