Seit etwa 44 Jahren gibt es das Sportfest für Menschen mit Beeinträchtigung, das nunmehr schon Tradition im Landkreis Eichsfeld hat. Vor zehn Jahren wurde es aufgrund der steigenden Teilnehmerzahlen von der Dreifelderhalle in Heiligenstadt auf das Gelände der Raphael-Gesellschaft verlegt, erklärt Melanie Dombrowski, Sprecherin der Raphaels Gesellschaft.

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Eröffnet wurde das Sportfest von Benno Pickel, Geschäftsführer der Raphael Gesellschaft gGmbH, der jedoch nicht die Leistung, sondern vor allem den Spaß in den Vordergrund stellte: „Sport ist eine zielgerichtete körperliche Anstrengung und mit ein wenig Glück nimmt man am Ende sogar einen Pokal mit nach Hause.“

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Auch in diesem Jahr waren wieder zahlreiche Einrichtungen vertreten: das Sankt Johannesstift Ershausen, die Werkstätten der Lebenshilfe Leinefelde-Worbis, die Tabaluga Förderschule sowie die St. Franziskus Förderschule, das Haus am Lunapark und die Eichsfelder Werkstätten, teilt die Sprecherin der Raphaels Gesellschaft mit. Für viele Teilnehmer ist das Fest mehr als nur ein sportlicher Wettkampf. „Ich habe viele meiner ehemaligen Schulfreunde wiedergesehen, das hat mich sehr gefreut“, erzählte eine Teilnehmerin aus Ershausen.

44. Behindertensportfest
Hendrik Umbreit schiebt Egon Klingebiel beim Rollstuhlslalom. © Melanie Dombrowski

Landrätin eröffnet Fußballturnier mit symbolischem Anstoß

Organisiert wurde das Sportfest von dem Kreissportbund Eichsfeld, der SG Medizin Heiligenstadt und den Eichsfelder Werkstätten. Unterstützt wurden diese von der Berufsbildenden Bergschule Sankt Elisabeth. Auch Gäste aus der Politik und Verbänden, wie Landtagspräsident und stellvertretender Vorsitzender des Kreissportbundes Thadäus König konnten zur Siegerehrung begrüßt werden.

Als Vertreterin der Stadt Heiligenstadt war Uta Althaus, erste Beigeordnete, vor Ort und zeigte sich beeindruckt: „So viel Spaß und Emotionen der Teilnehmer habe ich selten gesehen.“ Ebenso dabei waren die Behindertenbeauftragte des Landkreises Eichsfeld Janett Pfaff, Christoph Köhler (Geschäftsführer Special Olympics Thüringen), Mario Hochberg (Thüringer Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband) sowie Andrea Klippstein vom Schulverwaltungs- und Sportamt, erzählt Dombrowski.

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Ein besonderer Höhepunkt war der symbolische Anstoß der Landrätin Marion Frant (CDU) beim Fußballturnier, die ebenfalls vor Ort war, um sich von dem Sportgeist der Teilnehmer zu überzeugen. Vormittags waren auf dem Gelände etwa 30 Stationen, wie Schlängellauf, Rollstuhlslalom, Federball und viele weitere aufgebaut, wie die Raphael Gesellschaft mitteilt. Anschließend wurde gemeinsam Mittag gegessen, bevor die Turniere im Fußball, Tischtennis und Dart begannen.

red