Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Eichsfeld ist im Oktober, verglichen mit dem Vorjahresmonat, um 6,6 Prozent gestiegen. Insgesamt waren 2437 Männer und Frauen bei der Bundesagentur für Arbeit in Nordhausen arbeitslos gemeldet.

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Die Entwicklung sei der aktuellen Konjunktur geschuldet, so Karsten Froböse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Thüringen Nord. Vor allem im Bau- und im verarbeitenden Gewerbe habe es in Nordthüringen einen Rückgang gegeben.

„Im Eichsfeld ist die Situation sogar noch verschärfter, hier ist der Beschäftigungsrückgang stärker“, so Froböse. Hier gebe es vergleichsweise viele Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, vor allem Automobilzulieferer. „Da sind einige Entwicklungen, auf die man gesetzt hatte, nicht aufgegangen“, sagt er mit Bezug auf die Elektromobilität. „Die Firmen haben sich darauf eingestellt, aber die Nachfrage ist seit dem vergangenen Jahr nicht mehr so wie sie vorher war. Und das spüren wir.“

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Auch im Baugewerbe, das stark im Eichsfeld vertreten ist, gab es einen Rückgang der Beschäftigungszahlen. „Im Baubereich haben wir hier im Bundesvergleich doppelt so viel Beschäftigte wie im Bundesschnitt“, erklärt der Agenturchef. Da mache sich die Krise besonders spürbar. „Die Gesamtwetterlage ist nicht positiv.“

Dennoch sei im Eichsfeld die Arbeitslosenquote mit 4,3 Prozent weiterhin niedrig, erklärt Froböse im Hinblick auf die Landkreise Nordhausen (8,2 Prozent), Kyffhäuser (8,1 Prozent) und Unstrut-Hainich (7,1 Prozent).

Trotz gestiegener Arbeitslosenzahlen gibt es weiter Bedarf an Fachkräften. „Dies hat zum Teil mit Branchen, zum Teil mit Unternehmen zu tun. Die Bereiche Pflege und Gesundheit sind von der Konjunktur nicht betroffen. Dort wird weiter gesucht“, erläutert Froböse.

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red/dw