In Nesselröden, einem Ortsteil der Stadt Duderstadt und Nachbarort von Böseckendorf im Landkreis Eichsfeld, ist ein verendeter Feldhase aufgefunden worden, bei dem das niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sowohl Tularämie, besser bekannt als „Hasenpest“, als auch Myxomatose, eine vorwiegend beim Haus- und Wildkaninchen vorkommende Viruserkrankung, festgestellt hat.

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Im Landkreis Eichsfeld gab es bisher keine Mitteilungen zu toten oder auffälligen Hasen, teilt Veterinäramt auf Nachfrage mit. Anlässlich des aktuellen Falles werden die Bürgerinnen und Bürger Landkreises gebeten, Funde beim Veterinäramt unter der Telefonnummer 03606/6503901 oder dem zuständigen Jäger des Reviers zu melden.
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Aufgrund der Übertragbarkeit der Krankheit auf den Menschen beziehungsweise auch auf Hunde sollte der direkte Kontakt zu Wildtierkadavern auf jeden Fall vermieden werden, so das Veterinäramt des Landkreises Eichsfeld. Da sie Krankheitserreger im Fell oder Maul weitertragen können.
Beim Auffinden toter Tiere ist es wichtig, deren genaue Lage zu erfassen, um ein späteres Wieder-Auffinden durch das Veterinäramt zu ermöglichen. Am besten dafür geeignet ist die Mitteilung von Geo-Koordinaten zum Beispiel über Google-Maps per Handy. Für Personen, die beruflich oder regelmäßig mit Wildtieren in Kontakt kommen, wird das Tragen von Schutzhandschuhen und Atemmasken empfohlen.
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Veterinäramt empfiehtl Imfung der Hauskaninchen
Kaninchenhaltern wird grundsätzlich empfohlen, ihre Tiere gegen Myxomatose und RHD(2) impfen zu lassen, heißt es aus dem Veterinäramt. Eine Impfung gegen Tularämie gibt es nicht, die Erkrankung sei grundsätzlich auch relativ selten. Allgemeine Hygienemaßnahmen inklusive Parasitenkontrolle und Schadnagerprophylaxe erhöhen die Biosicherheit in Kaninchenställen für sämtliche relevanten Erkrankungen, heißt es abschließend vom Eichsfelder Veterinäramt.
Tularämie sei eine hochansteckende bakterielle Infektionskrankheit, die hauptsächlich bei Wildtieren vorkommt – besonders bei Hasen, Kaninchen und kleinen Nagern wie Mäusen. Bei infizierten Tieren zeigen sich häufig Apathie, ein unsicherer Gang sowie ein struppiges Fell.
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Erste Symptome beim Menschen ähnelten häufig einer Grippe: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, geschwollene Lymphknoten oder Magen-Darm-Beschwerden könnten auftreten. Bei der Myxomatose zeigen die Tiere meist starke Schwellungen im Bereich der Augen, Ohren, Nase oder im Genitalbereich. Für den Menschen sei Myxomatose ungefährlich.
red/sg






