Die Landesgartenschau (LGS) 2026 in Leinefelde-Worbis präsentiert eine ungewöhnliche Kombination aus Blumenpracht, Kunst und Geschichte. Der „Blumen-Block“, ein umgestalteter Plattenbau in der Bachstraße, soll die Funktion einer Blumenhalle übernehmen, die für das Kerngelände geplant war. Der Block soll eines der zentralen Projekte während der 172 Schautage werden.

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Das Gebäude, das direkt gegenüber dem Kerngelände der Landesgartenschau in der Leinefelder Südstadt steht, wird umgestaltet. Die ursprüngliche Vorstellung, das Gebäude abzureißen, wurde verworfen. Martin Hauck, einer der zwei Geschäftsführer der Landesgartenschaugesellschaft, habe die Idee zur Blumenhallennutzung mit Christopher Ernst für den Block entwickelt.

Landesgartenschau Leinefelde-Worbis: Eine kleine Zeitreise in Bildern

Landesgartenschau Leinefelde-Worbis
Im Lunapark mit Tüffers Garten sind Fortschritte aus der Luft deutlich zu erkennen. Das Bild wurde am 16. April dieses Jahres aufgenommen. © Stadt Leinefelde-Worbis | Kamillo Schwanengel
Landesgartenschau Leinefelde-Worbis
Auf dem neusten Luftbild (16. April 2025) ist zu erkennen, dass die Arbeiten im Kerngelände vorangehen. So ist der Flanierweg, der durch das Areal führt, bereits asphaltiert und die Gehölze sind gepflanzt.© Stadt Leinefelde-Worbis | Kamillo Schwanengel
Landesgartenschau in Leinefelde-Worbis
Auf dieser Fläche baut die Exos GmbH ein Alten- und Pflegeheim. Dieses wird während der Landesgartenschau nicht zum Schaugelände gehören. Das Bild wurde am 30. April 2025 aufgenommen.© Sebastian Grimm
So hat das Areal des Kerngeländes der Landesgartenschau in der Leinefelder Südstadt am 4. Mai 2023 ausgesehen.
So hat das Areal des Kerngeländes der Landesgartenschau in der Leinefelder Südstadt am 4. Mai 2023 ausgesehen. © Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Der Verlauf der Ohne wurde verlegt. Die Natur hat sich diesen Bereich innerhalb kürzester Zeit schon zurückgeholt. Das ist auf dem Bild vom 23. April 2025 zu sehen.© Sebastian Grimm
Dieses Bild vom 14. Januar 2023 zeigt den ursprünglichen Ohneverlauf. Mittlerweile ist der Bachlauf verlegt.
Dieses Bild vom 14. Januar 2023 zeigt den ursprünglichen Ohneverlauf. Mittlerweile ist der Bachlauf verlegt.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Im Osten des Kerngeländes wird es einen zweiten Eingang geben. Hier mündet der Flanierweg auf den Gehweg in der Birkunger Straße. Das Bild entstand bei einem Rundgang 23. April 2025.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Noch wenige Arbeiten sind im Auwald zu verrichten. Dazu wird auch noch schweres Gerät, wie Bagger, benötigt.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Dieses Areal ist der Eventbereich. Vor den Bäumen ist eine geschotterte Fläche zu erkennen, dort wird während der Landesgartenschau eine große Bühne stehen.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Ein Blick in die Gartenstadt: auf dieser Fläche wird der gorße Gastronomiebereich stehen.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Hier entstehen vor der Kleingartenanlage "Ohne II" sechs Schaugärten zu verschiedenen Themen. © Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Auf dieser Fläche, wo noch Heckenpflanzen eingeschlagen sind, die noch auf dem Gelände verteilt werden, entsteht der Stadtacker.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Neben dem asphaltierten Flanierweg gibt es einige Querwege auf dem Gelände.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Stefan Nolte, Geschäftsführer der Landesgartenschaugesellschaft, zeigt die Streuobstwiese, die gegenüber des Retentionsbodenfilters angelegt wurde.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Mit den Ästen wird eine Benjeshecke angelegt.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Der Flanierweg ist asphaltiert und verbindet den westlichen Eingangsbereich mit dem im Osten.