Auf der A38 im Landkreis Eichsfeld ist für den Winterdienst die Autobahnmeisterei Breitenworbis zuständig. Mit umfassenden Vorkehrungen, modernen Strategien und vorausschauender Planung sorgen die Mitarbeiter dafür, dass die wichtige Verkehrsverbindung auch in den Wintermonaten befahrbar bleibt. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, wie Streusalzlager, innovative Einsatztechniken und die Anpassung an den Klimawandel die Verkehrssicherheit in der Region gewährleisten.

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Die Autobahnmeisterei Breitenworbis ist für den Winterdienst auf der A38 umfassend gerüstet. Mit einer Lagerkapazität von 1300 Tonnen Salz in der eigenen Halle sowie weiteren 200 Tonnen in Silos am Stützpunkt Heringen im Landkreis Nordhausen sehen sich die Verantwortlichen bestens aufgestellt.
„Diese Bestände sind auch für besonders herausfordernde Witterungsverhältnisse ausreichend“, erklärt Paul Seeliger von der Autobahn GmbH, Außenstelle Erfurt. Die kontinuierliche Versorgung mit Streusalz sei durch Rahmenverträge mit regionalen Lieferanten gesichert, was bei Bedarf eine schnelle Auffüllung der Lager ermögliche. Der Nachschub an Salz werde stets im laufenden Betrieb organisiert.
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Talbrücken können bei Reifbildung schnell zu Gefahrenquellen werden
Obwohl keine spezielle Vorratshaltung betrieben werde, liege ein besonderes Augenmerk auf den zahlreichen Talbrücken in dem Abschnitt, den die Mitarbeiter der Breitenworbiser Autobahnmeisterei betreuen. Diese sensiblen Bereiche können bei Reifbildung schnell zu Gefahrenquellen werden und erfordern erhöhte Aufmerksamkeit, so der Sprecher.
Beim Einsatz des Streusalzes verfolge die Autobahnmeisterei Breitenworbis eine optimierte und umweltschonende Strategie, heißt es. Der Einsatz von reinem Streusalz sei genau geregelt und werde nur noch in speziell definierten Situationen verwendet. Überwiegend kommt stattdessen eine moderne Salz-Sole-Lösung zum Einsatz, bestehend aus 70 Prozent Trockensalz und 30 Prozent Natriumchlorid-Sole, erklärt Paul Seeliger.
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Durch die Anfeuchtung des Salzes werde der Streuverlust durch Windverwehungen erheblich reduziert, und das Salz hafte deutlich besser auf der Fahrbahn. „Diese Methode führt nicht nur zu einem signifikant geringeren Salzverbrauch, sondern trägt auch maßgeblich zur Minimierung der Umweltbelastungen bei. Gleichzeitig garantiert sie ein gleichmäßiges und präzises Streubild, was die Effizienz des Winterdienstes spürbar verbessert“, so der Unternehmenssprecher.
Durch Einsatz einer reinen Sole wird der Salzverbrauch reduziert
Die Auswirkungen des Klimawandels stellen den Winterdienst jedoch vor zunehmend komplexe Aufgaben. Insbesondere die vermehrte Häufigkeit von Frost-Tau-Wechseln führe zu einer stärkeren Beanspruchung der Fahrbahnbeläge. Um diesen veränderten Bedingungen Rechnung zu tragen, strebe die Autobahn GmbH eine verstärkte Anwendung der sogenannten FS-100-Methode an.
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Hierbei sprühen spezielle Fahrzeuge eine reine Sole aus Natriumchlorid direkt auf die Fahrbahn. Diese Sole wird in eigens dafür errichteten Mischanlagen aus Trockensalz und Wasser vor Ort hergestellt, teilt Paul Seeliger mit. Der Vorteil dieser Technik liege im äußerst gleichmäßigen Aufbringen der Sole und einer weiteren Reduzierung des Salzverbrauchs. Einziger Nachteil: Der Einsatz von FS 100 ist laut Seeliger nicht bei allen Temperaturen gleichermaßen effektiv.










