„Mobbing ist ein Thema, das viele Schülerinnen und Schüler betrifft – oft schon im Grundschulalter“, sagt Anne Koubek aus Heiligenstadt. Sie ist Schulsozialarbeiterin der Villa Lampe und kümmert sich vor allem um die Grundschüler der Tilman-Riemenschneider-Schulen in Heiligenstadt. „Umso wichtiger ist es, frühzeitig über Ursachen, Auswirkungen und Handlungsmöglichkeiten aufzuklären.“

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Jetzt seien aktuell wieder einige Projekte gelaufen. Vom 5. bis 8. Mai 2025 fand deshalb im „Liethentreff“ der „Villa Lampe“ ein besonderes Präventionsprojekt für die 3. und 4. Klassen der Grundschule „Tilman Riemenschneider“ statt. „Geleitet wurde es von Simon Huck, einem erfahrenen Referenten und Entwickler der ,Clama-App‘, die Schulen bei der Dokumentation und Früherkennung in Bezug auf beispielsweise Kindeswohlgefährdungen unterstützt“, erklärt Anne Koubek. Finanziert wurde das Projekt vom Landkreis Eichsfeld.

Kinder lernen, wo man Hilfe bekommt und wie man das Selbstwertgefühl stärkt

An mehreren Tagen beschäftigten sich die Kinder in pädagogischen Einheiten mit zentralen Fragen: „Was ist Mobbing? Wie unterscheidet man es von einem normalen Konflikt? Was kann ich tun, wenn ich Mobbing beobachte – oder sogar selbst betroffen bin?“ Gemeinsam wurde besprochen, wo und wie man sich Hilfe holen kann. Ein weiterer wichtiger Baustein war die Stärkung des Selbstwertgefühls. In Gesprächen und Spielen ging es um Handlungsmöglichkeiten und persönliche Stärken, die jedes Kind besonders machen.

Mobbing Prävention Heiligenstadt
Emma Siegmund geht in die Heiligenstädter Schule und beteiligte sich mit Spaß an dem Musikprojekt, bei dem ein eigener Rap geschrieben wurde. (Fotoerlaubnis der Eltern liegt vor)© Villa Lampe | Anne Koubek

Neben den inhaltlichen Schwerpunkten kamen auch kreative Elemente nicht zu kurz. Am 6. Mai stand ein Hip-Hop-Workshop mit dem Künstler und Musiker Jim Huke (baboonart_eic) auf dem Programm. Die Schülerinnen und Schülern der 4. Klasse schrieben einen eigenen Rap zum Thema Pubertät – mit allem, was Kinder in diesem Alter bewegt: Freundschaft, Streit, erste Liebe und natürlich auch Mobbing. „Geplant ist, diesen Song gemeinsam mit einem Musikvideo bei der Abschlussfeier der Grundschule zu präsentieren“, blickt die Schulsozialarbeiterin voraus. Finanziert wurde dieser Teil des Projekts von der „Partnerschaft für Demokratie im Eichsfeld“.

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Anne Koubeks Fazit: „Die Projektwoche war ein voller Erfolg – für Kinder wie auch Lehrkräfte und Erzieher.“ Sie habe einmal mehr gezeigt, wie wichtig es sei, Kinder ernst zu nehmen, ihnen zuzuhören und ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, um sich selbst und anderen helfen zu können.

red