„Heute starb Frau Prof. Dr. Rita Süssmuth. Die Nachricht hierüber bewegt mich tief“, erreichte die Lokalredaktion am Sonntagabend eine Nachricht des ehemaligen Eichsfelder Landrats Werner Henning (CDU). Seine Trauer über den Tod der ehemaligen Bundestagspräsidentin versucht er, in Worte zu fassen:

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„Am 17. Februar wäre sie 89 Jahre alt geworden. Dieses Datum ist mir tief im Gedächtnis verankert und erinnert mich an ihren 53. Geburtstag, den sie in Heiligenstadt, im heutigen Jugend‑ und Erwachsenenbildungshaus Marcel‑Callo, gefeiert hat“, erinnert sich Henning.
Sonnenschein begleitet Süssmuths Besuch im Eichsfeld
Begonnen hatte dieser Tag mit einem Besuch bei Pater Erwin in dem noch in der ehemaligen Sperrzone gelegenen Franziskanerkloster Hülfensberg. „Herrlicher Sonnenschein und Schneeschmelze umrahmten die freudige Stimmung dieses Tages, die den Aufbruch in eine neue und noch unbekannte Zeit in ein so hoffnungsfrohes Licht tauchte.“
Rita Süssmuth (CDU) war die damalige Präsidentin des Deutschen Bundestages. „Ihren Wahlkreis hatte sie in dem uns benachbarten Göttingen, von wo aus sie dem Eichsfeld sehr eng und freundschaftlich verbunden war“, weiß Henning. „Seit der Grenzöffnung waren Frau Süssmuth und ihr Mann sehr oft im Eichsfeld gewesen.“
Aus anfänglichen unmittelbaren Hilfeleistungen im Krankenhaus oder in den Einrichtungen der Behinderten‑ und Altenpflege habe sich sehr schnell eine wirksame Kontaktvermittlung in alle Bereiche des politischen und wirtschaftlichen Lebens der alten Bundesrepublik entwickelt, die sicher dem Eichsfeld in besonderer Weise zugutekam – darüber hinaus aber auch Ausstrahlung nach ganz Thüringen hinein entfaltete.

Rita Süssmuth habe in ihrem Wirken spüren lassen, „wie sehr sie uns tatsächlich ein ehrliches ,Willkommen‘ in der Bundesrepublik Deutschland zurief und dazu aufforderte, an der Gestaltung eines anspruchsvollen und menschenfreundlichen gesellschaftlichen Lebens mitzuwirken.“
Für sie sei es eine Selbstverständlichkeit gewesen, an das Gute in der westlichen Freiheit zu glauben, welches sie durch ihr eigenes Vorbild bezeugte.
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„Der Blick auf ihre Haltungen hat uns in vielen Belangen Maßstäbe gesetzt, an denen wir uns gemessen haben. Dass sie zu meiner Verabschiedung aus dem Dienst des Landrats am 29. Mai 2024 nach Heiligenstadt kam, war mir eine große Ehre. Ich bin sicher, dass ihr das Eichsfeld ein sehr ehrenvolles Andenken bewahren wird. Sie möge ruhen in Frieden“, schließt Werner Henning.








