Gesundheitsdialog klärt wichtige Fragen zur Patientenverfügung und Organspende

Die beliebte und kostenfreie Vortragsreihe „Gesundheitsdialoge“ des Eichsfeld-Klinikums geht in eine neue Runde. Auch im Jahr 2026 informieren monatlich Expertinnen und Experten, sowie Chefärztinnen und Chefärzte des Klinikums über aktuelle medizinische und gesundheitliche Themen.

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Den Auftakt der Gesundheitsdialoge bildet ein Vortrag zu wichtigen rechtlichen Fragen rund um Patientenverfügung und Organspende. Was passiert, wenn man selbst nicht mehr in der Lage ist, medizinische Entscheidungen zu treffen? Mit einer Patientenverfügung können Menschen frühzeitig festlegen, welche medizinischen Maßnahmen sie in bestimmten Situationen wünschen oder ablehnen.

Auch die Organspende ist Ausdruck einer persönlichen Entscheidung. Wer sich dafür entscheidet, erklärt seine Bereitschaft, nach dem eigenen Tod Organe für schwer kranke Menschen zur Verfügung zu stellen und damit möglicherweise Leben zu retten.

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Doch wie verhalten sich diese beiden Willenserklärungen zueinander? Schließen sich Organspendebereitschaft und Patientenverfügung aus? Können sich daraus rechtliche oder ethische Konflikte ergeben – etwa bei der Frage nach Therapiebegrenzungen, dem Abbruch lebensverlängernder Maßnahmen oder der ärztlichen Behandlung am Lebensende? Diese und weitere rechtliche Aspekte beleuchtet Uwe Schotte, Chefarzt der Klinik für Palliativmedizin im Eichsfeld-Klinikum, in seinem Vortrag am 22. Januar um 17.30 Uhr in der Cafeteria des Eichsfeld-Klinikums in Heiligenstadt. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, dem Experten persönlich Fragen zu stellen und in den Dialog zu treten. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. red

Blutspende in Breitenholz

Der DRK-Kreisverband Eichsfeld führt am Freitag, 9. Januar, in der Zeit von 15.30 bis 19 Uhr im Gemeindesaal Breitenholz, Hauptstraße 35, die erste Blutspende im Jahr 2026 durch. Die Feldküche steht bereit und das Team des Ortsverbands Breitenholz (OV) bereitet darin eine Stärkung für alle Spender zu. „Wir freuen uns über jeden Blutspender, der vom OV Breitenholz und vom Team des DRK-Blutspendeteams freundlich und mit der fachlichen Kompetenz begrüßt wird“, so Sachbearbeiter Stephan Köhler. red

Karsten Froböse
Karsten Froböse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Thüringen Nord, zieht Bilanz zum Jahr 2025.© Archiv | Daniel Wiegand

Jugendarbeitslosigkeit wird auch im Eichsfeld immer problematischer

Die Agentur für Arbeit Thüringen Nord verzeichnete im Dezember vergangenen Jahres 12.290 Arbeitslose in Nordthüringen und damit 2,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Problematisch bleibt allerdings die Jugendarbeitslosigkeit. Sie liegt nach Informationen der Agentur höher als vor einem Jahr.

„Menschen ohne Berufsabschluss und Berufserfahrung verlieren in wirtschaftlich angespannten Zeiten eher ihren Job. Deshalb werden wir auch im neuen Jahr unsere Anstrengungen vor allem auf Bildung richten. Nordthüringens Arbeitsmarkt braucht bereits heute und künftig noch mehr gut ausgebildete Fachkräfte“, betont Karsten Froböse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Thüringen Nord.

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Ein Instrument dafür sieht er im „Tag in der Praxis“, der vor vier Jahren in der Region eingeführt wurde. „Wir hatten 3,5 Prozent mehr neu abgeschlossene Ausbildungsverträge im letzten Jahr als 2024. Das bestätigt uns, dass sich die Anstrengungen aller, die sich für Berufsorientierung und Ausbildung engagieren, lohnen.“ Bundesweit sei die Zahl der neuen Ausbildungsverhältnisse rückläufig gewesen, so Froböse.

Im Landkreis Eichsfeld ging die Zahl der Arbeitslosen um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück und lag damit an dritter Stelle hinter Nordhausen (-3,4 Prozent) und dem Kyffhäuserkreis (-2,6 Prozent). Im Unstrut-Hainich-Kreis nahm die Arbeitslosigkeit um 0,9 Prozent zu.

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Jeder zehnte Arbeitslose war im vergangenen Jahr jünger als 25 Jahre. Insgesamt betreuten die Arbeitsagenturen und Jobcenter Nordthüringens 1275 arbeitslose Jugendliche. Die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen betrug 7,4 Prozent. Die höchste Jugendarbeitslosigkeit wies der Landkreis Nordhausen auf. Bei den Jüngeren belief sich die Arbeitslosenquote auf 9,7 Prozent und lag damit im Jahresdurchschnitt 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert, heißt es seitens der Arbeitsagentur. Im Jahresverlauf hätten sich jedoch auch die Erfolge der Maßnahmen zur Senkung der Jugendarbeitslosigkeit gezeigt. So habe seit September 2025 die Zahl arbeitsloser unter-25-Jähriger unter dem jeweiligen Vorjahreswert gelegen, heißt es weiter.

Im Eichsfeld, dem Kyffhäuserkreis und dem Unstrut-Hainich-Kreis konnte die durchschnittliche Arbeitslosigkeit der unter 25-Jährigen zum Vorjahr gesenkt werden. Im Unstrut-Hainich-Kreis war die Differenz zum Jahresdurchschnittswert 2024 am größten. Dort betrug die Arbeitslosenquote der 15- bis 25-Jährigen 8,5 Prozent. Im Vorjahr lag sie noch bei 9,4 Prozent. red

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Letzte-Hilfe-Kurs in Heiligenstadt

Das Lebensende von Angehörigen, Freunden, Freundinnen oder Nachbarn lässt viele Menschen ratlos zurück. In einem Letzte-Hilfe-Kurs erhalten Interessierte das nötige Rüstzeug, um Sterbende in ihrem nahen Umfeld zu begleiten. Vermittelt werden grundlegende Informationen, Orientierungshilfen und einfache Handgriffe für die Begleitung in der letzten Lebensphase.

Dieser Workshop findet im Rahmen der Serie Eichsfeldforums im Marcel-Callo-Haus in Heiligenstadt statt. Termin ist Samstag, 31. Januar, von 9 bis 13 Uhr. Geleitet wird er von Leandra Conradi und Tobias Schwoch vom hope – Ambulantes Hospiz- und Palliativzentrum Eichsfeld. Die Organisatoren bitten wegen der besseren Planung und Koordinierung der Teilnehmendenzahl bis zum 28. Januar um Anmeldung unter der E-Mail-Adresse l-conradi@hospiz-palliativ-eichsfeld.de oder unter der Telefonnummer 0151/12255111. Eine Teilnahme ist wie gewohnt kostenfrei. red