Ein großes Dankeschön von den Eichsfeldern gab es jüngst für einige Frauen und Männer, die ihre Zeit und ihr Herzblut investieren und etwas für die Gemeinschaft tun. Einer von denen, die mit dem Ehrenamtspreis des Landkreises geehrt wurden, ist Ralf Lippold. „Er ist ein geschätztes Mitglied der Dorfgemeinschaft Wallrode und weit darüber hinaus“, sagte Landrätin Marion Frant (CDU) bei der Auszeichnungsveranstaltung.

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Mit seinem außergewöhnlichen musikalischen Talent, vor allem als Organist in evangelischen, katholischen und neuapostolischen Kirchen, begeistere er seit über 30 Jahren Menschen jeden Alters. Ralf Lippold leitet Chöre, gründete den Regionalchor „Bodetal“ und prägt mit seinem Engagement das kirchliche und kulturelle Leben seiner Heimat. Besonders sichtbar wurde sein Einsatz im Jubiläumsjahr „770 Jahre Wallrode“, bei dessen Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung er eine tragende Rolle übernahm.
Doch sein Wirken reicht weiter: Als ehrenamtlicher Orgelsachverständiger, Denkmalpfleger und langjähriges Mitglied der „Gesellschaft der Orgelfreunde“ setzt er sich mit Sachverstand für den Erhalt kultureller Werte ein. Seit 2009 ist er Ortschronist in Wallrode und hat einige Publikationen zur Regional- und Kirchengeschichte verfasst. Im Gemeindekirchenrat von St. Georg, zuletzt als Vorsitzender, übernimmt er Verantwortung für bauliche und organisatorische Aufgaben. Zudem engagiert sich Ralf Lippold als Wahlhelfer – ein verlässlicher Dienst für die Demokratie.
„Mit seiner Mischung aus Fachwissen, Leidenschaft und jahrzehntelangem Einsatz bereichert der Wallröder das gemeinschaftliche Leben im Eichsfeld in beeindruckender Weise“, so Frant.
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Wo ein Herz für die fünfte Jahreszeit schlägt
Freuen durfte sich auch Sieglinde Wiederhold. Sie prägt seit Jahrzehnten das gesellschaftliche wie kulturelle Leben in Kefferhausen in besonderer Weise. Seit 1990 engagiert sie sich in ihrem Dorf und hat das Vereinsleben entscheidend mitgestaltet. Zunächst wirkte die Eichsfelderin fast zehn Jahre als Kassiererin im Schützenverein und trug damit maßgeblich zur Verlässlichkeit und Kontinuität von diesem bei.
Doch ihr Herz schlug schon früh für die fünfte Jahreszeit: Seit über 20 Jahren gehört sie zum Vorstand des Kefferhäuser Carnevalvereins und ist dort nicht wegzudenken. Besonders am Herzen liegt ihr der umfangreiche Kostümfundus, den sie seit Jahren mit unermüdlicher Energie pflegt, organisiert und erweitert. Wenn ein Ballett über neue Outfits nachdenkt, heißt es bis heute liebevoll und voller Respekt: „Frag doch mal Mutter Lindi.“ Dieser Spitzname begleitet sie – getragen von Dankbarkeit und Wertschätzung.
Laut der Landrätin waren es erst die Töchter, heute sind es ihre Enkelkinder, die beim KCV tanzen. „Sieglinde Wiederhold hält Generationen zusammen und sorgt dafür, dass Tradition lebendig bleibt und weitergegeben wird“, so Frant.
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Auch die Geschichte des Karnevals im Ort trägt ihre Handschrift. Die Wurzeln reichen zurück bis in die 1980er Jahre, als am Fetten Donnerstag der „Bauernball“ gefeiert wurde. Aus dieser Tradition heraus entstand 1990 der Kefferhäuser Carnevalverein, auch heute sind viele Frauen und Männer aus der Gründerzeit noch aktiv.
„Sieglinde Wiederhold verbindet diese Generationen wie kaum eine andere und schafft ein starkes, herzliches Gemeinschaftsgefühl im Verein“, heißt es in der Laudatio. Seit 2020 engagiert sie sich zudem als Vertreterin der Senioren von Kefferhausen im Seniorenbeirat der Landgemeinde Dingelstädt.
