Am Wohnblock in der Leinefelder Bachstraße laufen derzeit die Arbeiten auf Hochtouren. Der Grund ist banal: Wohnungen des Blocks sollen ab dem 23. April des kommenden Jahres als Ausstellungsräume während der Landesgartenschau (LGS) dienen. Dafür wird auch ein Fahrstuhl an die Außenwand gebaut, damit die Ausstellungsflächen barrierefrei erreichbar sind.

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Eigentümer des Blocks ist die Leinefelder Wohnungsgenossenschaft, die den Block nach den 172 Schautagen der LGS, sanieren wird. So ist der derzeitige Plan. Der Plattenbau befindet sich direkt neben dem Kerngelände in der Südstadt. Vor diesen wird auch der Gärtnermarkt angelegt. Die Ausstellungsflächen in dem Wohnblock gehören nach der Eröffnung der Landesgartenschau am 23. April 2026 zum Bezahlbereich.
Im sogenannten „Blumenblock“ sind neben den Blumenausstellungen auch Schauen zu anderen Themen geplant. Christopher Ernst, amtierenden Deutschen Meister der Floristik, entwerfe für den Block einzigartige Blumenkreationen, heißt es aus dem Landesgartenschaubüro.
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Der Block ist ein lebendiges Zeugnis der Stadtgeschichte. Er bietet sich daher auch an, einen Blick zurück in den Alltag der Menschen vor der Wende zu DDR-Zeiten umzusetzen. Passend dazu plant die Stadt Leinefelde-Worbis eine Ausstellung, die den Stadtumbau und das frühere Leben im Ortsteil Leinefelde noch greifbarer macht, berichtet René Weißbach, Pressesprecher der Stadt Leinefelde-Worbis.
Blumen und Geschichten im Plattenbau vereint
Um die Geschichte erfahrbar zu gestalten, sucht die Stadtverwaltung nach typischen Alltagsgegenständen und Requisiten aus DDR-Zeiten. Hierbei sind Gegenstände gefragt, die Geschichten erzählen und die sich noch in Kellern oder auf Dachböden wiederfinden. Zu den gesuchten Objekten zählen Roller, Klappfahrräder, Rollschuhe und andere Sport- und Freizeitgeräte aus DDR-Herstellung.
Ebenfalls interessant sind laut Weißbach Einkaufskörbe, Einkaufswagen oder gar Registrierkassen aus den frühen Kaufhallen und Konsum-Läden. Besonders symbolträchtig sind auch die gummibereiften Karren oder Handwagen, die früher von Kindern für die Altstoffsammlung genutzt wurden, sowie graue Transportkisten und Garnhülsen aus der Baumwollspinnerei, in der viele Leinefelder arbeiteten.
Jedes Stück, das bereitgestellt wird, sei ein kleines Fenster in die Zeit vor der politischen Wende. Die Erinnerungen der Bürgerinnen und Bürger an diese Epoche sollen den Ausstellungsteil bereichern und die Geschichte von damals zu neuem Leben erwecken, weshalb die Stadtverwaltung auf viele Exponate hofft.
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Nach der Landesgartenschau wird sichergestellt, dass alle geliehenen Exponate wieder zurückgegeben werden, erklärt René Weißbach. Gebrauchsgegenstände, die mit Alters- und Verwendungsspuren versehen sind, sind durchaus erwünscht, da sie den Charme und die Authentizität vergangener Zeiten besonders gut widerspiegeln würden. Als kleinen Akzent können Besitzer ihre Leihgaben auch mit Fotos oder kurzen Geschichten, die mit dem späteren Ausstellungsstück verbunden sind, ergänzen. Dies mache den Wert der Gegenstände noch fassbarer.
Stadt gibt Exponate nach der Gartenschau zurück
Doch was passiert mit den Gegenständen? Während der Landesgartenschau werden diese im Bereich des „Blumenblocks“ ausgestellt. Dabei möchte die Stadt den Fokus auf das Leben und Arbeiten zu DDR-Zeiten legen und zeigen, wie sich die Gemeinschaft entwickelte und welchen Herausforderungen die Menschen begegneten. Ein „Blumenblock“ voller Erinnerungen sei das Ziel für die Landesgartenschau.
Die Ausstellung biete die Möglichkeit, ein Stück Leinefelder Geschichte auf eine neue Art zu erleben, und verbindet Vergangenheit und Gegenwart durch die Menschen. Durch die Unterstützung können die Bürger selbst dazu beitragen, die Geschichte ihrer Stadt neu zu erzählen und Besuchern einen besonderen Einblick in das Leben vor der Wende zu vermitteln.
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Wer bei der Ausstellung im „Blumenblock“ mitwirken oder einen passenden Gegenstand leihweise zur Verfügung stellen möchte, kann sich direkt mit der Stadtverwaltung in Verbindung setzen. Interessierte können die Mitarbeiter telefonisch unter 03605/200 470 erreichen oder ihre Ideen und Vorschläge per E-Mail an tourismus@leinefelde-worbis.de senden. Die Stadt freut sich über jedes authentische Stück, das die Ausstellung bereichert, und ist dankbar für jede Unterstützung, um das Projekt mit Leben zu füllen, so Weißbach.










