Zwei kleine Leineschafe haben bereits Anfang März als erste Tiere in der neuen Landschaftspflegeherde der Natura 2000-Station Unstrut-Hainich/Eichsfeld das Licht der Welt erblickt. „Diese ersten Lämmer in unserer neuen Landschaftspflegeherde sind etwas ganz Besonderes“, sagt Stationsleiterin Juliane Vogt.

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Die Herde, die aktuell in einem Stall in Großburschla untergebracht ist, umfasst insgesamt 80 Leineschafe, 20 Heidschnucken sowie einige Thüringer Waldziegen und Burenziegen. Aufgebaut wird die Herde seit einigen Monaten im Rahmen eines Pilotprojekts.

Das erklärte Ziel: Ein Akteur des Naturschutzes, der selbst keine Landwirtschaft betreibt, soll Flächen beweiden, die ökologisch besonders wertvoll sind und auf anderem Weg nicht gepflegt werden könnten. Eine Grundvoraussetzung ist dabei, dass vorab keine Landwirte oder Privatpersonen für die Beweidung gewonnen werden konnten, erklärt die Stationsleiterin.

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Beweidung schützt wertvolle Flächen und fördert Naturschutz

„Dabei entsteht keine Konkurrenz mit Landwirten, denn unsere Herde beweidet Flächen, die naturschutzfachlich besonders wertvoll sind und durch Beweidung erhalten werden müssen“, so Vogt. Die Station könne auch temporär für ein Jahr einspringen und Flächen anschließend an interessierte Landwirte weitervermitteln.

Zu den Projektschwerpunkten zählen die Instandsetzung von Weideflächen, die Erarbeitung eines naturschutzfachlichen Beweidungs- und Nachpflegemanagements sowie umfassende Umweltbildungs- und Öffentlichkeitsarbeit.

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Betreut wird die Herde von Julia Datzko, studierte Landwirtin und Referentin der Station, sowie Schäfer Julius Greif. Beide bringen nicht nur fachliche Expertise mit, sondern stecken nach eigener Aussage auch viel Herzblut in den Aufbau der Herde.

Natura 2000-Station erwartet rund 100 neue Leineschaf-Lämmer

Sie werden von weiteren Mitarbeitern und Hilfskräften dabei unterstützt. „Die Tiere sind in einem sehr guten Gesundheitszustand und wir freuen uns in der nächsten Zeit auf gut 100 weitere Leineschaf-Lämmer“, so Julia Datzko und Julius Greif.

Die Natura 2000-Station Unstrut-Hainich/Eichsfeld wird von der Wildtierland Hainich gGmbH getragen, die auch das Wildkatzendorf Hütscheroda betreibt. Das betreute Gebiet erstreckt sich über die Landkreise Eichsfeld, Unstrut-Hainich und den nördlichen Wartburgkreis.

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Im Mai 2026 feiert die Station ihr zehnjähriges Bestehen – geplant sind drei kostenfreie Wanderungen im Stationsgebiet. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.nat-2000.de.