„Durch den Freistaat Thüringen wurde in den letzten Jahren eine Zuwendung pro Einsatzmitglied der Feuerwehren in Höhe von 300 Euro an die jeweiligen Kommunen ausgezahlt“, sagt Maximilian Fiedler, Wehrführer in Dingelstädt. „Mit dieser Stärkung soll es möglich sein, unbürokratisch die Feuerwehren zu digitalisieren und die Einsatzbereitschaft für komplexe Lagen zu sichern.“

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An die Feuerwehr der Ortschaft Dingelstädt ging eine Zuwendung in Höhe von 10.500 Euro. „Wir investieren in die Sicherheit des Einsatzpersonales und die Stärkung der Jugendarbeit“, erklärt Fiedler. Auch wenn diese Summe nach viel klinge, sei sie durch spezielle Anforderungen und Ansprüche an Feuerwehrtechnik aber schnell erschöpft. „Trotzdem können wichtige Investitionen jetzt abgehakt werden.“

Dringender Wunsch: Aufrüstung des Gerätehauses

Mit der Zuwendung seien einige wichtige Dinge möglich geworden. Der voriges Jahr angeschaffte Mannschaftstransportwagen konnte mit Funktechnik und einer Sondersignalanlage ausgerüstet werden, die Atemschutztechnik wurde erweitert, zwei Gerätesätze für das Arbeiten in absturzgefährdeten Bereichen wurden erneuert und ein Fahrzeuganhänger angeschafft. „Dieser Anhänger soll nicht nur Material transportieren, er soll die Einsatzmitglieder schützen“, erklärt Fiedler. „Bei Bränden werden gefährliche Stoffe freigesetzt, diese setzen sich auf der Einsatzbekleidung und dem Feuerwehrmaterial nieder. Durch diese Stoffe kann es zu langfristigen gesundheitlichen Problemen bis hin zu Krebserkrankungen kommen.“

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Um dieser Gefährdung vorzubeugen, soll der Anhänger ein Teil des Hygienekonzeptes sein und verschmutzte Bekleidung und Material in speziellen Transportboxen sichern. „Somit soll eine Aufnahme von gefährlichen Stoffen nach dem Einsatz ausgeschlossen werden, und die Kameradinnen und Kameraden verlassen nicht in ihrer verschmutzten Bekleidung die Einsatzstelle“, erläutert der Wehrführer.

Mit aktuell 136 Einsätzen in diesem Jahr für die Dingelstädter Feuerwehr sei weiter ein leichter Anstieg zu vermerken. „Dazu kommen über 50 Ausbildungseinheiten, die die Kameradinnen und Kameraden in diesem Jahr leisteten. Das sind zusammengefasst 3054 Stunden erbrachte ehrenamtliche Arbeit bei uns am Standort Dingelstädt.“ Das sei nicht selbstverständlich, aber erforderlich, um die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten. „Man muss allen Mitgliedern dafür den größten Dank aussprechen“, so Fiedler.

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Positiv zu verzeichnen sei die Aufnahme von drei Quereinsteigern in die Einsatzabteilung. „Unsere Jugendfeuerwehr verzeichnet ebenfalls eine stabile Mitgliederzahl und ist eine wichtige Säule in unserem Feuerwehrwesen. „Zusammengefasst waren die Einsatzereignisse in diesem Jahr glücklicherweise nicht außergewöhnlich, aber sie zeigen eine stetig steigende ehrenamtliche Arbeitszeit. Wenn wir einmal in die Zukunft schauen“, sagt Fiedler, „blicken wir auf intensive Jahre.“

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Die Landgemeinde sei gewachsen und habe nun zu sich gefunden. „Jetzt müssen wir agieren.“ Am Standort Dingelstädt müsse veraltete Fahrzeugtechnik ersetzt werden. „Ein großer Punkt ist ebenfalls unser Gerätehaus, dieses entspricht nicht mehr dem Stand der Technik und muss dringend an die jetzigen Herausforderungen angepasst werden. Als Feuerwehr sind wir Teil der Kommune und nehmen somit Pflichtaufgaben wahr. Diese können in den nächsten Jahren nur mit Investition erhalten bleiben. Denn in der Not verlassen wir uns alle auf unsere funktionierende Feuerwehr.“