Wenig Freizeit haben in diesem Monat die Teistunger Kirmesburschen. Das Kirchweihfest steht bevor, und da gibt es alle Hände voll zu tun. „Die Kirmesburschenschaft besteht derzeit aus 20 Mitgliedern. In diesem Jahr gibt es keine Neuaufnahmen, aber es gibt Mitläufer. An den vier Samstagen vor der Kirmes helfen die Burschen bei den Vorbereitungen, zum Beispiel beim Plakatekleben und -verteilen. Außerdem kümmern sie sich um die Pflege des Umfelds der Kirche“, sagt Oliver Huch, der dem Verein angehört.

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Und: Die Kirmes in Teistungen hat eine interessante Geschichte. Die Kirche, die zwischen 1722 und 1726 gebaut wurde, wurde am 6. November 1791 dem heiligen Andreas als Kirchenpatron geweiht. Da sein Namensfest auf den 30. November fällt, wurde die Kirmes traditionell immer am letzten Sonntag im November gefeiert. Allerdings konnte man da oft kein gutes Wetter erwarten.

Deshalb entschied der Kirchenvorstand in den 1960er Jahren, die Kirmes auf den letzten Sonntag im September vorzuverlegen, da sie das größte Volksfest in Teistungen ist, erzählt Oliver Huch. Und er lässt nicht unerwähnt, dass 1983 die Kirmesburschenschaft gegründet wurde, was dem verstorbenen Pfarrer Heinz Kowallik zu verdanken sei.

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Fünf DJs beim Freaky Friday Volume 6 in Teistungen

Die jungen Herren, die zum Fest natürlich nicht nur den Festplatz, sprich den Marktplatz, sondern auch sich selbst herausputzen, übernehmen die Organisation. Der Ablauf der Kirmes folgt dann eigenen Traditionen: Der Auftakt erfolgt am Freitagabend, 26. September. Los geht es um 21 Uhr. Beim „Freaky Friday Volume 6“ soll in diesem Jahr wieder so richtig die Post abgehen. Als Hauptact treten die DIA Plattenpussys aus Altenburg auf, die bereits auf großen deutschen Festivals wie Sputnik Springbreak und SonneMondSterne zu erleben waren. Unterstützt werden sie von den Lokalmatadoren, den DJ Franz Täubig, Toni K. und Oliv3r H. Alle freuen sich schon, das Zelt zum Beben zu bringen und hoffen, dass sie auch viele Gäste aus dem Umland begrüßen können.

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Am Samstag, 27. September, ziehen die Kirmesburschen mit Glockengeläut und Blasmusik von der Pfarrei zur Kirche. Um 19 Uhr gibt es die Kirmesandacht, dem das Ausgraben der Kirmes folgt. Weiter geht es um 20 Uhr mit dem Tanzabend, bei dem „4you“ spielt.

Am Sonntag, 28. September, müssen alle beizeiten wieder fit sein, denn um 9.30 Uhr beginnt der Festgottesdienst, und zwar in der frisch sanierten Kirche St. Andreas. Und alle sind schon ein bisschen stolz, dass auch die Orgel einer Kur unterzogen wurde. Beim Hochamt übernehmen die Kirmesburschen die liturgischen Dienste, erzählt Oliver Huch.

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Nach der Messe folgt ein Ständchen im Kirmeszelt, es schließt sich ein musikalischer Frühschoppen mit dem Musikverein Berlingerode an. Am Nachmittag werden weitere Ständchen gebracht, während ab 13 Uhr auf dem Festplatz das bunte Treiben beginnt. Alle Generationen sind willkommen. Es gibt Kaffee und Kuchen, ein Karussell, eine Hüpfburg, Musik vom Musikverein und DJ Stracke sowie einiges mehr. Um 20 Uhr steht die sogenannte „Kirmesbeerdigung“ an.

Weitere Nachrichten aus dem Eichsfeld:

Am Montag, 29. September, ist um 10.15 Uhr das Gedenkamt für die Gefallenen und Verstorbenen der Gemeinde. Ab 11 Uhr sorgt schließlich der „Bayerische Tag“ mit Brassvegas und DJ Boms für Unterhaltung. Das Schlachteessen, Brezeln und das traditionelle Stuhlreiten fehlen ebenfalls nicht.

red/sma