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Am Flanierweg werden bis zur Landesgartenschau noch LED-Straßenlaternen aufgestellt.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Für ein nachhaltiges Wassermanagement wurde ein großer Retentionsbodenfilter gebaut.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Die Skateanlage ist schon lange fertig.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Von einem der Seitenwege hat man einen Blick auf die 156 gepflanzten Obstbäume. Noch sind die Schilder der Ortsumfahrung zu sehen.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Der Verlauf der Ohne wurde verlegt. Die Natur hat sich diesen Bereich innerhalb kürzester Zeit schon zurückgeholt.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Christian Zwingmann (CDU), Bürgermeister der Stadt Leinefelde-Worbis, auf dem Landesgartenschaugelände in der Südstadt. Auf der Fläche im Hintergrund wird noch ein Ballspielplatz entstehen.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Am oberen Bildrand auf der linken Seite entsteht ein Alten- und Pflegeheim, dieses wird nicht Teil des Ausstellungsgeländes sein.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Hier entstehen vor der Kleingartenanlage "Ohne II" sechs Schaugärten zu verschiedenen Themen. © Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefelde-Worbis
Das Bild entstand am 21. März 2025. Die geplante Gartenstadt auf dem Kerngelände der Schau wurde nun neu geplant, da die gewollten Gebäude erst einmal nicht gebaut werden. © Sebastian Grimm
Landesgartenschau Kerngelände Südstadt
Ein Blcik am 3. Februar 2025 aus der Vogelperspektive auf das Kerngelände der Landesgartenschau mit Auwald und Gartenstadt.© Stadt Leinefelde-Worbis | Kamillo Schwanengel
Baustellen in der Leinefelder Südstadt
Das Bild vom 29. Juli 2024 zeigt den Baustart für das neue Gebäude in Tüffers Garten im Lunapark.© Dirk Fürstenberg | Dirk Fürstenberg
Landesgartenschau Leinefelde
Bei der Baustellenführung am 3. August 2024 war ein Blick in den Gastraum des neuen Gebäudes in Tüffers Garten möglich. © Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefelde
Der Baufortschritt in Tüffers Garten war während der Baustellenführung am 3. August 2024 deutlich zu erkennen. © Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefelde
Stefan Nolte, Geschäftsführer der Landesgartenschaugesellschaft, erläuterte während der Führung am 3. Augst 2024 die Ideen für das neue Gebäude in Tüffers Garten im Lunapark. © Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefelde
12. November 2024: Der Rohbau für das neue Gebäude in Tüffers Garten im Leinefelder Lunapark ist fertig.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Lunapark
In Tüffers Garten, der mit dem Lunapark auch Ausstellungsgelände im nächsten Jahr sein wird, entstand ein Neubau. Hier wird ein Gartencafé einziehen. Das Bild entstand am 3. Februar 2025.© Stadt Leinefelde-Worbis | Kamillo Schwanengel
Landesgartenschau Leinefelde
Das Gelände des Lunaparks am 3. September 2024 aus der Vogelperspektive.© Stadt Leinefelde-Worbis | Camilo Schwanengel
Landesgartenschau Leinefelde: Wiesentheater im Lunapark
Das Wiesentheater im Leinefelder Lunapark wird erneuert. Am 16. Oktober 2024 sind schon deutliche Fortschritte zu sehen.© Stadt Leinefelde-Worbis | Camillo Schwanengel
Landesgartenschau Leinefelde: Wiesentheater im Lunapark
16. Oktober 2024: Das Wiesentheater im Lunapark gehört mit Tüffers-Garten im Jahr 2026 zum Bezahlbereich der Landesgartenschau.© Stadt Leinefelde-Worbis | Camillo Schwanengel
Baustellen in der Leinefelder Südstadt
Das Bild vom 29. Juli 2024 zeigt Teile des Kerngeländes in der Südstadt und die Arbeiten an der Liszt- und Beethovenstraße. Die Straßen sind seit 30. April 2025 wieder für den Verkehr freigegeben. © Dirk Fürstenberg
