Seit Monaten dreht sich in der kleinen Gemeinde Vollenborn alles nur um eines: das 900-jährige Ortsjubiläum. Denn das soll im wahrsten Sinne des Wortes ein Erlebnis werden, nicht nur für die Einwohner, sondern für die ganze Gemeinde Niederorschel und die Region. Verraten sei schon einmal: Es wird laut, bunt und spannend. Gezeigt wird, was ein Eichsfelder Dorf kann.

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Das Festkomitee hat bereits vor Monaten Ideen gesammelt, getüftelt, geplant und überrascht nun mit einem Programm, das selbst einem Stadtjubiläum alle Ehre machen würde. Dabei hat Vollenborn gerade einmal um die 250 Einwohner.
Freuen dürfen sich alle auf ein Fest, das weit mehr als ein Dorffest ist und das einen ganz eigenen Charme versprühen wird. „Unser Jubiläum trägt die Handschrift junger Leute“, sagt Ortsteilbürgermeister Klaus Glasebach (parteilos), der bereit war, den organisatorischen Staffelstab abzugeben. Bereut hat er diese Entscheidung nicht.
Chantal Anik Dietrich hört das gern. Sie mischt bei den Vorbereitungen ordentlich mit. Als Schlaubi mit Ortsfahne als Umhang und Glühbirne auf dem Hut hat sie im Dorf schon mancher gesehen. Das Lied, das die Band „Legato“ den Vollenbornern geschenkt hat, trällert sie öfter vor sich hin, wenn sie derzeit unterwegs ist. Es macht ganz einfach gute Laune.
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Die Vorbereitungen laufen bei ihr und ihren Mitstreitern momentan auf Hochtouren. Erst vor ein paar Tagen, erzählt Anika Müller, sei eine Gruppe nach Hessisch Lichtenau gereist. Ihr Ziel: die Backstage-Bar von „Rauhbein“-Sänger Henry. Dort durften sie sogar an seinem Stammtisch Platz nehmen und in geselliger Runde von ihrer Heimat schwärmen.
Konzerttickets können schon jetzt gekauft werden
Das Ganze hat natürlich einen Grund: „Rauhbein“, eine Folk-Rock-Band, spielt am 21. August zum Ortsjubiläum. Tickets für das Konzert gibt es unter anderem auf der Internetseite 900 Jahre Vollenborn sowie bei eventim. Und damit echtes Festival-Feeling aufkommt, spielen noch zwei Vorbands, verrät Chantal Anik Dietrich. Special Guests sind Filterlos und DaS Neuwerk.
Zudem gibt es an dem Tag nachmittags einen frei zugänglichen Mittelaltermarkt – mit historischem Handwerk, Minne-Sängern, Gaukeley und mehr.
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Da für alle Generationen und Interessen etwas geboten werden soll, wollen die Organisatoren beispielsweise auch mit einer Festschrift punkten. „Und die ist alles andere als langweilig“, verspricht Klaus Glasebach. Für sie wurde in alten Akten gestöbert. Gestoßen ist man bei der Recherche auf ein unscheinbares Buch, die Chronik der Schule. „Wichtige Informationen, die uns bislang fehlten, haben wir hier gefunden“, macht er neugierig.
Verraten will er noch nichts, nur so viel, dass es Zeiten gab, in denen im „Drei-Schichtsystem“ in der Schule unterrichtet wurde, weil es in der Spitze 90 Schüler gab.

Im Dorfgemeinschaftshaus ist zudem eine Ausstellung geplant, in der zum Beispiel alter Hausrat und historische Karten gezeigt werden. Über 1800 Bilder vom Baugeschehen bis zur Hochzeit wurden außerdem digitalisiert. „Und Tante Irmchen, die älteste Einwohnerin mit 99 Jahren, hat uns dabei mit so mancher Geschichte unterstützt. Denn sie kennt alle“, erzählt der Ortschef und schlägt den Bogen weiter zum Dorfrundgang.
Bei diesem erfahren die Gäste mittels QR-Code, wo einst Bäcker und Schuster lebten und welche markanten Plätze es im Ort gibt. Insgesamt werden 19 Stationen präsentiert.
Wer es lieber romantisch als historisch mag, für den dürfte die Lichtshow an der Kirche etwas sein. Den feierlichen Part bildet hingegen ein Festakt mit geladenen Gästen und 62 Vereinen der Einheitsgemeinde.
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Schaltung nach Neuseeland und Fanshop für Liebhaber
„Übrigens haben wir auch 160 ehemalige Vollenborner angeschrieben und eingeladen“, sagt Klaus Glasebach. Bis nach Neuseeland sind die Mails gegangen. Mit etwas Glück gelingt im August eine Liveschaltung, bei der man sich wiedersieht.
Die Vollenborner und alle anderen können sich übrigens schon jetzt auf die Festwoche vom 20. bis 24. August einstimmen. „Wir haben einen Fanshop. Da gibt es Shirts, Socken, Tassen, Schürzen, sogar Halstücher für Hunde oder Kuscheltiere“, hat Chantal Anik Dietrich noch einen Tipp, den sie mit einem Lachen weitergibt. Vielleicht möchte sich ja noch jemand für das Jubiläum, zu dem auch noch ein Bauernmarkt und ein Festumzug gehören, ausstatten.
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Die nächsten Höhepunkte im Festreigen sind nun aber erst einmal die Grenzbierfeste im Juni und Juli mit den Nachbarorten Deuna, Gerterode, Rehungen und Keula.
Vollenborn zeigt: Heimat ist kein Zufall – sie entsteht durch Menschen mit Herz, Ideen und Zusammenhalt. Wer beim Ortsjubiläum dabei ist und mitfeiert, kann das live erleben.










