Die Verantwortlichen wussten, dass die Fernwärmeleitung in der Clara-Zetkin-Straße in Leinefelde, direkt vor dem AWO-Kindergarten, repariert werden muss, denn es lag schon eine Beschädigung vor. Diese war allerdings nicht so gravierend, sodass die Versorgung der Haushalte noch aufrechterhalten werden konnte.

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Alles war vorbereitet und die Reparatur für Freitag angekündigt, doch eine Leitung, die aus den 1960er-Jahren stammt, machte allen einen Strich durch die Rechnung. Am Donnerstagnachmittag platzte diese und ein Strang der Fernwärme, der die Wohnungen mit Warmwasser und Wärme versorgt, musste abgestellt werden.
Gleich nach Bekanntwerden der Havarie schalteten sich die Verantwortlichen der Wohnungsbau- und Verwaltungs- GmbH (WVL) und die Leinefelder Wohnungsbau-Genossenschaft (LWG), deren Mieter in der Clara-Zetkin-Straße, die Lilo-Herrmann-Straße, die Käthe-Kollwitz-Straße und Teile der Birkunger Straße betroffen waren, kurz. Ebenso konnten der AWO-Kindergarten und das Gymnasium nicht mehr beheizt und mit Warmwasser versorgt werden. Rund 1000 Menschen seien von der Havarie betroffen gewesen.

Stadt und Unternehmen arbeiten Hand in Hand
Das Deutsche Rote Kreuz wurde informiert, dass es vielleicht zu Alarmierungen kommen könnte, da die Wohnungen kalt werden. „Das haben wir gemacht, damit das DRK auf die Situation vorbereitet ist“, sagte WVL-Geschäftsfüherer Tino Hartlep. Doch dazu kam es nicht, hieß es am Freitagvormittag. Zu diesem Zeitpunkt waren die Mitarbeiter der ELW Energieversorgung Leinefelde-Worbis GmbH und eines weiteren Unternehmens bereits vor Ort.
„Um 5 Uhr haben wir angefangen“, erklärte Uwe Heidecke von der ELW. Aufgebaut wurde am Freitagvormittag eine oberirdische provisorische Versorgung, sodass die Haushalte wieder mit Warmwasser und Heizungswärme ab dem Nachmittag versorgt werden konnten.

Während die Reparaturarbeiten bereits liefen, entschieden die beiden Wohnungsunternehmen gemeinsam mit der Stadt Leinefelde-Worbis ein Unterstützungsangebot für die Betroffenen einzurichten. Stadtbürgermeister Christian Zwingmann (CDU) hatte sofort die Nutzung der Obereichsfeldhalle für das Angebot in die Wege geleitet. Neben Mitarbeitern der Wohnungsunternehmen unterstützten auch Angestellte der Stadt in der Obereichsfeldhalle.
Vorhandenes Havariekonzept soll aktualisiert werden
In den Räumen der LWG wurde Kaffee gekocht, der dann in der Halle ausgegeben wurde. Schnell wurde eine provisorische Ausgabe durch die Stadtmitarbeiter aufgebaut. Neben dem Kaffee gab es Plätzchen, Stollen, Wiener Würstchen und Kinderpunsch zum Aufwärmen. Von den Mietern wurde das Angebot nur vereinzelt in Anspruch genommen, aber die Mädchen und Jungen des AWO-Kindergartens freuten sich, dass sie in der großen Halle einiges entdecken und herumtoben konnten. „Gruppenweise ist der Kindergarten gekommen“, so Tino Hartlep.
Auch wenn der erwartete Andrang in der Obereichsfeldhalle ausblieb, sei man froh, das Angebot geschaffen zu haben. LWG-Vorstand Jörg Schiering und WVL-Geschäftsführer Tino Hartlep waren vor Ort. „Wir sehen das als Übung und wissen jetzt, dass es funktioniert und was wir alles beachten müssen“, sagte Tino Hartlep. Schiering und er waren sich einig, dass das vorhandene Havariekonzept auf den neusten Stand gebracht werden sollte. Erste Ideen wurden am Freitag bereits ausgetauscht.
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Die eigentliche Reparatur des Systems erfolgt am Dienstag, 9. Dezember, dann müssen die Betroffenen noch einmal ein paar Stunden ohne Warmwasser und Heizung auskommen.