Baustellen Südstadt Leinefelde
Der Baufortschritt auf dem Gelände der Landesgartenschau ist aus der Vogelperspektive und an der Lisztstraße und Beethovenstraße am 20. Oktober 2024 deutlich zu sehen. © Dirk Fürstenberg | Dirk Fürstenberg
Milchhof mit Landesgartenschau
20. Oktober 2024: Die Halle auf dem ehemaligen Milchhofgelände in Leinefelde wird neue Heimat des Landesgartenschauteams. Es wird aber noch mehr als Büroräume entstehen. Neben der Halle entsteht ein Parkplatz für die Schautage. Im Hintergrund ist das zukünftige Schaugelände zu sehen. © Dirk Fürstenberg | Dirk Fürstenberg
Baustellen Südstadt Leinefelde
20. Oktober 2024: Ein Blick auf das Kerngelände mit Auwald und den Retentionsbodenfilter in der Leinefelder Südstadt. © Dirk Fürstenberg | Dirk Fürstenberg
Baustellen Südstadt Leinefelde
20. Oktober 2024: Der Retentionsbodenfilter in seiner Entstehung. Mittlerweile ister eingezäunt. © Dirk Fürstenberg | Dirk Fürstenberg
Landesgartenschau Leinefelde
25. Oktober 2024: Die ersten Bäume und Sträucher sind für die Landesgartenschau Leinefelde geliefert. Sie werden in den nächsten Tagen gepflanzt. © Sebastian Grimm
Luftbilder Leinefelde
Mit dem Bild springen wir zurück zum 25. Februar 2024. Zu sehen ist ein Teil des neuen Ohneverlaufs.© Dirk Fürstenberg | Dirk Fürstenberg
Luftbilder Leinefelde
25. Februar 2024: Der neue Verlauf der Ohne. Mittlerweile ist alles bewachsen und sogar Fische sind im Bach zu sehen.© Dirk Fürstenberg | Dirk Fürstenberg
Luftbilder Leinefelde
25. Februar 2024: Die Anfänge der Skateanlage. Diese ist mittlerweile fertiggestellt.© Dirk Fürstenberg | Dirk Fürstenberg
Erste Baustellenführung Landesgartenschau Leinefelde
4. Mai 2024: Das Team der Leinefelder Landesgartenschau hat zu einer Baustellenführung eingeladen. Ein Blick auf das Gelände der Gartenstadt. © Sebastian Grimm
Erste Baustellenführung Landesgartenschau Leinefelde
4. Mai 2025: Der kleine Retentionsbodenfilter befindet sich im Bau.© Sebastian Grimm
Erste Baustellenführung Landesgartenschau Leinefelde
4. Mai 2024: Die Betonblöcke im neuen Ohnelauf können betreten werden.© Sebastian Grimm
Ersten Baum auf Landesgartenschaugelände in Leinefelde gepflanzt
12. April 2024: Stefan Nolte (rechts), Martin Hauck (Zweiter von links), beide Geschäftsführer der Landesgartenschau Leinefelde-Worbis gGmbH, Burkhard Vogel (links), Staatssekretär im Thüringer Umweltministerium, und Christian Zwingmann (parteilos), Bürgermeister der Stadt Leinefelde-Worbis plfanzen einen Apfelbaum der Sorte "Rheinischer Bohnapfel". Hier entsteht eine Streuobstwiese mit 156 Obstbäumen.© Sebastian Grimm
Ein Bild zu Beginn der Baumaßnahmen vom 28. August 2023: Das Kerngelände der Landesgartenschau ist 15 Hektar groß. Links sind die Ausgrabungsfelder der Archäologen, zwischen der B247 und dem kleinen Wald zu sehen.  
Ein Bild zu Beginn der Baumaßnahmen vom 28. August 2023: Das Kerngelände der Landesgartenschau ist 15 Hektar groß. Links sind die Ausgrabungsfelder der Archäologen, zwischen der B247 und dem kleinen Wald zu sehen.  © Dirk Fürstenberg | Dirk Fürstenberg
Blick auf das zukünftige Kerngelände der Landasgartenschau am 20. April 2023 in Leinefelde.
Blick auf das zukünftige Kerngelände der Landasgartenschau am 20. April 2023 in Leinefelde.© Eckhard Jüngel
Am 7. Februar 2023 sind die Rodungsarbeiten im Kerngelände der Südstadt, die ersten Arbeiten, die ausgeführt worden.  
Am 7. Februar 2023 sind die Rodungsarbeiten im Kerngelände der Südstadt, die ersten Arbeiten, die ausgeführt worden.  © Eckhard Jüngel | Eckhard Jüngel
Das Bild vom 10. Juli 2022 zeigt die Abrissarbeiten des Garagenkomplexes in der Leinefelder Südstadt. An dieser Stelle soll eine Gartenstadt entstehen.
Das Bild vom 10. Juli 2022 zeigt die Abrissarbeiten des Garagenkomplexes in der Leinefelder Südstadt. An dieser Stelle soll eine Gartenstadt entstehen.© Dirk Fürstenberg | Dirk Fürstenberg

