Theresa Behrendt und Bandit gehören zusammen. Selten sieht man die Heiligenstädterin ohne Hund auf den Straßen. Bandit ist aber nicht nur ein geliebtes Haustier. Er ist mehr. Vier Jahre alt ist er am Mittwoch geworden. Und in diesen vier Jahren ist er durch eine spezielle Schule gegangen. Er ist voll ausgebildeter Rettungshund und sucht im Ernstfall nach Katastrophen oder bei Vermisstenfällen in Trümmern und in Wald und Feld nach verletzten oder hilflosen Menschen.

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Die beiden sind Teil der Eichsfelder Rettungshundestaffel Teamdogs. „Ehrenamtliche Rettungshundearbeit mache ich seit 2007“, erzählt die 40-Jährige. Zunächst war sie im Werra-Meißner-Kreis aktiv, später wechselte sie zu den Teamdogs, als sie dort ihren späteren Ehemann Lutz kennenlernte. Die Teamdogs sind inzwischen im 19. Jahr aktiv.
Der Aufenthalt auf Malta wird alles andere als ein Kurzurlaub
Zahlreiche reale Einsätze und ungezählte Trainings- und Prüfungswochenenden hat Theresa Behrendt schon hinter sich, immer ehrenamtlich im Verein. Egal ob in Abrissblocks im Eichsfeld oder in den Flächen Nordthüringens, sie ist immer mit dabei. Erst kürzlich gab es in Bleicherode wieder eine Übung mit internationaler Beteiligung. Und jetzt steht ihr etwas ganz Außergewöhnliches bevor. Sie und Bandit dürfen als eines von nur acht Trümmerteams aus Deutschland Ende des Monats zu einer internationalen Einsatzübung auf der Insel Malta im Mittelmeer.
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Aber wie kam es dazu? „Unser Hauptverband, der Deutsche Rettungshundeverein, abgekürzt DRV, hat eine Einladung von der Gruppe K9 des Urban Search And Rescue, also USAR, Malta bekommen“, erzählt die Eichsfelderin. Dann wurde abgefragt, wo die besten Teams, die erfahrensten Hunde und Hundeführer zu finden sind und auch, wer die meisten Prüfungen mit Bravour abgelegt hat. Es gab mehr Anwärter als freie Plätze. Aber plötzlich fand sich Theresa Behrendt mit Bandit unter den acht Teams aus ganz Deutschland wieder.

Wer nun denkt, dass es ein schöner Urlaub auf Malta sei, liegt denkbar falsch. Die Übung selbst wird etwa 36 Stunden lang dauern und im Naturreservat Il-Majjistral Nature & History Park stattfinden. „Vor Ort werden neben den Maltesern auch noch Teams aus Schweden, Polen und Finnland sein. Da Rettungshundearbeit völlig ehrenamtlich ist, muss ich als Hundeführer selbst für die Kosten für unseren Flug, die Unterbringung und Verpflegung aufkommen“, erklärt sie.
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Los gehen soll es am 29. Oktober nach Valletta, der maltesischen Hauptstadt. Die deutschen Teams fliegen gemeinsam zu der Mittelmeerinsel. „Die Fluggesellschaft hat ausnahmsweise ermöglicht, dass unsere besonderen Hunde bei uns in der Passagierkabine bleiben können, sodass sie den Flug nicht im Frachtraum verbringen müssen“, ist sie sehr dankbar. „Das ist für die Tiere weniger Stress, gerade wenn sie dann zwei Tage lang ununterbrochen die volle Leistung zeigen müssen.“ Wenn die Übung dann vorbei ist, bleibt nur ein Tag, um sich auszuruhen und vielleicht noch einen Spaziergang durch Valletta zu unternehmen, dann geht es auch schon wieder nach Hause.
„Rettungshundearbeit ist mehr als nur Hobby und Hund bespaßen. Rettungshundearbeit ist Teamwork, Menschenleben retten, Gewissheit über den Verbleib von Angehörigen geben, Hilfe im Katastrophenfall“, sagt die Heiligenstädterin leise. „Rettungshundearbeit ist zeit- und kostenintensiv, dennoch sind ich und meine Familie mit sehr viel Herzblut dabei.“
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Die Heiligenstädterin bittet um ein wenig Unterstützung
Die Chance, bei einer internationalen Übung dabei zu sein, die Teamdogs und das Eichsfeld auf Malta würdig zu vertreten, kam aus heiterem Himmel und ist im Budget nicht eingeplant gewesen. „Es haut schon ordentlich rein. Allein die Flüge liegen schon bei 500 Euro, hinzu kommt die Unterkunft und die Verpflegung.“ Aber sich die Chance entgehen zu lassen, wurde im Familienrat kategorisch abgelehnt.
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Darum hat Theresa Behrendt eine kleine Spendenaktion ins Leben gerufen und bittet um ein bisschen finanzielle Unterstützung. „Und wenn es 100 Euro sind, auch die helfen enorm“, sagt sie. Wer ihr und Bandit ein wenig unter die Arme greifen mag, kann das unter www.paypal.com/pools/c/9iZnldZZHd tun. „Man muss ein Spendenziel angeben, aber das muss nicht erreicht werden. Ich bin für jede Summe, und sei sie noch so klein, sehr dankbar.“
Wer mehr über sie, die Teamdogs und die Rettungshundearbeit wissen möchte, darf sie gern ansprechen, über Facebook mit ihr Kontakt aufnehmen oder sich auf der Website der Eichsfelder Rettungshundestaffel Teamdogs unter www.drv-teamdogs.de umsehen. Sie sei nicht nur von Herzen dankbar, sondern vor allem eins: aufgeregt.











