Große Aufregung herrschte dieser Tage im Vorraum der Aula des St. Josef-Gymnasiums in Dingelstädt. 17 aufgeregte Darstellerinnen und Darsteller des Wahlpflichtkurses „Darstellen und Gestalten“, Jahrgang 10, sammelten noch einmal ihre Konzentration vor dem großen Theaterauftritt.

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„Das war Kribbeln ohne Ende. Einerseits war man angespannt ohne Ende, aber auch mit riesiger Vorfreude auf das, was gleich kommt“, bringt Magdalena die zwiespältige Gefühlslage auf den Punkt. „Egal, was auf der Bühne passiert, wir helfen einander und ziehen das gemeinsam durch“, gibt der Lehrer Michael Gremler seinen Schützlingen den letzten Konzentrationskick mit auf den Weg, ehe sich die Flügeltüren der Aula öffnen und das Theaterstück „Freitag, der 13.!“ vor ausverkauftem Haus beginnt.
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Das Stück handelte von einer Gruppe Flugzeugpassagiere, die nach einem Absturz auf einer Insel miteinander auskommen müssen, um möglichst auch alle zu überleben. Allerdings stellt sich im Lauf des Stückes heraus, dass auf der Insel bereits ein Fernsehteam stationiert ist, um heimlich die Realityshow „Surviver“ zu drehen, erzählt Michael Gremler.

Pointierter Humor und absolute Textsicherheit
Mit pointiertem Humor, starker Gestik sowie Mimik und absoluter Textsicherheit wussten die Darsteller die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen und brachten zahlreiche Lacher zustande. „Das war ganz großes Kino, einfach stark“, zeigt sich daher auch ein Vater von der Aufführung beeindruckt. Als Elternteil fieberte er der Aufführung ebenso entgegen und warb im Vorfeld für diese.
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„Unsere Werbung reichte von der persönlichen Ansprache über Ankündigungen mittels Plakaten in Schule und Stadt bis hin zur Veröffentlichung in Onlinekanälen, in der Zeitung und dem digitalen Veranstaltungskalender der Stadt Dingelstädt“, berichtet Michael Gremler über die Marketingabteilung seines Kurses und ist auch stolz auf sie. Außerdem wurde bereits zum Tag der offenen Tür am Gymnasium, der Anfang März stattgefunden hat, die Eingangsszene des Stückes vorgespielt, was ebenfalls manchen Interessenten in die Aula geführt haben dürfte.
Das Resultat der Werbung konnte sich sehen lassen: Seit drei Jahren gibt es Aufführungen am St. Josef-Gymnasium, erstmals war die Veranstaltung mit 200 Zuschauern restlos ausverkauft.

„Das war der Wahnsinn“, jubelt Darstellerin Mia und ist sichtbar stolz auf diese Würdigung sowie auf das, was ihre Truppe geleistet hat. Anerkennende Worte fand Michael Gremler noch einmal am Ende der Veranstaltung und nach lang anhaltendem Applaus des Publikums. Er zeigte sich beeindruckt vom permanenten Engagement und der Kreativität seines Kurses, aber auch davon, dass selbst in anstrengenden Probenpassagen der Spaß nicht zu kurz kam. „Egal, was wir angepackt haben – ihr habt immer mit Vollgas mitgezogen“, weiß er das Zurückliegende zu würdigen.
Bühnenbau in Eigenregie und Technikteam sorgen für Erfolg
Auch die Gestaltung des Bühnenbilds übernahm die Gruppe selbstständig, berichtet er. Seit Beginn des Schuljahres seien in aufwendiger und zeitintensiver Arbeit ein längerer Bühnensteg sowie transportable Bühnenbildelemente gebaut worden. „Wenn Sie also einen fähigen Handwerkertrupp daheim brauchen, ich kann Ihnen diesen wirklich nur empfehlen“, gibt Michael Gremler lachend und mit einem Augenzwinkern dem Publikum noch einen Tipp mit auf den Weg.
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Dass alles nicht ohne Hilfe möglich war, wurde am Ende des Abends deutlich. Dankesworte gab es für Lehrer Oliver Mönner, der die Technik unterstützte, sowie für Albert Hunstock, der die Mikrofontechnik pflegte und optimierte. Ebenso dankte Michael Gremler den Sponsoren des St. Josef-Theaters, vor allem dem Förderverein der Schule sowie den Firmen Energietechnik Hülfenhaus und Indiware.
Unterstützt wurde die Veranstaltung auch vom Kurs „Darstellen und Gestalten“ der Jahrgangsstufe 9, der den Verkauf übernahm. Neben Getränken gab es Brezeln und Popcorn. Für die Schülerinnen und Schüler dieses Kurses hatte die Aufführung noch eine besondere Funktion: In einem Jahr werden die Mädchen und Jungen ebenfalls ein Stück auf die Beine stellen und konnten sich nun schon einmal inspirieren lassen.
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„Eine Top-Vorführung und ausverkauftes Haus – das ist mal ein Ansporn“, meint Josefine und nahm die Herausforderung an. „Man darf also gespannt sein, was in einem Jahr zu sehen sein wird am St. Josef-Gymnasium“, sagt Michael Gremler.
red/sma










