Bläserklassen auf Grundschultour durch den Landkreis Eichsfeld

Barbara Hilpert über eine ungewöhnliche Tour durch den Landkreis Eichsfeld: In der zweiten Schulwoche des neuen Jahres machten die Bläserklassen 5b und 6b eine spannende Grundschultour und besuchten die Grundschulen in Pfaffschwende, Geismar, Diedorf, Effelder und Lengenfeld/Stein. Ziel der Tour war es, das Konzept der Bläserklasse vorzustellen und die Grundschüler so für die Musik zu begeistern.

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Nach einem halben Jahr beziehungsweise anderthalb Jahren Musikunterricht präsentierten die Schüler stolz ihr Können und erklärten den Grundschülern den Ablauf der Bläserklasse. Sie berichteten, wie der Instrumentalunterricht mit Lehrern der Kreismusikschule Mühlhausen durchgeführt wird, bei dem die Kinder ein Blasinstrument ihrer Wahl erlernen können. Zu Beginn der Bläserklasse haben die Schüler die Möglichkeit, alle Instrumente in einem Instrumentenkarussell auszuprobieren und herauszufinden, welches Instrument am besten zu ihnen passt.

Ein weiterer wichtiger Punkt, den die Schüler erläuterten, war der Orchesterunterricht im Klassenverband, bei dem alle Schüler der Bläserklasse gemeinsam musizieren. Dies fördert nicht nur die musikalische Entwicklung, sondern stärkt auch die Klassengemeinschaft. Besonders betont wurden auch die vielen Auftritte, die die Schüler im Verlauf der Bläserklasse erleben dürfen – ein Highlight, das den Spaß an der Musik fördert.

Der Höhepunkt war ein gemeinsames musikalisches Erlebnis. Alle Grundschüler musizierten zusammen mit der Bläserklasse, indem sie Schlagzeugrhythmen in Form einer Bodypercussion spielten. Die Kinder hatten viel Spaß dabei, Rhythmen durch Klatschen und Stampfen zu erzeugen und erlebten so die Musik auf eine ganz neue Weise.

Die Grundschultour war ein voller Erfolg und weckte bei den jungen Schülern großes Interesse an der Bläserklasse. Sie bot einen einzigartigen Einblick in das Musizieren und zeigte, wie viel Freude und Gemeinschaft das Erlernen eines Instruments und das gemeinsame Musizieren bringen können.

Die Anmeldewoche für die neuen Fünftklässler ist vom 3. bis 8. März. Wir freuen uns, wenn auch im kommenden Schuljahr wieder viele interessierte Schüler die Möglichkeit nutzen, eine neue Bläserklasse zu bilden.

Barbara Hilpert, Käthe-Kollwitz-Gymnasium Lengenfeld unterm Stein

Ausflug nach Oberhof
Durch die Audiodeskription können Blinde und Sehbehinderte den Biathlon-Weltcup in Oberhof hautnah verfolgen.© Blinden- und Sehbehindertenverband Thüringen | Silke Senge

Ein besonderes Angebot beim Biathlon-Weltcup in Oberhof

Silke Senge über einen besonderen Ausflug nach Oberhof: Jedes Jahr Anfang Januar macht ein ganz besonderes Sportereignis Station am Oberhofer Grenzadler. Den Biathlon-Weltcup, der immer wieder Tausende Menschen aus dem In- und Ausland in den Thüringer Wald lockt, lassen sich auch blinde und sehbehinderte Fans nicht entgehen.

Zu ihnen gehört Ralf Lindemann aus Heilbad Heiligenstadt. Er ist seit Geburt sehbehindert, kann das Wettkampfgeschehen in der Arena und die Anzeigen auf den großen Videoleinwänden leider nicht erkennen. Dass er trotzdem gern nach Oberhof kommt, hat einen guten Grund. Seit 2011 wird dort ein ganz besonderer Service in der Arena in Oberhof angeboten – die Audiodeskription. Eine spezielle Beschreibung für Blinde und Sehbehinderte, die er über eine App mit Kopfhörer im Stadion verfolgen kann.

Holger Meier aus Niedersachsen spricht den Live-Kommentar, informiert über das, was blinde und sehbehinderte Menschen nicht sehen können. „Ob beim Sprint, dem Massenstart oder den Staffelrennen – Holger Meier bereitet sich akribisch vor und kommentiert das Geschehen mit Kompetenz, Leidenschaft und viel Herzblut“, so Lindemann. Dank Meier kann Lindemann hören, was andere sehen. Für ihn eine gelungene Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Mit Spannung verfolgte Lindemann den Live-Kommentar beim Sprint der Männer und beim Sprint der Frauen. Er erlebte spannende Wettkämpfe, aber leider verpassten die deutschen Sportlerinnen und Sportler den Sprung aufs Treppchen. Lindemann freut es, dass neben Oberhof jetzt auch die Audiodeskription in Ruhpolding angeboten wurde und eine sehr gute Nachfrage erfahren hat.

