Nicht nur als einen wichtigen Gedenkort zur Erinnerung an das Leid und die Opfer des DDR-Grenzregimes, sondern auch als außerschulischen Lernort zur historisch-politischen Bildung sieht sich das Grenzmuseum Schifflersgrund in Asbach-Sickenberg. „Junge Menschen erfahren hier, was es bedeutete, unter einer Diktatur in einem geteilten Land zu leben und wie wertvoll Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit sind“, sagt Museumsmitarbeiterin Madlen Beckmann.

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Für Kinder und Jugendliche gibt es dazu verschiedenste Angebote: Überblicksführungen, Zeitzeugengespräche, Workshops, Wanderungen am Grünen Band und digitale Anwendungen, die individuell kombiniert und je nach Altersgruppe und Lernniveau angepasst werden können. Zudem werden schulische Projektarbeiten betreut sowie Schulen und Lehrkräfte bei der Planung von Museumsbesuchen beraten, auch bei der Beantragung von Fahrtkostenzuschüssen in den jeweiligen Bundesländern.
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Dabei arbeitet das Grenzmuseum auch länderübergreifend mit den Staatlichen Schulämtern in Hessen und Thüringen zusammen. Über 50 Mitarbeiter des Schulamtes Nordthüringen besuchten jetzt die Einrichtung, um die neugestaltete multimediale Dauerausstellung kennenzulernen und sich vor Ort über die Bildungsangebote zu informieren. Zugleich wurde die bestehende Kooperationsvereinbarung, die bisher für drei Jahre geschlossen war, erneuert und dauerhaft auf unbestimmte Zeit verlängert.
Grenzmuseum und Schulamt vertiefen Kooperation für Bildungsarbeit
Museumsleiter Christian Stöber und Schulamtsleiterin Ines Börner betonten bei der Unterzeichnung das Anliegen, das Grenzmuseum als außerschulischen Lernort zu stärken, zusammen Fortbildungsveranstaltungen durchzuführen und Erfahrungen zur Weiterentwicklung pädagogischer Konzepte auszutauschen.
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„Ziel ist es, nicht nur Wissen, sondern auch Kompetenzen und Werte zu vermitteln“, so Stöber. „Es geht um das historische Lernen für das Hier und Heute.“ Schulamtsleiterin Börner sagt: „Für uns ist es entscheidend, Geschichte an authentischen Orten erfahrbar zu machen. Die Auseinandersetzung mit der DDR-Vergangenheit im Grenzmuseum Schifflersgrund fördert bei Schülerinnen und Schülern auf sehr anschauliche Art und Weise das historische Bewusstsein, auch für demokratisches Handeln in Gegenwart und Zukunft.“ Auch mit dem hessischen Schulamt für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg und den Werra-Meißner-Kreis gibt es eine enge Zusammenarbeit.
Zunehmend, so Beckmann, kämen auch Grundschulgruppen. Für die Jüngsten steht ab Mitte Juni eine neue Broschüre zur Verfügung, die aktuell mit Kindern entwickelt wird und einlädt, Geschichte am Grenzmuseum altersgerecht zu entdecken.
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Hessen und Thüringen unterstützen das Museum mit der Teilabordnung je einer Lehrkraft, die an zwei beziehungsweise drei Wochentagen als pädagogische Mitarbeiter tätig sind. Koordiniert und geleitet wird die Vermittlungsarbeit von Anne Vaupel-Meier, die mit ihren Kollegen für Fragen zur Verfügung steht. „Schulen und Lehrkräften, aber auch Erwachsenengruppen, Betrieben, Behörden und Vereinen, die einen Ausflug zu uns planen, empfehlen wir, sich frühzeitig zu melden“, so Vaupel-Meier. Je mehr man über die Gruppen wisse, umso individueller ließen sich die Wünsche anpassen.
Anfragen und Anmeldungen sind über die Homepage, per Mail an lernort@grenzmuseum.de oder auch telefonisch unter 036987/979940 möglich.
red









