Wie ein Küllstedter zum Anwalt im RAF-Prozess wurde

Mit 14 Jahren floh Heinz Funke allein aus der DDR – ohne Eltern, ohne Geschwister, ohne Netzwerk. Was folgte, war eine Biografie voller Wendungen. Der gebürtige Küllstedter wurde im Westen Rechtsanwalt, übernahm Mandate im Baader-Meinhof-Komplex und gehörte zu den letzten Personen, die Andreas Baader lebend gesehen haben.

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Nach der Wende kehrte Funke ins Eichsfeld zurück, eröffnete eine Kanzlei und engagierte sich unter anderem für die SPD im Kreistag. Bekannt war er dort für seine direkte und unverblümte Art. In der 21. Folge des Eichsfeld-Podcasts „Grimms Brüder“ erzählt Funke nun seine Geschichte – persönlich, offen und mit dem Blick eines Mannes, der sowohl die große Politik als auch die kleinen Verhältnisse seiner Heimat kennt. Die Folge erscheint am 1. Juni auf allen gängigen Podcast-Plattformen. red

Bauhof-Neubau und Vitalpark-Kosten auf der Agenda

Der Finanzausschuss von Heiligenstadt kommt am Mittwoch, 3. Juni, um 17 Uhr zu seiner 16. Sitzung im Plenarsaal des Rathauses zusammen. Im Mittelpunkt stehen zwei außerplanmäßige Ausgaben: zum einen für die Kapitalertragssteuer und den Solidaritätszuschlag der Betriebe gewerblicher Art des Vitalparks, zum anderen für den Neubau der Werkstätten und Lagerhallen des Bauhofes in der Flinsberger Straße. Die Sitzung ist öffentlich. red

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Vortrag in Dingelstädt klärt über Pflegegrade und Leistungen auf

Wenn ein Familienmitglied pflegebedürftig wird, stehen Angehörige oft vor vielen Fragen. Antworten gibt ein Vortrag am Montag, 15. Juni, von 17 bis 18.30 Uhr im Familienzentrum Kloster Kerbscher Berg in Dingelstädt. Kristin Fischer und Stefan Ewecke informieren über Pflegegrade, Pflegegeld, Sachleistungen und Freistellungsmöglichkeiten sowie über regionale Angebote. Der Teilnehmerbeitrag beträgt vier Euro. Eine Anmeldung ist bis zwei Werktage unter Telefon 030675/690072 oder per E-Mail an familienzentrum@kerbscher-berg.de erforderlich. red

Jakob Springfeld liest aus „Der Westen hat keine Ahnung, was im Osten passiert“

Autor Jakob Springfeld kommt mit seinem Buch „Der Westen hat keine Ahnung, was im Osten passiert“ nach Heiligenstadt. Im Rahmen des Eichsfeldforums liest er am Mittwoch, 10. Juni, ab 19.30 Uhr im Marcel-Callo-Haus in der Lindenallee und stellt sich anschließend der Diskussion.

In seinem Werk beschreibt Springfeld, wie Angriffe auf Geflüchtete zunehmen, neonazistische Positionen vielerorts wieder alltäglich geworden sind und Behörden sowie Justiz diese Entwicklung in Teilen begünstigen. Zugleich kritisiert er, dass Westdeutschland oft von oben herab auf den Osten blicke, ohne die Probleme vor Ort wirklich zu verstehen.

Der Autor fordert ein Ende des bequemen Wegsehens: Demokratie sei eine gemeinsame Aufgabe, die Haltung und Verantwortung erfordere. Die Veranstaltung dauert bis 21 Uhr. red