Und im nächsten Jahr, vom 7. bis 11. Januar 2026, wird Ralf Lindemann wieder in Oberhof sein, um die weltbesten Wintersportler anzufeuern und die Audiodeskription zu nutzen.

Silke Senge, Leiterin der überregionalen Beratungsstelle Heilbad Heiligenstadt des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Thüringen

Ausflug zur KZ Gedenkstätte Buchenwald
An einem Modell wurde den Schülern aus Dingelstädt gezeigt, wie groß das Lager einmal war.© Regelschule „Johann Wolf“ Dingelstädt | Sarah Nachtwey

Zehntklässler besuchen die KZ-Gedenkstätte Buchenwald

Sarah Nachtwey schreibt über einen Ausflug der Zehntklässler zur KZ-Gedenkstätte Buchenwald: Am Donnerstag, 16. Januar, besuchte die Klasse 10b der Regelschule „Johann Wolf“ in Dingelstädt mit zwei Lehrerinnen die Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar. Zuvor hat die Klasse schon die Gedenkstätte in Mittelbau-Dora bei Nordhausen besucht. Umso interessanter war es für die Schülerinnen und Schüler, gleich zwei Gedenkstätten innerhalb eines Jahres besuchen zu dürfen.

Als wir angekommen sind, herrschten eisige Temperaturen und es war sehr nebelig. Das Wetter änderte sich an diesem Tag nicht mehr. Wir froren alle sehr und können uns kaum vorstellen, wie es für die Häftlinge damals gewesen sein muss, mit den gestreiften dünnen Leinenanzügen, abgemagert bis auf die Knochen und übersät von Krankheiten, dort zu leben.

Bei der Führung erzählte man uns, dass für viele Häftlinge, insbesondere bei denen, die im Steinbruch arbeiteten, die Überlebenschancen gerade einmal zwei Wochen betrugen. Diese unmenschlichen Arbeitsbedingungen wurden von den schlimmen Lebensbedingungen eingeholt. Dünner Kaffee, wässrige Suppe und wenig Brot sollten die Häftlinge als Nahrung zugeteilt bekommen. Hinzu kommt die schwere körperliche Arbeit, das Behandeln als Untermenschen sowie die schlimmen hygienischen Verhältnisse mit der Ausbreitung von Seuchen und Krankheiten wie Typhus.

Die zynische Inschrift auf dem Tor des Lagers „Jedem das Seine“ war spiegelverkehrt angebracht. Die inhaftierten Häftlinge, aus über 50 Ländern, sollten die Inschrift so verstehen, dass sie selbst für dieses Schicksal verantwortlich gewesen sind. In dieser schlimmen Zeit gab es allein im KZ Buchenwald 56.000 Tote, die unter Hunger, Krankheit oder bei Fluchtversuchen starben. Sie sind in den Öfen des Krematoriums verbrannt worden.

Wir haben bei der Führung sehr viele Informationen zum Lager und den Häftlingen erhalten. Bei den kalten Temperaturen an diesem Tag haben wir uns sehr gefreut, als wir dann endlich wieder im warmen Bus gesessen haben. Die Inhaftierten konnten das damals nicht. Sie mussten durchhalten. Unvorstellbar! Wir wünschen uns, dass es nie wieder so viel Leid für Menschen auf dieser Welt gibt. Es ist jeder individuell und besitzt Stärken und Schwächen. Das ist auch gut so, denn was wäre es für eine Welt, in der alle gleich sind und für die Dinge bestraft werden, die eine menschenfeindliche Ideologie widerspiegeln?

Sarah Nachtwey, Deutschlehrerin der 10b an der Regelschule Johann Wolf Dingelstädt

Leibniz-Gymnasium Leinefelde beteiligt seit diesem Schuljahr am Wettbewerb „Jugend debattiert“
Luzia Fiedler und Alexander Salzmann debattierten im Rahmen des Schulwettbewerbes mit anderen Schülern am Leibniz-Gymnasium Leinefelde.© Leibniz-Gymnasium Leinefelde | Kerstin Wünsche

Zwei Schülerinnen qualifizieren sich beim Schulwettbewerb am Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gymnasium Leinefelde

Kerstin Wünsche berichtet über eine Aktion am Leinefelder Gymnasium: „‘Jugend debattiert‘ hat uns neue Perspektiven eröffnet: Im Unterricht wie in der Diskussion mit anderen können wir jetzt unsere Position überzeugender vertreten“, meinen Luzia Fiedler und Ingrid Osburg aus der 10. Klasse. Die 16-jährigen Schülerinnen des Leibniz-Gymnasiums in Leinefelde überzeugten beim Finale im Schulwettbewerb von „Jugend debattiert“ der Klassen 10. bis 12. Klassen.

