Besuch von einem Minister, der noch dazu einen Bewilligungsbescheid über 900.000 Euro dabei hatte, bekam am Montagnachmittag das Grenzlandmuseum in Teistungen. Der Grund: Die Gebäude sollen in den kommenden Monaten auf erneuerbare Energien umgestellt werden.

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Umweltminister Bernhard Stengele (Grüne) überreichte den Bescheid an den Vorsitzenden des gemeinnützigen Trägervereins Horst Dornieden und seinem Stellvertreter, Wolfgang Nolte. Beide freuen sich sehr, denn das Energieministerium übernimmt die Gesamtkosten für die Umstellung. „Als Projektpartner werden die Eichsfeldwerke mit innovativen Technologien ein besonders nachhaltiges Energiekonzept umsetzen“, sagt die Geschäftsführerin des Grenzlandmuseums, Mira Keune.

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Sole-Wasser-Wärmepumpen sollen nun eingesetzt werden

Die bisherige erdgasbasierte Versorgung der Bildungsstätte, des Grenzlandmuseums sowie des historischen Mühlenturms ist technisch veraltet und wartungsintensiv geworden. Für die zukünftige Beheizung der Gebäude sollen nun Sole-Wasser-Wärmepumpen eingesetzt werden.

Als deren Energieentzugsquelle wird laut Mira Keune jeweils ein separates Kollektorfeld zur Nutzung der oberflächennahen Erdwärme dienen. Hierbei komme erstmals auch ein innovatives Absorbersystem zum Einsatz, das es ermöglicht, die benötigte Grundstücksfläche auf ein Siebtel gegenüber einem herkömmlichen Erdkollektorsystem zu reduzieren.

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Auf dem Dach der Bildungsstätte ist auf einer Fläche von 280 Quadratmetern die Installation einer Photovoltaikanlage mit 143 Modulen geplant. Mit ihnen lassen sich pro Jahr rund 60.000 Kilowattstunden Strom erzeugen.

Eine zweite Anlage mit 100 Modulen soll gemeinsam mit einem Stromspeicher dafür sorgen, dass etwa 40 Prozent des benötigten Stroms für die Wärmeerzeugung direkt aus der PV-Anlage geliefert wird. „Insgesamt können nach der Umsetzung des geplanten Energiekonzeptes jährlich etwa 100 Tonnen CO2 gegenüber der alten Versorgungsstruktur eingespart werden“, erklärt Mira Keune.

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„Wärme durch erneuerbare Energie braucht Beispiele, die vielen Menschen zeigt, wie gut, kostengünstig und praktikabel sie funktionieren kann. Mit dem Grenzlandmuseum ist ein wichtiger Erinnerungsort am Grünen Band auch ein Modellprojekt für die Energiewende. Grundsätzlich brauchen Vereine und ehrenamtliche Strukturen Unterstützung, denn häufig fehlen strukturell die Eigenmittel für andere bestehende Förderprogramme“, meint seinerseits der Minister.

Künftig soll das Thema erneuerbare Energie auch in das Bildungskonzept des Hauses eingebunden werden, beispielsweise bei Workshops. Horst Dornieden sieht in der Umstellung seinerseits einen wichtigen Schritt, um das Museum zukunftsfähig zu machen.

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Dirk Nehrkorn, Geschäftsführer der EW Eichsfeldgas, sprach am Montagnachmittag von einem Projekt mit Vorzeigecharakter. Die energetische Sanierung des Grenzlandmuseums Eichsfeld zeige, wie eine moderne Energieversorgung auch bei einer älteren Gebäudestruktur aussehen könne.

Das Projekt Grenzlandmuseum gehört zu einer Reihe mehrerer Pilotprojekte zur Transformation von Energieträgern und der Erhöhung der Energieeffizienz insbesondere in bestehenden Gebäuden.

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