Nach der Schussabgabe auf einen Polizeibeamten der Polizeiinspektion Göttingen am Samstagabend hat die Polizei ihre in der Nacht mit Hochdruck begonnenen Ermittlungen am Sonntag ohne Unterbrechung fortgesetzt. Der Schwerpunkt liegt laut Pressesprecherin Jasmin Kaatz auf der Identifizierung und Ergreifung des mutmaßlichen Schützen. Er befindet sich weiterhin auf der Flucht.

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Den derzeitigen Erkenntnissen zufolge hatte der Unbekannte am Samstagabend (13. Juni) während einer Auseinandersetzung zwischen zwei rivalisierenden Göttinger Großfamilien einen oder mehrere Schüsse aus einer scharfen Waffe abgefeuert und hierbei einen Polizeibeamten getroffen und schwer verletzt. Der Zustand des Beamten sei mit Stand von Sonntag unverändert stabil. In die laufenden Ermittlungen sei die Staatsanwaltschaft Göttingen von Beginn an eng eingebunden.

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An der Auseinandersetzung, die der Schussabgabe vorausging, waren nach polizeilichen Schätzungen mehrere Personen aus zwei verschiedenen Streitparteien beteiligt. Die Ermittlungen zur genauen Zusammensetzung und Herkunft der Gruppenmitglieder dauern an. Dies schließt auch die Prüfung ein, ob ein Zusammenhang mit den zurückliegenden Auseinandersetzungen zwischen zwei örtlichen Großfamilien besteht.

Hinweisportal für Bildmaterial und Videos geschaltet

Auf die veröffentlichten Pressemitteilungen gingen bei der Polizei zeitnah mehrere Hinweise ein, die zurzeit ausgewertet werden. „Die Ermittlerinnen und Ermittler gehen davon aus, dass es darüber hinaus private Handyvideos und anderes Bildmaterial von dem Geschehen gibt, und bitten darum, diese wichtigen Aufnahmen der Polizei zur Verfügung zu stellen“, bittet Kaatz um Hilfe. Das dazu eingerichtete Hinweisportal ist unter www.nds.hinweisportal.de zu erreichen. Alle anderen sachdienlichen Hinweise nimmt die Polizei Göttingen weiterhin unter der Telefonnummer 0551/491-2115 entgegen.

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Die intensiven spurentechnischen Untersuchungen rund um den Tatort hätten am frühen Sonntagmorgen abgeschlossen werden können. „Die Auswertung des gesicherten Spurenmaterials sowie auch der umfangreichen Befragungen von Zeuginnen und Zeugen dauert an.“ Der Bereich im Umfeld des Weender Tores war für die Dauer der komplexen Maßnahmen weiträumig abgesperrt. „Diese Sperrungen konnten am frühen Sonntagmorgen sukzessive aufgehoben werden.“

Polizei intensiviert Fahndung nach Schützen und stärkt Präsenz

„Priorität hat derzeit der Gesundheitszustand des schwer verletzten Kollegen – seine bestmögliche medizinische Versorgung und vollständige Genesung liegen in unser aller Interesse“, so Polizeipräsidentin Tanja Wulff-Bruhn. „Wir sind alle in Gedanken bei ihm, seinen Angehörigen, Freundinnen und Freunden und auch bei den Kolleginnen und Kollegen, die diese schreckliche Tat mit ansehen mussten. Daher setzen wir alles daran, den Schützen so schnell wie möglich dingfest zu machen.“

Marco Hansmann, Leiter der Polizeiinspektion Göttingen, ergänzt: „Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und auf allen Ebenen. Es wird viel Präsenz in der Stadt geben, nicht nur um die Bürgerinnen und Bürger im Sinne der Gefahrenabwehr zu schützen, sondern auch um ihr Sicherheitsgefühl vor dem Hintergrund dieser Tat wieder zu stärken.“

red