Mit überzeugenden Argumenten erörterten sie im Halbfinale die Frage „Sollen Zoos in Deutschland verboten werden?“ Im Finale setzten sie sich mit ihren Argumenten zur Frage „Soll die Bewertung von Gruppenleistungen gegenüber Einzelleistungen in der Schule höheres Gewicht bekommen?“ durch. Bereits im Unterricht werden die Schülerinnen und Schüler auf den Wettbewerb vorbereitet: Sie lernen, ein Thema umfassend zu recherchieren und tragfähige Argumente zu identifizieren.

In den Debatten verbessern sie ihre Ausdrucks- und Gesprächsfähigkeit und stärken ihre Sachkenntnis und Überzeugungskraft. Im Wettbewerb gilt es dann, die neu erworbenen Kompetenzen in einem fairen Schlagabtausch zu erproben. „‘Jugend debattiert‘ ist ein hervorragendes Programm, durch das junge Menschen die demokratische Debatte erleben und so ein tieferes Verständnis einer fairen, öffentlichen Auseinandersetzung gewinnen. Es ist schön zu sehen, wie Schülerinnen und Schüler durch ‚Jugend debattiert‘ Selbstbewusstsein gewinnen. Sie können sich besser ausdrücken und lernen, frei vor anderen zu sprechen“, so Katharina Böning-Heinrichs, eine der Schulkoordinatorinnen im Regionalverbund Nord. Luzia Fiedler und Ingrid Osburg vertraten am 30. Januar das Leibniz-Gymnasium Leinefelde beim Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“ am Humboldt-Gymnasium in Nordhausen.

Kerstin Wünsche, Schulleiterin Leibniz-Gymnasium Leinefelde, Schulkoordinatorin „Jugend debattiert“

Weihnachtszauber
Alljährlich findet in der Regelschule Worbis der Weihnachtszauber statt.© Regelschule Worbis | Sandra Eberhardt-Hunold

Weihnachtszauber an der Regelschule Worbis

Sandra Eberhardt-Hunold berichtet über verschiedene Aktionen zum Ende des vergangenen Jahres: „Begegnung, Vielfalt, Gemeinschaft – Weihnachtszauber an der Regelschule Worbis“, dieses Motto begleitete die Schülerinnen und Schüler, viele Eltern und das Kollegium sowie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Staatlichen Regelschule Worbis in der letzten Woche vor den Weihnachtsferien.

Die vorweihnachtliche Stimmung wurde am Montag mit dem alljährlichen Weihnachtsturnier in der Ohmberghalle eingeläutet. Schon zu Beginn war die Atmosphäre von Energie und Vorfreude geprägt, als die Schülerinnen und Schüler in verschiedene Disziplinen starteten und am Ende alle Klassen mit Urkunden geehrt wurden.

Von Dienstag bis Donnerstag fanden verschiedenen Workshops zur Vorbereitung auf den Weihnachtsmarkt am Freitag statt. Im gesamten Schulgebäude duftete es nach selbst gebackenen Plätzchen, Crêpes und Waffeln. Natürlich durfte an allen Tagen gekostet werden. In den zahlreichen anderen Angeboten wurden kleine Geschenke wie ein Erkältungsbalsam, Wichtelboxen und Sterne, schokolierte Früchte und Trinkschokolade sowie gesägte Kleinigkeiten aus Holz hergestellt. Dank des Bundesprogramms „Demokratie Leben! e.V.“ konnten die Workshops mit Materialien und Zutaten ausgestattet werden und in gemeinsamen und vielfältigen Begegnungen ein weihnachtlicher Zauber entstehen.

All diese weihnachtlichen Kostbarkeiten wurden in Holzbüdchen ausgestellt und konnten auf dem Weihnachtsmarkt bestaunt werden. Eines dieser Büdchen wurde während der Projekttage von den Schülerinnen und Schülern geplant und mit tatkräftiger Unterstützung der Werkenlehrkräfte eigenhändig aufgebaut und eingerichtet. Das Unternehmen McGregors aus Kirchworbis stellte hierfür das Material zur Verfügung und unterstützte die Regelschule bei ihrem Vorhaben.

