Vor einer deutlichen Zunahme unterschiedlicher Betrugsvarianten im Zusammenhang mit Online-Käufen und digitalen Bezahlverfahren warnen aktuell die Ermittler des 3. Fachkommissariats des Zentralen Kriminaldienste der Polizeiinspektion Göttingen.

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Besonders verbreitet sind derzeit drei Methoden, berichtet Andre Baumann. Dabei handelt es sich um die Nutzung gefälschter Kaufoptionen unter dem Schlagwort „sicher bezahlen“, sogenannte QR-Code-Betrugsangriffe (“Quishing“) sowie die Aufforderung, Geld über die PayPal-Funktion „Freunde & Familie“ zu senden.
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Täter gehen immer professioneller bei ihren Betrügereien vor
Die Täter versuchten in allen Fällen, an persönliche Daten oder direkt an das Geld ihrer Opfer zu gelangen, ohne die vereinbarte Ware zu liefern oder eine Leistung zu erbringen. „Wir stellen fest, dass Betrüger ihre Vorgehensweisen zunehmend professionalisieren. Sie nutzen realistisch wirkende Weblinks und Kommunikationswege, um Seriosität vorzutäuschen. Deshalb gilt: Misstrauen ist keine Unhöflichkeit, sondern wichtiger Schutz“, betont Polizeihauptkommissarin Jacqueline Emmermann, die das Fachkommissariat leitet.
Im Bereich der angeblich „sicheren Bezahloptionen“ täuschen die Täter eine besondere Schutzfunktion vor. Nach der Kontaktaufnahme – meist über Kleinanzeigen-Portale – erhielten Interessierte einen Link zu einer professionell nachgebildeten Internetseite, die sicheren Zahlungsdienstleistern nachempfunden ist. Dort werden sie zur Eingabe sensibler Daten, wie Bank- und Kreditkartendaten oder persönlicher Informationen, aufgefordert.
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„Die vermeintliche Absicherung dient allerdings lediglich als Vorwand“, so Baumann. Nach der Eingabe der Daten komme es weder zu einer Kaufabwicklung noch zu einer Lieferung. Stattdessen würden die Informationen missbraucht oder verursachten unberechtigte Abbuchungen. Warnhinweise seien vor allem externe Links, ungewohnte Web-Adressen, Rechtschreibfehler, Zeitdruck oder die Bitte, die Plattform zu verlassen. Die Polizei empfiehlt, Käufe ausschließlich über die offiziellen Zahlungswege der jeweiligen Plattform abzuwickeln und keine sensiblen Daten über externe Links preiszugeben.
Sogenannte Quishing-Angriffe werden vermehrt registriert
Eine weitere Betrugsvariante betrifft laut Polizeiangaben die sogenannten Quishing-Angriffe. Hier werden manipulierte QR-Codes verbreitet, indem der QR-Code direkt über den eBay-Chat geteilt wird. Nach dem Scannen gelangen die Nutzer auf täuschend echte Webseiten, die Paketdienste, Banken, Bezahldienste oder Behörden imitieren. Dort sollen Login- oder Zahlungsdaten eingegeben werden, während zugleich teilweise unbemerkt Schadsoftware auf dem Smartphone installiert wird.
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Auffällig sind QR-Codes, die an ungewöhnlichen Orten angebracht, über bestehende Hinweise geklebt oder mit fehlerhaften Internetadressen verbunden sind. Oft versuchen die Täter, durch Zeitdruck, etwa vermeintlich drohende Kontosperrungen, Handlungsdruck zu erzeugen, so Baumann. Da sich QR-Codes optisch nicht auf Echtheit prüfen lassen, raten die Ermittlerinnen und Ermittler, nur vertrauenswürdige Quellen zu scannen, Web-Adressen nach dem Scan zu kontrollieren und keine sensiblen Daten einzugeben.
Gelockt wird mit angeblicher Gebührenersparnis oder schnellerer Abwicklung
Wie die Göttinger Polizei weiter berichtet, häufen sich auch beim PayPal-„Friends & Family“-Trick die Fälle. Diese Funktion sei für private Überweisungen gedacht und biete keinen Käuferschutz. Die Täter versuchten, Kaufinteressenten dazu zu bewegen, diese Option zu nutzen – häufig mit dem Hinweis auf angebliche Gebührenersparnis oder eine schnellere Abwicklung. Nach der Zahlung erfolge jedoch keine Lieferung; das Geld sei meist verloren und kaum zurückholbar.
Bilder vom Eichsfelder Schlachteessen der MIT der CDU





























































































„Verdächtig sind neu angelegte Nutzerprofile, extrem günstige Angebote, Zeitdruck oder die ausdrückliche Bitte, ausschließlich die ‚Friends‘-Funktion zu nutzen“, so Andre Baumann. Die Polizei rate deshalb, bei unbekannten Personen grundsätzlich nur Zahlungen mit Käuferschutz zu verwenden, Angebote kritisch zu prüfen und persönliche Übergaben zu bevorzugen, wenn das möglich sei.
Wer Opfer einer dieser Betrugsformen wird, sollte umgehend den Zahlungsdienstleister oder das Kreditinstitut informieren, Passwörter ändern und relevante Belege wie Chatverläufe oder Rechnungen sichern, lautet der Tipp der Polizei. Bei Verdacht auf Schadsoftware empfehle sich außerdem, das Gerät vom Internet zu trennen und überprüfen zu lassen. Eine zeitnahe Anzeige bei der Polizei könne zudem helfen, weitere Schäden zu verhindern.
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Polizeihauptkommissarin Jacqueline Emmermann appelliert: „Seien Sie bei Online-Käufen grundsätzlich wachsam, prüfen Sie Zahlungswege sorgfältig und geben Sie sensible Daten niemals über Links oder ungesicherte Portale preis.“
red/sma








