Wie geht es weiter mit den Radwegen und sicheren Fahrzonen für Radfahrer im Eichsfeld? Diese Frage stellen nicht nur Bürger in den Eichsfelder Stadtratssitzungen, sondern sie beschäftigt auch das Landratsamt. Denn immer mehr Menschen fahren Rad als Hobby, als sportlichen Ausgleich oder nutzen es für kurze Wege oder auch, um damit zur Arbeit zu kommen. Bei einigen steht dabei auch der Umweltschutzgedanke im Fokus.

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Der Aufschlag zu einem nagelneuen Radverkehrskonzept im Landkreis Eichsfeld ist gemacht und soll die Grundlage für eine moderne, sichere und attraktive Struktur sein. Mit einer Auftaktveranstaltung bereits Ende Januar gab der Landkreis Eichsfeld offiziell die Erarbeitung eines neuen Radverkehrskonzepts (RVK) bekannt. Der Kreisausschuss hatte zuvor der Beauftragung des Planungsbüros Green-solutions aus Murnau zugestimmt, das das Projekt unter Mitwirkung von Destination-to-market aus Lenggries umsetzt.
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Neues Konzept soll Radverkehr im Landkreis gezielt verbessern
Das neue Radverkehrskonzept soll eine konzeptionelle Grundlage für den Alltagsradverkehr, den Freizeitradverkehr sowie den touristischen Radverkehr im gesamten Landkreis bilden. Ziel der Neuaufstellung sei es, so heißt es aus dem Landratsamt, aktuelle Entwicklungen im Radverkehr aufzugreifen und eine belastbare mittel- bis langfristige Entscheidungsgrundlage für Politik und Verwaltung für einen Zeitraum von acht bis zehn Jahren zu schaffen. Das fertige Radverkehrskonzept soll dann unter anderem konkrete Handlungsempfehlungen für Routen enthalten, abgestimmt auf alle Straßenbaulastträger und örtlich zuständigen Institutionen.
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Überdies sind eine Kostenschätzung für empfohlene Maßnahmen, zielgruppenspezifische Empfehlungen sowie ein Wegweisungskataster Bestandteil des Konzeptes. Damit werde eine einheitliche und strukturierte Weiterentwicklung des Radverkehrs im Landkreis ermöglicht. Mit der Fertigstellung des Radverkehrskonzepts könne die Umsetzung konkreter Maßnahmen vorbereitet und eingeleitet werden. Dazu zählen unter anderem die flächendeckende Beschilderung und Wegweisung im gesamten Landkreis einschließlich der Anbindung an benachbarte Landkreise, der Bau beziehungsweise die Ertüchtigung von Radwegen sowie die Installation von Radbegleitinfrastruktur, unter anderem Abstellanlagen oder Servicestationen.
Für bauliche Maßnahmen ist allerdings die Akquise entsprechender Fördermittel erforderlich, denn allein sei das nicht finanzierbar. Das Radverkehrskonzept bilde hierfür die notwendige konzeptionelle Grundlage. Übergeordnetes Ziel sei es, eine attraktive, sichere und gut vernetzte Radinfrastruktur für Einwohnerinnen und Einwohner sowie für Gäste und Touristen im Landkreis Eichsfeld zu schaffen. Neben infrastrukturellen Aspekten sollen auch qualitative Ziele verfolgt werden, insbesondere die Erhöhung der subjektiven Verkehrssicherheit sowie eine positive öffentliche Wahrnehmung eines leistungsfähigen regionalen Radverkehrsnetzes.

Zur Ermittlung der Bedarfe der Bevölkerung sowie der touristischen Nutzergruppen lief sogar eine Online-Umfrage zum Radverkehr. „Dieses bewusst gewählte Beteiligungsformat verzeichnete ein starkes Feedback“, ist man im Landratsamt erfreut. Im weiteren Projektverlauf folgen nun die Auswertung der eingegangenen Hinweise, eine vertiefende Bestandsermittlung vor Ort mittels Befahrung der identifizierten Routen, Workshops mit den Gemeinden sowie mit fachkundigen Akteuren vor Ort und anschließend die Strategieformulierung mit der Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen.
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Sofern der ambitionierte Zeitplan eingehalten werden kann und erforderliche Fördermittel rechtzeitig beantragt werden, könnten ab dem Jahr 2027 erste Maßnahmen umgesetzt werden. An der Auftaktveranstaltung nahmen unter anderem Vertreterinnen und Vertreter vieler Kommunen des Landkreises Eichsfeld, das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr – Region Nord, die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen (AGFK) Thüringen, der Unstrutradwegverein, die Polizeiinspektion Eichsfeld, die Straßenverkehrsbehörde des Landratsamtes sowie die Auftraggeber aus dem Referat Kreisentwicklung und Landrätin Marion Frant (CDU) teil. Mit der Neuaufstellung des Radverkehrskonzepts setze der Landkreis Eichsfeld ein klares Zeichen für eine zukunftsorientierte Mobilitätsentwicklung und die nachhaltige Stärkung des Radverkehrs in der Region, heißt es abschließend.