Auch dort setzt sie sich mit Sachverstand, Empathie und viel persönlichem Einsatz für die Belange älterer Menschen ein. „Sie gehört zu den Menschen, die nicht im Vordergrund stehen wollen, aber durch ihr Tun unverzichtbar sind“, meint die Landrätin.
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Eine Eichsfelderin mit vielen Facetten
Der Ehrenamtspreis ging zudem an Christiane Farke, die in Gernrode und darüber hinaus aktiv ist. Ihr ehrenamtliches Engagement begann im Büro des Europaabgeordneten Rolf Berend, wo sie Veranstaltungen organisierte. Seit 1994 wirkt sie im Vorstand der CDU-Ortsgruppe mit und übernahm 2013 den Vorsitz der Frauenunion Eichsfeld. Besonders ihre Frühstückstreffen, die Besucher aus dem ganzen Landkreis anziehen, zeugen von ihrem Organisationstalent und ihrer Freude an Begegnung.
Seit 2022 ist die Gernröderin Mitglied des Kreistages und bringt dort ihre Positionen ein – unter anderem in Form eines Podcasts zum politischen Diskurs. Von 2014 bis 2024 gehörte sie dem Gemeinderat an. In dieser Zeit prägte sie die Kulturarbeit vor Ort entscheidend mit – von der 650-Jahrfeier über die Eichsfeldtage bis zu Seniorenehrungen, Pflanzaktionen und der Pflege des historischen Erbes.
Auch die Partnerschaften mit Triftern oder Salmtal gestaltet sie mit viel Engagement. Und auch im Karneval ist Christiane Farke aktiv – ob als Sängerin oder Büttenrednerin beim Seniorenfasching. „Ihre lebensfrohe, zugewandte Art macht sie zu einer festen Stütze des Vereinslebens“, so Frant.
Musikalisch ist die Gernröderin seit ihrer Schulzeit im Gesangverein „Concordia“ verwurzelt und gehört seit 2012 zum Vorstand. Viele Auftritte und Veranstaltungen tragen ihre Handschrift.
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Erwähnenswert ist auch ihr stilles Engagement in der Pfarrgemeinde: Über Jahre kümmerte sie sich um den Blumenschmuck in der Kirche, diente am Altar und besuchte Ältere oder Kranke – Dienste, die man oft nicht sieht, die aber eine Gemeinschaft stärken. Mit ihrem Einsatz, ihrer Herzlichkeit und der Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen, habe Christiane Farke nicht nur ihr Dorf bereichert.
Ein Feuerwehrmann mit handwerklicher Erfahrung
Geehrt wurde ferner Rainer Hock, der als verlässliche, hilfsbereite und hochengagierte Stütze des gemeinschaftlichen Lebens in Martinfeld gilt. Besonders in der Feuerwehr übernimmt er eine wichtige Rolle: Als aktives Mitglied sei er bei Einsätzen regelmäßig einer der Ersten vor Ort, zeige große Einsatzbereitschaft und sei für die Feuerwehrleute ein verlässlicher Partner in allen Situationen. „Sein Engagement trägt entscheidend zur Sicherheit im Ort und zur Stärke der Feuerwehr bei“, meint Frant.
Und auch im Sportverein gehört Rainer Hock seit Jahren zu den festen Säulen. Als langjähriges Vorstandsmitglied verbindet er organisatorisches Geschick mit persönlichem Einsatz. Er packt dort an, wo Unterstützung gebraucht wird, und übernimmt bauliche, technische und strukturelle Aufgaben. Hervorzuheben ist nach Ansicht der Landrätin sein Beitrag zum „Neubau des Sportlerheims 2024“. Mit umfassendem Fachwissen, handwerklicher Erfahrung und Eigeninitiative hat er dieses Projekt über Monate begleitet – sei es beim Planen, Bauen oder ganz praktisch vor Ort.
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Doch damit nicht genug. Rainer Hock ist jemand, der im Dorf stets zur Stelle ist, wenn Hilfe nötig ist. Oft, so Frant, stellte er eigene Technik, Werkzeug und sein praktisches Können zur Verfügung und unterstütze so Vorhaben der Dorfgemeinschaft. „Ob kleine Reparaturen, größere Projekte oder spontane Einsätze – auf ihn ist jederzeit Verlass. Mit seiner ruhigen Art, Tatkraft und beispielhafter Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, leistet Rainer Hock einen wertvollen Beitrag für das Miteinander und ist für viele im Ort ein Vorbild an Verlässlichkeit und Gemeinsinn.“











