Roland Jankowsky ist seit fast 30 Jahren als Kommissar Overbeck in der ZDF-Krimireihe Wilsberg bekannt – ein Ermittler, der kein Fettnäpfchen auslässt und die Serie zum Kult machte. Doch wer Jankowsky bei seiner Lesung „Wenn Overbeck kommt…“ erlebt, begegnet einem ganz anderen Menschen: einem Künstler, der seine Spielfreude lebt, einem Familienmenschen, der Freundschaften pflegt – und einem leidenschaftlichen Vorleser, der seine Zuhörer mitreißt.

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Die Liebe zu Stimmen und Sprache hat Roland Jankowsky schon früh geprägt. Als Junge besuchte er seine Großmutter, die im Krieg mit der Familie in die Nähe von Flensburg geflüchtet war. Dort hörte er den norddeutschen Dialekt, den er später auch manchmal auf der Bühne einsetzt. Auch das Vorlesen entdeckte er früh: In der Grundschule war er der Klassenclown, aber er merkte, wie leicht es ihm fiel, Geschichten lebendig werden zu lassen. Schon in der Schule sagten die Lehrer gerne „Roland, lies du vor!“ Später entdeckte er bei Vorlesetagen an Grundschulen die Begeisterung der Kinder – und spürte, wie viel Freude es ihm bereitete, Figuren mit Stimme und Charakter auszustatten.
Nur was ihn zum Schmunzeln bringt, schafft es ins Programm
Vor knapp zehn Jahren sprang Jankowsky beim Krimifestival Gießen kurzfristig für eine erkrankte Kollegin ein und musste gleich das ganze Programm bestreiten. Der Abend wurde ein voller Erfolg und legte den Grundstein für seine heutige Krimi-Lesetätigkeit. Heute tourt er mit rund 90 Lesungen im Jahr durch Deutschland, oft in großen Sälen, oft ausverkauft. „Immer wenn sich eine Tür geschlossen hat, ging eine neue auf“, sagt er selbst über seinen Weg.
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Jankowskys Lesungen sind keine stillen Abende. Sie sind kleine Theaterstücke am Tisch. Er schlüpft in unterschiedliche Rollen und variiert Stimmen und Dialekte. Ob rheinisch, norddeutsch oder sächsisch – jeder Akzent gibt einer Figur eine eigene Farbe. Besonders köstlich: ein sächsischer Killer, der sich über seinen Job aufregt. „Dialekt ist für mich Würze, kein Selbstzweck.“ Wichtig ist ihm, dass jede Pointe auch wirklich ankommt. Darum sucht er seine Kurzkrimis sehr sorgfältig aus. Dafür arbeitet er sich durch ganze Berge von Krimi-Anthologien. Nur Texte, die ihn beim ersten Lesen mindestens zum Schmunzeln bringen, schaffen es ins Programm. „Die Geschichten müssen schräg sein, oft blutig, aber immer überraschend“, sagt er. Genau diese Mischung macht seine Abende so besonders: schräg, kriminell, humorvoll – und voller überraschender Wendungen.
Natürlich kennen ihn viele als Overbeck – und unweigerlich fragen Zuschauer immer wieder: „Wie heißt Overbeck eigentlich mit Vornamen?“ Jankowsky lacht darüber: „Selbst Columbo hatte keinen Vornamen – und das macht doch den Reiz aus.“ Für ihn ist klar: Overbeck ist eine Rolle, die er liebt, aber er selbst ist anders. Privat ist er ein Familienmensch, verlässlich, bodenständig. „Overbeck ist der Clown vom Dienst, ich nicht.“ Genau dieser Kontrast macht es spannend, Jankowsky live zu erleben. „Viele sehen mich danach mit anderen Augen“, sagt er. „Sie merken, dass hinter Overbeck eine ganz andere Persönlichkeit steckt.“
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Ein Stück Heimat hat er auch in Münster gefunden, wo Wilsberg seit 1997 gedreht wird. „Münster ist eine lebenswerte Stadt“, schwärmt er. „Ich laufe dort gerne um den Aasee oder unter der Promenade – und genieße die besondere Atmosphäre.“ Wer Jankowsky live erlebt, erlebt einen vielseitigen Künstler, der ganz bei sich ist: nahbar, humorvoll, voller Energie. Nach den Lesungen nimmt er sich Zeit für Selfies, Autogramme und kurze Gespräche.
Eichsfelder Kulturhaus in Heiligenstadt bietet eine Kartenverlosung
In Heiligenstadt ist er am Sonntag, 21. September, um 17 Uhr im Eichsfelder Kulturhaus zu erleben. Für die Veranstaltung werden verlost das Haus drei mal zwei Karten. Um am Gewinnspiel teilnehmen zu können, schreiben Sie eine E-Mail an aktuelles.kulturhaus@kreis-eic.de. Eine Teilnahme am Gewinnspiel ist bis zum 3. September, 23.59 Uhr möglich. Eine Teilnahme auf anderem Weg ist ausgeschlossen und wird nicht berücksichtigt. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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Raus aus dem Alltag – das Publikum darf sich auf einen Abend voller Spannung, schräger Geschichten und garantiert bester Unterhaltung freuen. Die Karten gibt es im Eichsfelder Kulturhaus. Die Theaterkasse ist unter der Telefonnummer 03606 / 650 9200, per Mail unter kulturhaus@kreis-eic.de., über www.eichsfelder-kulturhaus.de sowie per WhatsApp unter 03606 / 608067 erreichbar. Wer es in Heiligenstadt nicht schafft: Roland Jankowsky ist am 22. September in Bad Tabarz und am 23. September in Arnstadt zu erleben.
red