Ziel ist es, eine nachhaltige und kreative Nutzung zu schaffen: Balkone werden floristisch gestaltet, Ausstellungsflächen in den Wohnungen eingerichtet und ein Fahrstuhl sorgt für barrierefreien Zugang, heißt es aus dem Landesgartenschaubüro. Christopher Ernst, amtierenden Deutschen Meister der Floristik, der sich derzeit auf die Weltmeisterschaft in Den Haag vorbereitet, entwirft für den Block einzigartige Blumenkreationen.

Arbeiten am Plattenbau starten im Oktober

Der Gärtnerbeirat, der zu Jahresbeginn gegründet wurde, begleitet fachlich die Gestaltung der Landesgartenschau. Zu den Mitgliedern zählen Experten aus verschiedenen Bereichen der Grünen Branche, wie dem Thüringer Forst, dem GaLaBau-Verband, dem Landesverband Gartenbau Thüringen und der Landjugend. Die Zusammenkünfte des Beirats finden etwa alle vier Wochen statt. Neben Wechselflor und Themengärten entwirft das Gremium auch Konzepte zu Blumenschauen und Besucherberatung.

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Die Arbeiten am Plattenbau starten im Oktober. Dies umfasst das Entfernen von Türen, Tapeten und einzelnen Wänden. Rundgänge werden eingerichtet, und Ausstellungsflächen verbinden mehrere Wohnungen zu einem Erlebnisraum. Der Charme der Wohnungen soll jedoch erhalten bleiben – rustikal, aber eindrucksvoll.

„Der linke Teil des Gebäudes bleibt im unsanierten Zustand stehen, der rechte Teil wird zum Blumen-Block umgebaut. Nach der Landesgartenschau wird der Eigentümer dieses Gebäudes, die Leinefelder Wohnungsbaugenossenschaft, den Plattenbau sanieren“, so eine Sprecherin der Landesgartenschaugesellschaft.

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Gärtnermarkt wird vor dem Plattenbau entstehen

Der „Blumen-Block“ wird nicht nur für Blumenfreunde ein Anziehungspunkt werden. Auch Künstler aller Genres werden einbezogen. Hilmar Ziegenrücker, der als Kurator gewonnen wurde, wird die Ausstellungen und Kunstaktionen organisieren und koordinieren.

Ein weiterer Publikumsmagnet soll die Nostalgiewohnung werden, die das Leben in den 1970er-Jahren in einer Plattenbauwohnung zeigt. Die historische Perspektive ergänzt die moderne Floristik und bietet einen spannenden Kontrast zwischen Vergangenheit und Zukunft. Direkt vor dem Block entsteht ein Gärtnermarkt, auf dem während der Gartenschau alles rund um das Thema Garten angeboten werden soll.

Weitere Nachrichten aus dem Eichsfeld:

Die Landesgartenschau 2026 setze bewusst auf ressourcenschonende Lösungen. Statt neue Gebäude zu errichten, werde Bestehendes umgestaltet – wie der Plattenbau in der Bachstraße. Auch der Umgang mit Pflanzen spiegelt diesen Ansatz wider: Viele der Sträucher und Bäume auf den Ausstellungsgeländen werden nach der Schau im gesamten Stadtgebiet verteilt.

red/sg