Ein ganz besonderer Geburtstag wurde am 13. Mai im Pflegeheim Bonifatiusstift in Neustadt gefeiert: Bewohnerin Gisela Schossig wurde 100 Jahre alt. Für das Haus ist sie damit die erste Bewohnerin, die dieses beeindruckende Lebensalter erreicht hat, und ist somit eine kleine Besonderheit für Mitarbeitende, Bewohnerinnen und Bewohner.

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Auf die Frage, wie es sich anfühle, den 100. Geburtstag zu erleben, antwortete Gisela Schossig mit einem leichten Grinsen im Gesicht: „Alltäglich.“ Eine Antwort, die für Schmunzeln sorgte. Denn während viele Gäste mit großer Spannung wissen wollten, wie es sich anfühlt, 100 Jahre alt zu werden, wirkte die Jubilarin ruhig, gelassen und zugleich aufgeregt über den Trubel um ihre Person.

Gäste und Pflegekräfte gratulieren Gisela Schossig zum Ehrentag

Einige Gäste waren an diesem besonderen Tag in das Bonifatiusstift gekommen, um Gisela Schossig persönlich zu gratulieren. Auch die Pflegekräfte des Hauses ließen es sich nicht nehmen, der Bewohnerin ihre Glückwünsche auszusprechen. Mit viel liebevoller Aufmerksamkeit hatten sie Gisela Schossig auf ihren Ehrentag vorbereitet: Eine Schwester kümmerte sich um die Haare, eine andere half bei der Kleiderwahl, bis alles für den festlichen Anlass stimmte.

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In gemütlicher Runde kamen unter anderem Pfarrer Michael Blaszczyk, Gemeindekirchenratsmitglied Annemarie Täubig, Karl-Josef Wand (parteilos), Bürgermeister der Landgemeinde Am Ohmberg, sowie Hermann Richardt (CDU), Ortschaftsbürgermeister von Neustadt, zusammen. Gemeinsam mit Gisela Schossig blickten sie auf ein langes und bewegtes Leben zurück.

Geboren wurde sie in Großbodungen, einer Ortschaft in der Nähe von Neustadt. Dort wuchs sie auf, verbrachte den größten Teil ihres Lebens und blieb ihrer Heimat stets fest verbunden. In Großbodungen zog sie ihren Sohn groß, pflegte Haus und Garten und war viele Jahre im Großbodunger Kirchenchor aktiv. Auch beruflich war sie über lange Zeit in der Hauswirtschaft tätig – sowohl im Kindergarten als auch in der Schule.

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Im Gespräch erzählte Gisela Schossig von ihrem Leben, vom Wandel der Zeit und von Erinnerungen aus 100 Jahren. Auch das Wetter zu ihrem Geburtstag war Thema, schließlich fällt ihr Ehrentag mitten in die Zeit der Eisheiligen, die oft für wechselhafte Witterung bekannt sind. Ihre abschließenden Worte fassten vieles schlicht und treffend zusammen: „Wie das Leben so spielt.“

Organisiert wurde die kleine Feier von ihrem Sohn Olaf, der sich liebevoll um seine Mutter kümmert. Am Nachmittag wurde im engen Kreis der Familie weitergefeiert — mit Sohn und Schwiegertochter, Enkelkindern und Urenkeln. Ebenso waren die Mitarbeitenden sowie die Mitbewohnerinnen und Mitbewohner des Hauses eingeladen. Dies war ihrem Sohn besonders wichtig, denn seit 2020 ist das Bonifatiusstift für seine Mutter zu einem zweiten Zuhause geworden. Hier fühlt sie sich wohl und gut versorgt.

Auch Bürgermeister Karl-Josef Wand zeigte sich erfreut über die Begegnung und verabredete sich mit Gisela Schossig bereits zu ihrem nächsten Geburtstag. Das Bonifatiusstift Neustadt gratuliert ihr herzlich zu ihrem 100. Geburtstag und wünscht ihr für das neue Lebensjahr alles Gute, Gesundheit und viele zufriedene Momente.

red