Und am Freitag ist es schließlich soweit. Es duftet nach Bratwurst und Glühwein, Feuer lodert und knistert in der Mitte des Schulhofs der Regelschule. Es leuchtet und funkelt an den Holzbüdchen, Holzsternen und Bäumen – eine weihnachtliche Kulisse bietet sich den Besucherinnen und Besuchern. Neben dem schuleigenen Chor werden ukrainische Spezialitäten wie Pelmeni und Borschtsch angeboten. Schüler und Eltern stehen in Büdchen und präsentieren ihre Workshopergebnisse mit Stolz. Ein Rätselpavillon von „Demokratie leben! e.V.“ lädt Jung und Alt zum Tüfteln ein. Neben dem Eingang steht eine selbst gebaute drei Meter hohe Holztanne, an der Kinder ihre Wünsche für die Schule ausfüllen und aufhängen können.

Eine besondere Atmosphäre schafften die Blechbläser von Holger Strüber mit weihnachtlichen Klängen auf dem gesamten Schulhof. Die offene Schultür weckt so manche Neugier bei jung und alt. Neben einem kleinen Weihnachtsparcours in der Turnhalle, einer Spielstraße und einem Rätselraum erhalten Besucherinnen und Besucher im Foyer durch ein spannendes Video einen Einblick in die Projektwoche und auch die selbst gedrehten Stop-Motion-Filme können bestaunt werden

Neben fröhlichen Gesprächen vernimmt man anerkennende Worte der Besucherinnen und Besucher für die Schülerschaft und das Mitarbeiterteam der Schule. „Das ist für mein Schulteam die größte Anerkennung“, sagt Schulleiterin Sandra Eberhardt-Hunold. „Ohne die Verlässlichkeit, die Bereitschaft für zusätzliches Engagement für die Schule, wäre ein solches Projekt nicht möglich gewesen. Und dazu zählen alle an der Schule Mitwirkende, nicht nur das Kollegium. Ein grundlegender Gemeinschaftsgedanke ist für eine Schulgemeinschaft, aber auch für unsere Gesellschaft von Bedeutung. Das versuchen wir zu vermitteln und vorzuleben.“

Der Weihnachtszauber war in dieser Woche rund um die Regelschule Worbis deutlich zu spüren. Die kreative Planung sowie die tatkräftige Mithilfe und Begeisterung der gesamten Schulgemeinschaft haben diesen Abend einzigartig gemacht.

Sandra Eberhardt-Hunold, Schulleiterin der Regelschule Worbis

Spende für Jugendfeuerwehr
Denise König (links, proWIN-Beraterin), die stellvertretende Vorsitzende des Feuerwehrvereins Annegret König, Jugendwart, Vereinsvorsitzender Lukas Kellner und Nicole Groß (proWIN-Beraterin) mit den Jugendfeuerwehr-Mitgliedern Louisa Kellner, Tayler Herz und Lea Kellner bei der Spendenübergabe.© Feuerwehrverein Ershausen | Marcus Herz

Jugendfeuerwehr Ershausen bedankt sich für Spendenaktion

Eine Spende hat jungen Leuten ein ganz besonderes Erlebnis beschert, an das sie noch lange zurückdenken: Der Feuerwehrverein Ershausen bedankt sich herzlich bei Nicole Groß und Denise König, die mit viel Engagement und Herzblut eine Spendenaktion zugunsten unserer Jugendfeuerwehr organisiert haben. Als selbstständige Beraterinnen für proWIN – ein deutscher Direktvertrieb für Produkte aus der Symbiontischen Reinigung, New Wellness und Tierbedarf – haben sie diese erfolgreiche Initiative ins Leben gerufen, welche es unserer Jugendfeuerwehr ermöglicht, im Frühjahr eine aufregende Fahrt zur Flughafenfeuerwehr nach Leipzig zu machen.

Die Jugendfeuerwehr spielt eine entscheidende Rolle in unserer Gemeinde, indem sie jungen Menschen nicht nur die Grundlagen des Feuerwehrwesens beibringt, sondern auch Teamgeist, Verantwortung und Solidarität fördert. Dank der großzügigen Unterstützung der beiden proWIN-Beraterinnen sowie den Teilnehmern der Spendenaktion können wir unseren Kindern und Jugendlichen ein unvergessliches Erlebnis bieten.

Wir sind stolz auf die Gemeinschaft und den Zusammenhalt, der durch solche Aktionen gefördert wird. Diese Fahrt zur Flughafenfeuerwehr Leipzig wird nicht nur eine wertvolle Lernerfahrung sein, sondern auch die Motivation und den Zusammenhalt innerhalb der Jugendfeuerwehr stärken.

Ein großes Dankeschön an alle, die gespendet haben und an Nicole Groß und Denise König für die großartige Organisation. Gemeinsam können wir viel bewegen!

Denise König, Ershausen, im Namen des Feuerwehrvereines

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